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Australian Football: Den Wölfen den Zahn gezogen

Von Die Redbacks feierten ihren ersten Saisonsieg auf dem Feld. Doch die Chance, noch ins Play-off-Halbfinale einzuziehen, ist vergeben.
Redback Thorsten Exner (r.) zeigt Spannweite im Duell mit seinem Dresdner Widersacher. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Redback Thorsten Exner (r.) zeigt Spannweite im Duell mit seinem Dresdner Widersacher.
Frankfurt. 

Siege in dreistelliger Höhe kommen nicht gerade selten vor in dieser Spielzeit der Australian Football League Germany (AFLG). 13 sind es schon nach sechs von acht Spieltagen. 32 Partien wurden absolviert, das entspricht einer Quote von etwas über 40 Prozent. Auch die Frankfurt Redbacks zeigten nun auf ihrer Spielstätte Ostpark, dass sie in der Lage sind, über hundert Punkte zu erzielen. Der Leidtragende waren die Dresden Wolves, die sich gar nicht so bissig zeigten; 145:39 lautete das Endresultat. Nach der Wertung der Partie in Freiberg zugunsten Frankfurts gelang es den „Giftspinnen“ zum ersten Mal 2017, einen AFLG-Kontrahenten im Spiel zu bezwingen.

„Der Sieg war absolut ungefährdet“, sagte Redback Matthias Schmidt. Schon nach dem ersten Viertel hatte es 48:1 gestanden, da glich das Geheule der Dresdner Wölfe schon eher einem Gejammere. Bereits zum dritten Mal mussten die Sachsen eine dreistellige Niederlage hinnehmen und sind als einziges Team noch ohne Erfolg.

Trotz des Offensivspektakels, für die Liga ist es nicht gut, dass so viele Partien so deutlich ausgehen. Insbesondere, wenn dies auch in einem Spitzenspiel passiert. So am Samstag im Berliner Schiller-Park, als die heimischen Crocodiles die Hamburg Dockers mit 197:12 abservierten – beide waren vor dem Vergleich immer als Sieger vom Feld gegangen.

Davon abgesehen sind die Redbacks erst mal erleichtert, in die Erfolgsspur gefunden zu haben. „Wir konnten die Besten aufstellen – und nicht diejenigen, die da sind“, betonte Schmidt. Da die Wolves nicht vollzählig erschienen, konnten es sich die Frankfurter sogar erlauben, einen Spieler zu „verleihen“. Und Juan de Ildefonoso markierte auch zwei der sechs Dresdner Tore. Aufseiten der Redbacks ragte wieder mal der unverwüstliche Nationalspieler Matthias Klusemann heraus, der elf der 21 Tore erzielte. Und James Murphy, erst seit drei Monaten eine „Giftspinne“, überzeugte nicht nur wegen drei Toren. „Wenn er ins Laufen kommt, ist er nicht zu stoppen“, nannte Schmidt dessen Hauptstärke.

Spieler für ein Match auszuleihen ist übrigens eine Praxis, die nicht unüblich ist in der AFLG. Und dies zeigt, dass selbst in der Liga mit nur neun Spielern pro Team es viele schwer haben, einen kompletten Kader aufzustellen. „Nur die Spitzenteams Berlin, Hamburg und München haben keine Personalprobleme“, sagte Schmidt. Wegen Nichtantretens sind 2017 auch schon fünf Spiele gewertet worden.

Frankfurt war davon nicht betroffen. Der klare Sieg dürfte indes zusätzlich Auftrieb geben für die letzten Punktspiele gegen Freiberg (8. Juli) und in Dresden (22. Juli). Der Rückstand auf Rang vier ist aber bereits zu groß (zwei Siege Differenz), um noch das Play-off-Halbfinale zu erreichen. So bleibt nur die Platzierungsrunde (5–8), die ebenfalls am 26. August ausgetragen wird. Die jeweiligen Finals finden am 9. September statt.

Weniger Spieler, mehr Mannschaften

Seit 1996 wird in Deutschland Australian Football gespielt. Zu den Pionieren der australischen Nationalsportart, die in Melbourne ihr Epizentrum hat, zählen hierzulande die Frankfurt Redbacks und Munich Kangaroos.

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Am Samstag testen die Redbacks für die letzte Saisonphase. Gastgeber sind die Strasbourg Kangaroos.

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