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Frauenfußball: Den Titelfavoriten düpiert

Die TSG Neu-Isenburg setzte gleich zum Auftakt ein Ausrufezeichen, währen die SG Bornheim/Gw die eigenen Erwartungen nur bedingt erfüllen konnte.
Laufduell: Die Neu-Isenburgerin Michelle Weinreich (links) will die Rüsselsheimerin Natasa Petrov nicht einfach so vorbeiziehen lassen. Foto: Uwe Kramer Laufduell: Die Neu-Isenburgerin Michelle Weinreich (links) will die Rüsselsheimerin Natasa Petrov nicht einfach so vorbeiziehen lassen.
Frankfurt. 

Während die Fußballerinnen der TSG Neu-Isenburg mit einem Auftaktsieg beim Hessenliga-Topfavoriten Opel Rüsselsheim überraschten, musste sich die SG Bornheim/Grün-Weiß gegen Aufsteiger TSV Klein-Linden mit einem Unentschieden begnügen.

Opel Rüsselsheim – TSG Neu-Isenburg 1:3 (0:2). – Die Gäste lieferten gegen Titelanwärter eine starke Leistung ab. Zwei taktisch disziplinierte Viererketten brachten die Gastgeberinnen immer wieder zur Verzweiflung. Neu-Isenburg agierte mannschaftlich geschlossen, stabil in der Defensive, mit guter Ballverteilung im Mittelfeld und einer effektiven Chancenverwertung im Sturm. Zwar hatte Rüsselsheim mehr Ballbesitz, machte daraus aber zu wenig. Im Gegenzug nutzten die Gäste zwei Rüsselsheimer Fehler durch Sanne Martens (12.) und Sabrina Frank (37.) zum 2:0-Pausenstand. Auch im zweiten Durchgang zeigten sich die Gäste weiter taktisch und technisch überlegen. Zwar konnte Janine Hanke nach einem Eckball verkürzen (82.), die Gäste reagierten aber prompt und stellten durch Michelle Weinreich mit dem 3:1 die Weiche endgültig auf Sieg (83.). „Überrascht hat uns das nicht. Wir wussten, dass wir Rüsselsheim schlagen können. Die letzte Begegnung war komplett aus unserem Gedächtnis gelöscht“, erklärte Neu-Isenburgs Co-Trainer Ronny Hartmann-Meinecke, nachdem sein Team Ende Mai noch mit 1:9 gegen Rüsselsheim untergegangen war.

TSV Klein-Linden – SG Bornheim 1:1 (0:1). – „Das war natürlich nicht der Auftakt, den wir uns gewünscht haben. Wir wollten drei Punkte mitnehmen“, gab Bornheims Abteilungsleiter Christoph Schaaff nach dem durchwachsenen Start zu. Über weite Strecken bestimmten die Gäste zwar das Spiel gegen den Aufsteiger, agierten routiniert und abgeklärt, scheiterten aber immer wieder an der gut gestaffelten Defensive der Gastgeberinnen. Während Nicole Gueye gleich zwei Chancen für Bornheim vergab, traf dann immerhin Caroline Gerard zum 1:0 (26.). In der zweiten Hälfte verfehlte erneut Gueye das Tor, während der Druck des Liganeulings immer stärker wurde. Nach einem Eckball belohnte Daniela Fondacaro ihr Team schließlich mit dem Ausgleich (71.). Den Gästen ging in der Folgezeit die Souveränität verloren, Klein-Linden wiederum fehlte trotz guter Ansätze die Durchschlagskraft nach vorne. „Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Klein-Linden hat aus wenig viel gemacht und ist ein engagierter Aufsteiger. Wir waren zu pomadig und haben noch viel Luft nach oben. Das war einfach zu wenig“, haderte Schaaff mit dem Spielausgang.

(sus)

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