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FTC Palmengarten: Dem Nachwuchs eine Chance

Von Den FTC Palmengarten traf es zu Beginn der Tennis-Hessenliga knüppeldick. Ausfälle und zwei unglückliche knappe Niederlagen gefährden den Klassenerhalt. Ein Abstieg würde es auch erschweren, die Früchte der guten Nachwuchsarbeit zu ernten.
Jannis Köke gewann seine beiden Einzel für den FTC Palmengarten, sein Team ging am Auftaktwochenende aber dennoch leer aus. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Jannis Köke gewann seine beiden Einzel für den FTC Palmengarten, sein Team ging am Auftaktwochenende aber dennoch leer aus.
Frankfurt. 

Der sich in starker Form befindliche Niklas Zielen, in der US-College-Liga zum Spieler des Jahres gewählt, musste schon das erste Match wegen einer Rückenverletzung aufgeben. Die gestrige MRT-Untersuchung ergab, dass der 21-Jährige in der laufenden Runde nicht mehr für den FTC Palmengarten eingesetzt werden kann. Hinzu kam, dass Playing-Captain Philipp Marx zuletzt nicht trainieren konnte und daher nur in den Doppeln einsatzbereit war.

Im letzten und entscheidenden Doppel behält SAFO die ...

Das erste Stadtduell bestätigte die Prognose, dass es in der Tennis-Hessenliga eng zugehen wird. Die Entscheidung zwischen dem FTC Palmengarten und dem SC SAFO (4:5) fiel erst im abschließenden Doppel.

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Dass die Auftaktpartien gegen Lokalrivale SAFO und in Darmstadt, direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, mit 4:5 verloren gingen, erleichtert die Mission Rettung auch nicht gerade. „Wir resignieren keineswegs, es gibt noch genügend Begegnungen, die wir gewinnen können“, betont Geschäftsführer und Sportdirektor Jürgen Hackauff. Die Blicke werden sich dabei nicht nur auf die eigenen Spiele richten, sondern auch auf die Titelfavoriten TC Bad Vilbel und Wiesbadener THC. Da aus der Regionalliga Südwest mit großer Wahrscheinlichkeit kein hessischer Club absteigt, müsste nur ein Team die Hessenliga in Richtung Verbandsliga verlassen – wenn der Hessenliga-Meister die Aufstiegsspiele erfolgreich übersteht.

Hätte, wenn und aber: Es wäre bitter für den FTC Palmengarten, wenn er in den sauren Apfel beißen müssten. Es gibt hierzulande kaum einen Verein, der im Herren-Bereich derart auf seine Nachwuchsarbeit baut wie eben der 1914 gegründete Frankfurter Renommierverein.

Seit 2005 gibt es beim FTC Palmengarten ein von Jugendwart Professor Stefan Zielen, Jugendtrainer Klaus Schäck sowie dem ehemaligen Bundestrainer Jürgen Hackauff entwickeltes Förderkonzept für Kinder und Jugendliche jeden Alters und jeder Spielstärke, das Früchte trägt. Aktuell trainieren im Club über 200 Kinder, rund 30 Jugend- und Kindermannschaften nehmen am Spielbetrieb teil, und das in allen Altersklassen in der jeweiligen höchsten Spielklasse. Die U18 ist gerade zum dritten Mal in Folge Hessenmeister geworden.

Gute Kontakte in die USA

„Wir unterstützen unsere Jugendlichen auch in der Übergangsphase von den Junioren zu den Aktiven“, erklärt Hackauff. Der Club pflege Kontakte zu den College-Teams in Übersee, die angeschrieben worden sind, um die Palmengarten-Junioren aufzunehmen. Neben dem bereits erwähnten Niklas Zielen sind dies Constantin Christ, Jannis Köke, Markus Müller, Philipp Müller und demnächst der noch bei den Junioren spielenden Oliver Tobisch, sie alle zählen zum Hessenliga-Kader. „Die Jungs honorieren unser Engagement und die Tatsache, dass sie bei uns fünf, sechs Jahre lang ausgebildet wurden. Nachdem sie ihr Spiel in der starken College-Liga verbessert hatten, sind sie zum FTC Palmengarten zurückgekehrt. Lukrativere Angebote anderer Vereine wurden ausgeschlagen, keine Selbstverständlichkeit.

Ein wichtiger Faktor ist auch das intakte Clubleben. Dies macht sich auch bei der Besetzung der Ausländerstellen bemerkbar. Während bei vielen anderen Vereinen die beiden Kontingentstellen mit Spielern besetzt werden, die auf der ATP-Tour spielen, so dass man oft am Vortag noch nicht weiß, ob am entsprechenden Wochenende zwei Ausländer kommen – und wenn ja, dann welche – sind die beiden Argentinier Franco Agamenone und Matias Zukas vier Wochen lang in Frankfurt. Sie wohnen nur wenige Schritte von der Anlage am Berkersheimer Weg entfernt, trainieren nicht nur täglich zwei Stunden mit der Mannschaft (ein gemeinsames Essen gehört auch dazu), sondern sind auch oft mit anderen Vereinsmitgliedern auf dem Platz und so voll ins Clubleben integriert. Ähnlich verhält es sich bei Martin Fafl: Der Tscheche, seit Jahren beim FTC Palmengarten aktiv, kann zwar nicht eingesetzt werden (nur zwei Ausländer sind erlaubt), kommt aber am Wochenende nach Frankfurt, um ein Camp für U16-Jugendliche abzuhalten.

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