Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 15°C

Fußball-Hessenliga: Den Fokus auf Vellmar

Mit einer Niederlage im heutigen Kellerduell beim OSC Vellmar würde Rot-Weiss Frankfurt auf den letzten Tabellenplatz der Fußball-Hessenliga abrutschen. Und selbst wenn nicht, könnte der Trainer bald weg sein.
Johannes Günther (Mitte), hier verfolgt vom Fliedener Christian Bohl, erzielte den Neu-Isenburger Siegtreffer. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Johannes Günther (Mitte), hier verfolgt vom Fliedener Christian Bohl, erzielte den Neu-Isenburger Siegtreffer.
Frankfurt. 

Während Rot-Weiss Frankfurt Jagd auf den ersten Saisonsieg macht, lauert Meister Hessen Dreieich auf einen weiteren Ausrutscher der Konkurrenz im Rennen um die Spitzenplätze. Schon am gestrigen Abend war Aufsteiger Spvgg. Neu-Isenburg aktiv (siehe Extratext).

Für Rot-Weiss Frankfurt ist Fußball derzeit nicht die reine Freude. Vieles von dem, was Trainer Daniyel Cimen und seine Mannschaft probiert haben, ging schief, zumindest was die Ergebnisse angeht. Dazu kam der Rücktritt von Präsident Ottmar Klauß nach internen Querelen. Im Oktober sollen die Mitglieder ein neues Vereinsoberhaupt wählen. Die Zukunft in der Hessenliga scheint zumindest ungewiss.

Und da tut sich durch den Rücktritt von Gino Parson beim Ligarivalen Teutonia Watzenborn-Steinberg zumindest für den Trainer vielleicht urplötzlich eine ganz neue Alternative auf. Der Regionalliga-Absteiger ist laut seinem Sportlichen Leiter Stefan Hassler damit beschäftigt, Gespräche mit mehreren Kandidaten für den verwaisten Trainerposten zu führen – und Cimen war schon in der Vergangenheit eine Alternative bei den Mittelhessen. Derzeit betreut Hassler zusammen Co-Trainer Zaki Tammaoui die Mannschaft, den er von der gemeinsamen Zeit im Leistungszentrum von Kickers Offenbach kennt, und hat schon erklärt, dass das nur vorübergehend eine Lösung sei.

„Er ist unser Trainer“

Bei Rot-Weiss bemüht man sich, den Fokus auf dem Spiel in Vellmar zu halten. „Daniyel ist aktuell unser Trainer und hat hier bis zum Sommer 2018 einen Vertrag. Aber es ist ja klar, dass er als guter Trainer auch für andere Vereine interessant ist. Das ist ein Verdienst seiner Arbeit und das freut mich auch für ihn, genau wie es mich für unsere Spieler freuen würde, wenn sich ein höherklassiger Verein für sie interessiert“, erklärt der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz. Der übrigens alles andere als blauäugig mit dem Watzenborner Interesse an „seinem“ Trainer umgeht: „Wir konzentrieren uns auf Vellmar und hoffen, dass auch die Spieler mit dem Kopf bei der Sache sind. Was dann passiert, werden wir sehen.“

Cimen äußert sich ganz ähnlich – was soll er auch anderes tun? „Der ganze Fokus liegt auf dem schweren und wichtigen Spiel in Vellmar. Und ich denke, auch Watzenborn hat gegen Alzenau ein hartes Spiel vor der Brust. Für mich zählt jedenfalls alles andere nicht. Was nicht heißt, dass es nicht schön ist, wenn andere sagen, dass man ein interessanter Trainer ist. Das ehrt einen und das nimmt man gerne mit“, sagt der 32-Jährige.

Ärgerliche Platzverweise

Auch Hessen Dreieich hat im heutigen Heimspiel (15 Uhr) indirekt mit dem Geschehen im Tabellenkeller zu tun, denn die Gäste vom SV Steinbach sind mit schmalen vier Punkten Viertletzter und somit unter anderem ein direkter Konkurrent von Rot-Weiss Frankfurt – was natürlich für Dreieich keine Rolle spielt. Steinbachs Spielertrainer Petr Paliatka, dessen erstes Spiel als offizieller Chefcoach mit 0:2 gegen Neu-Isenburg verloren ging, obwohl er und sein Team sich doch absolut darauf fokussiert hatten, musste nach der Heimniederlage erst einmal durchatmen. Man müsse sich für Dreieich noch einmal „neu motivieren und mindestens einen Punkt holen“, sagt er mit etwas Abstand. Wie das gegen einen solchen Gegner gehen soll? Klarer Fall: „Nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Dreieich wird nach dem 4:0 gegen Lohfelden jedenfalls mit breiter Brust auftreten. „Die Art und Weise, wie wir uns zuletzt präsentiert haben, stimmt mich positiv. Die Mannschaft kommt langsam in den Rhythmus, die Automatismen beginnen zu greifen“, sagt Trainer Rudi Bommer – der allerdings die beiden Roten Karten vom vergangenen Samstag überhaupt nicht lustig fand. Loris Weiss, den der Trainer zuletzt besonders gelobt hatte, wurde für drei Spiele gesperrt, Daniel Henrich für zwei. „Das darf uns einfach nicht passieren. Das Spiel war gewonnen, wir hatten alles im Griff. Und dann erweisen wir uns einen solchen Bärendienst“, schimpfte Bommer, der ja auch noch auf Julian Dudda (Anriss des hinteren Kreuzbandes) und Abassin Alikhil (Knöchelverletzung) verzichten muss.

(rst)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse