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Fußball: Den Ruf aufpolieren

Von Bis zum 3. März hat der neue Trainer Hicham Tahrioui noch Zeit, die „Roten“ für den Abstiegskampf in der Hessenliga fit zu machen. Dann geht es gegen Bayern Alzenau.
Aufsteiger: Georgios Nasios (rechts) wurde bei Rot-Weiss ins Hessenliga-Team übernommen. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Aufsteiger: Georgios Nasios (rechts) wurde bei Rot-Weiss ins Hessenliga-Team übernommen.
Frankfurt. 

Die Winterpause hat Rot-Weiss Frankfurt gut getan. Unter anderem konnte sich die Aufregung um Ex-Profi Mario Basler etwas legen, um den es in seinen zwei Monaten als Trainer am Brentanobad viel Wirbel gegeben hatte. Finanzielle Probleme und die damit einhergehende Abmeldung der Zweiten Mannschaft aus der Verbandsliga hatten ebenfalls Kraft und Nerven gekostet. „Aber zuletzt ist für Rot-Weiss-Verhältnisse tatsächlich etwas Ruhe eingekehrt“, bestätigt der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz.

Während hinter den Kulissen weiter an der Sicherung der Zukunft des Vereins gearbeitet wurde, konnten die Mannschaft und ihr neuer Trainer Hicham Tahrioui in der „fußballfreien“ Zeit Kraft tanken und sich wieder auf sich besinnen. Dabei half das Erfolgserlebnis zum Abschluss des alten Spieljahres – im letzten Spiel vor der Winterpause und im ersten nach Mario Basler gelang mit dem 5:2 gegen den SV Steinbach ja der erste Heimsieg der Saison. Tahrioui befand sich seinerzeit schon im Urlaub, sein Co-Trainer Mirko Kelava und Ekiz hatten die Mannschaft gecoacht. Kelava und Tahrioui waren vorher bereits erfolgreich mit der Reserve der „Roten“ unterwegs, die sie zu zwei Aufstiegen geführt hatten. Und beide waren in die administrative Arbeit im Verein eingebunden. Eine Eingewöhnungszeit war jetzt also kaum nötig.

Leicht haben es der neue Trainer und sein Assistent sportlich betrachtet nicht. „Die Abgänge reißen schon Lücken, in der Breite hat die Qualität gelitten“, meint Ekiz. Auf den allerletzten Drücker verabschiedete sich Ali Zaeteri zum Bayernligisten Viktoria Aschaffenburg, vorher hatten sich unter anderen Michael Gschwender (Hanau 93), Ilyas Becker (Inter Leipzig) und die Japaner Keisuke Iida und Tetsu Horiuchi (beide zurück in die Heimat) abgemeldet. Patrick Gürser, Calvin Rufino und Georgios Nasios aus dem Nachlass der Zweiten Mannschaft traut Ekiz zu, in der Hessenliga eine gute Rolle spielen zu können. Außerdem verpflichtete Rot-Weiss den seit Sommer vereinslosen Ahmed Diack, der zuletzt bei der A-Jugend von Eintracht Frankfurt spielte, wegen einer Verletzung aber ein Jahr pausieren musste.

Neu ist auch Torhüter Daniel Duschner, der vom Ligarivalen Viktoria Griesheim kam. Er soll helfen, den Ausfall von Riste Shpirov (verletzt) zu kompensieren, für dessen Rückkehr auf den Platz es noch keine zeitliche Prognose gibt. „Da mussten wir reagieren“, erklärt Ekiz, ansonsten seien ihm nicht nur aus finanziellen Gründen die Hände gebunden gewesen: „Im Sommer konnte man Spielern noch mit dem Namen Rot-Weiss Frankfurt kommen, doch es ist viel passiert, und wir müssen unseren Ruf erst einmal wieder aufpolieren.“

Dass der Ruf mit den neuen Trainer schnell wieder besser wird, davon ist der Sportliche Leiter überzeugt: „Sie arbeiten sehr akribisch und verfolgen den Plan, wieder Disziplin und Ordnung in den Trainings- und Spielbetrieb zu bekommen.“ Was natürlich nicht automatisch heiße, dass man in Sachen Klassenerhalt noch eine Chance habe: „Die anderen haben letztes Jahr fleißig gepunktet, wir nicht. Deshalb haben wir es auch nicht mehr selbst in der Hand.“

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