E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 28°C

Golf: Das Final Four im Visier

Von In der Bundesliga Nord der Herren ist nur eins beständig: Die Unbeständigkeit. An vier Spieltagen gab es vier verschiedene Sieger – nun ist alles möglich.
Den Daumen hoch nach dem letzten Schlag: Der Frankfurter Coach Jan Förster war sichtlich erleichtert nach dem gelungenen Putt von Profi Martin Keskari am entscheidenden 18. Grün. Foto: PRESSEATELIER.DE Den Daumen hoch nach dem letzten Schlag: Der Frankfurter Coach Jan Förster war sichtlich erleichtert nach dem gelungenen Putt von Profi Martin Keskari am entscheidenden 18. Grün.
Frankfurt. 

Nachdem der Frankfurter GC in Hamburg als Schlusslicht gewann, gelang das Kunststück nun dem Golf & Land-Club Berlin-Wannsee beim vierten Bundesliga-Durchgang in Ratingen. Die Frankfurter Golfspieler wahrten mit Platz zwei ihre Chance auf die Teilnahme an der Endrunde. Und was nicht weniger wichtig ist: Absteigen können sie jetzt nicht mehr.

Auf der Anlage des Neulings GC Hösel im Rheinland wurde den zahlreichen Zuschauern gutklassiger Golfsport und jede Menge Spannung bis zum letzten Putt geboten. Früh geklärt war lediglich der Kampf um den Tagessieg. Die Berliner lagen schon nach den Vierern drei Schläge vor Frankfurt und bauten den Vorsprung mit nur einem Schlag über dem Platzstandard (Par) souverän aus.

Frankfurt hatte die Vierer mit drei Schlägen über dem Par von 71 beendet. Gregor Weck/Boris Alexander Wölfel, auf dem Papier das schwächste Frankfurter Duo, spielten mit 69 Schlägen den besten Vierer des gesamten Spieltages. Stefan Wiedergrün/Maximilian Hirsch benötigten 73 Schläge, Lukas Buller/Daniel Tack sowie Lukas Euler/Tim Mayer jeweils 74. Eine 74er-Runde wurde zum Streichresultat.

Drei Schläge hinter Frankfurt folgte der GC Hösel, einen weiteren Schlag dahinter Berlin. Der Deutsche Mannschaftsmeister GC Hubbelrath (+10) lag auf dem letzten Rang.

Doch die Düsseldorfer drehten in den Einzeln am zweiten Wettkampftag den Spieß um. Mit insgesamt zwei Schlägen unter Par brachten sie den mit Abstand tiefsten Score ins Clubhaus. Wobei Florian Schmiedel mit einer 66 für das Highlight des Tages sorgte. Profi Max Kieffer steuerte eine 69 bei.

Bei Frankfurt setzte Lukas Buller schon früh ein Ausrufezeichen. Der 18 Jahre alte Nationalspieler aus dem Junior Team Germany startete sehr stark. Obwohl er auf der 181 Meter langen Bahn vier (Par 3) mit dem Abschlag aufs Grün kam, aber drei Putts benötigte und dadurch einen Bogey (ein Schlag über der Vorgabe für die Bahn) kassierte, lag er nach sieben Bahnen dank vier Birdies „drei unter“. Mitte der Runde kam etwas Sand ins Getriebe, weil die Längenkontrolle nicht mehr passte. Auf Bahn 13 gab es einen Doppelbogey. Doch auf der 14 und 16 verbesserte er mit Birdies sein Endergebnis auf starke 68. „Auf den ersten Bahnen hatte ich sehr gute Schläge aufs Grün. Zum Mitte der Runde habe ich nicht gut geputtet, zum Ende hin hat sich alles wieder stabilisiert und ich habe solide gespielt“, so Buller.

Die Teamkollegen spielten durch die Bank weg solide: Weck kam auf 71, Tack und Mayer auf 72. Auch Euler, Wiedergrün sowie Martin Keskari, direkt von einem Profi-Turnier erst zu den Einzeln angereist, beendeten ihre Runde mit 72, Wölfel lieferte das Streichresultat (78).

Hubbelrath holte aber Schlag um Schlag auf, für Gastgeber Hösel war Jonas Baumgartner sehr stark unterwegs, setzte seine Schläge sehr dicht an die Fahne. Der Youngster begann zwar mit einem Bogey, spielte danach aber famos und brachte vier Birdies und einen Eagle (zwei unter Par) zustande. „Es ist sensationell, so eine gute Runde vor dem Heimpublikum zu spielen“, freute er sich über seine bärenstarken 67 Schläge.

Keskari behält die Nerven

Dieses zweitbeste Resultat des Tages reichte aber dem GC Hösel nicht, um Frankfurt zu gefährden. Doch der GC Hubbelrath war plötzlich schlaggleich. Keskari riskierte viel auf der „18“, der interessantesten und schwierigsten Bahn auf dem Platz (Par 5), hatte aber schon die fünf Schläge absolviert. Wäre sein Putt vorbeigegangen, hätten die Düsseldorfer gejubelt. Aber der Profi behielt die Nerven und lochte ein. Die Teams waren schlaggleich, doch da die Hessen bei den Streicherresultaten einen Schlag besser waren, durften sie sich über Platz zwei freuen. Trainer Jan Förster war die Erleichterung anzusehen. „Dieser Spieltag war nervenaufreibend. Die schwierigen ersten Löcher haben die Jungs super bewältigt. Zwischendurch lagen wir mal zehn unter Par! Der zweite Platz ermöglicht uns, demnächst in Berlin befreit aufzuspielen. Und wenn wir gewinnen, haben wir eine Chance auf das Final Four. Wir wissen, was wir können und werden am Wannsee in voller Besetzung antreten.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen