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FFC Victoria: Den Vorbildern nachgeeifert

Vier Jahre nach der Gründung hat der FFC Victoria Frankfurt sein erstes Etappenziel erreicht: Der Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A ist nach der Vizemeisterschaft der B-Klasse (Gruppe 1) der Lohn der harten Arbeit.
Jonas Hartz (Mitte) traf 23 Mal für die Victoria. Auch im denkwürdigen Topspiel gegen die TG Sachsenhausen, aus dem diese Szene stammt. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Jonas Hartz (Mitte) traf 23 Mal für die Victoria. Auch im denkwürdigen Topspiel gegen die TG Sachsenhausen, aus dem diese Szene stammt.
Frankfurt. 

Der Kampf um den zweiten Platz und somit die Eintrittskarte für die Aufstiegsrelegation dauerte bis wenige Spieltage vor Saisonende an. Schließlich konnte sich die Victoria mit nur drei Punkten Vorsprung auf die TG Sachsenhausen denkbar knapp durchsetzen. Darin war auch noch ein Punkt Abzug wegen des nicht erfüllten Schiedsrichtersolls verbucht. Dass es am Ende nicht zu Platz eins reichte, entschied sich endgültig erst Mitte Mai am drittletzten Spieltag, als man Meister Serkevtin Spor mit 0:3 unterlag. Über die Relegationsspiele qualifizierte sich der FFC schließlich sportlich für die A-Klasse – in die er aber auch so gekommen wäre, da die Runde im Nachhinein durch das Aufstiegsgeschehen in den übergeordneten Ligen hinfällig wurde.

„Wir haben unser Ziel erreicht. Das ist der Lohn für unsere harte Arbeit seit der Gründung. Das hätte uns keiner zugetraut – inklusive wir selbst“, gibt der Vorsitzende Vincent Pieroth zu, der den Aufstieg mit seinem Team erst einmal gebührend auf Ibiza feierte.

Auf der Sportanlage an der Heinrich-Seliger-Straße in Niederrad war die Victoria, die sich zu großen Teilen aus der Ultra-Szene der Frankfurter Eintracht zusammensetzt und ihre Spieltage stets den Bundesliga-Heimspielen anpasst, dem großen Vorbild immer ganz nah. Nur die Gegner hatten selten Spaß auf dem Kunstrasen der Victoria, die zwölf ihrer 16 Heimspiele gewann. Auswärts war man mit 14 Siegen gar noch erfolgreicher. „Kampf, Leidenschaft, Zusammenhalt und einen unbändigen Willen“, nennt Pieroth als Stärken seiner Victorianer. Und vor allem: „Wir sind als Team aufgestiegen.“ 142 Tore sind ebenfalls eine stolze Bilanz. Hierbei tat sich vor allem Pascal Weprich mit 35 Treffern hervor, aber auch Markus Fink oder Jonas Hartz (beide 23) erwiesen sich als treffsicher. Leistungsträger gäbe es viele im Team um Spielertrainer Simon Weiß, sagt Pieroth, vor allem aber sei die Defensivabteilung ein „Schlüssel zum Erfolg“ gewesen: „Gegen schwächere Gegner haben wir auch mal mit einer Dreierkette gespielt.“

Am Ende half der Victoria aber vor allem die eigene Konstanz: Während Hauptkonkurrent TG Sachsenhausen nach der Vorrunde den zweiten Rang noch innehatte, brach die TGS in der Rückserie etwas ein. Die Victoria hielt ihr Niveau dagegen, holte aus der Vorrunde 40 und aus der Rückrunde 39 Zähler. Am 21. Spieltag gelang schließlich der entscheidende Sprung auf Rang zwei. Wichtig waren dabei vor allem die torreichen beiden Siege gegen Konkurrent Sachsenhausen (7:6, 5:3), aber auch das 1:1 gegen Meister Serkevtin Spor oder das 2:1 und 1:0 gegen den Abschluss-Vierten FSV Bergen. „Das 7:6 gegen Sachsenhausen wird keiner von uns je vergessen“, lacht Pieroth noch heute.

Hart, aber fair

Probleme hatten die Gegner auch oft mit der harten Gangart der Victoria, die in der Fairnesstabelle nur zwei Teams hinter sich ließ und mit 66 Gelben und sechs Gelb-Roten Karten jeweils die zweitmeisten der Liga kassierte. Hinzu kommt eine glatt Rote Karte. Dass sich die Gegner Woche für Woche vehement über den Einsatz der Victorianer beschwerten, sorgte bei Pieroths Team aber nicht für Ärger: „Wir fanden das eher witzig. Das ist der Lauf der Dinge, wenn man Erfolg hat. Wir haben das meist als Lob gesehen und uns geschmeichelt gefühlt.“ Denn für den Vorsitzenden steht eines fest: „Wir sind mit Sicherheit eine der fairsten Mannschaften überhaupt.“

Das darf die Victoria künftig in der A-Klasse beweisen, in der man erst einmal den Klassenerhalt sichern will. Bei der neuen Ligeneinteilung und bis zu fünf Absteigern müsse man das erst einmal schaffen, weiß Pieroth. Wer die Aufgabe personell stemmen soll, ist noch unklar. Der Kern der Mannschaft wird aber wohl zusammenbleiben.

Dass das letzte Saisonspiel gegen den SV Mosaik wegen Nichtantretens mit 3:0 an den Gegner ging, hatte übrigens seinen Grund: Der FFC weilte beim DFB-Pokalfinale in Berlin, um seine Eintracht zu unterstützen. Die Vizemeisterschaft war ja ohnehin schon sicher.

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