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Fußball-Hessenliga: Da fehlen die Argumente

Von Viktoria Kelsterbach kassierte in der Fußball-Hessenliga gestern vor eigenem Publikum eine bittere 0:3-Niederlage gegen den SV Steinbach.
Kein Durchkommen für Kelsterbach. Resolut klärt Steinbachs Torwart Marco Motzkus gegen Viktorias Stürmer Dominic Machado. Foto: Marcel Lorenz Kein Durchkommen für Kelsterbach. Resolut klärt Steinbachs Torwart Marco Motzkus gegen Viktorias Stürmer Dominic Machado.
Kelsterbach. 

Das hatten sich die Verantwortlichen von Viktoria Kelsterbach ganz anders vorgestellt. Im Heimspiel gegen Mitaufsteiger SV Steinbach sollte eigentlich Wiedergutmachung für die heftige 0:5-Pleite beim FC Ederbergland betrieben werden. Doch anstatt im Kampf um den Klassenverbleib den Anschluss einigermaßen zu halten, hängt die Mannschaft von Trainer Ralf Horst nach dem 0:3 gegen Steinbach nun im Tabellenkeller auf dem drittletzten Rang fest – wobei man derzeit von drei Absteigern ausgehen muss. Der Abstand zum Viertletzten OSC Vellmar beträgt schon vier Zähler.

„Der Sieg für Steinbach geht in Ordnung. Die haben organisiert gespielt. Es hätte aber auch eine schwächere Leistung gegen uns gereicht“, sagte der Sportliche Leiter Christian Kreil nach der Partie. Noch vor wenigen Wochen triumphierten die Kelsterbacher im Hinspiel mit 4:0. Diesmal kamen die Steinbacher nach zwei Siegen in Folge mit breiter Brust in den Sportpark. Auf dem Kunstrasen revanchierten sich die Gäste dann für die Pleite im ersten Aufeinandertreffen.

„Das war ein Sonntag, den jeder Verantwortliche kennt, und den jeder hasst. Jeder hinterfragt sich und hat einen Hals. Vielleicht machen das einige Verantwortliche mehr als der eine oder andere Spieler“, machte Kreil seiner Enttäuschung Luft. Er sah „zu viele Spieler neben der Spur“. Auf einigen Positionen hätten die Kelsterbacher auch gestern gegen Steinbach „nicht ihre Normalform erreicht“.

Trainer Horst hatte seine Mannschaft im Gegensatz zum Auswärtsspiel in Ederbergland defensiver aufgestellt, um der Abwehr mehr Sicherheit zu verleihen. Auch diese Maßnahme griff gegen Steinbach nicht. „Im Defensivverhalten gestatten wir dem Gegner zu viele Freiheiten. Und in der Offensive machen wir zu wenig Druck und sind zu ungefährlich“, erkannte Kreil einige Mängel.

Gleich drei Münkel-Tore

Mit dem Sturmduo Daniel Hanslik/Florian Münkel kamen die Gastgeber gar nicht zurecht. Immer wieder stellten die beiden Steinbacher die Kelsterbacher Hintermannschaft vor arge Probleme. So auch in der 23. Minute, als ein langer Ball die Abwehr aushebelte und Münkel das 1:0 erzielte. „Damit hat uns Steinbach den Stecker gezogen“, meinte Kreil.

Viel Gegenwehr der Kelsterbacher erkannte er danach nämlich nicht mehr. Wenn sich die Gastgeber zu Offensivbemühungen ansetzten, war das zumeist zu umständlich. Steinbach hatte dagegen einfaches Spiel und erhöhte nach einem Fehler von Jassem Imsameh in der 31. Minute erneut durch Münkel auf 2:0.

Besser wurde es auch im zweiten Abschnitt nicht. Kelsterbach kam weiterhin kaum zu Abschlüssen. Und Steinbach wischte mit dem 3:0 – dem dritten Treffer von Münkel (68.) – auch die letzten Zweifel am Auswärtssieg vom Tisch.

„Wenn man gegen zwei direkte Konkurrenten in dieser Höhe und ohne eigenes Tor verliert, fehlen einem die Argumente. Wir müssen in der Hessenliga immer über unsere Grenzen gehen, um zu bestehen“, war Christian Kreil bedient. Die nächsten Aufgaben gegen Stadtallendorf und Rot-Weiß Frankfurt werden für den Aufsteiger sicher nicht leichter.

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