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Fußball: Der Derbysieger hat weniger Sorgen

Von Hicham Mimi kennt beide Seiten: Der 36 Jahre alte Innenverteidiger von Germania Schwanheim spielte drei Jahre bei Viktoria Kelsterbach und weiß genau, was beide Vereine auszeichnet.
Der Kopf spielt auch mit – im Gegensatz zu Schwanheims verletztem Routinier Hicham Mimi (links). Foto: Marcel Lorenz Der Kopf spielt auch mit – im Gegensatz zu Schwanheims verletztem Routinier Hicham Mimi (links).
Frankfurt. 

Vor dem Derby am heutigen Freitag (19.30 Uhr) in der Fußball-Verbandsliga Mitte im Kelsterbacher Sportpark kann Routinier Hicham Mimi die Lage der beiden Nachbarn mit genügend Abstand analysieren – wegen eines Muskelfaserrisses am hinteren Oberschenkel aus dem Spiel gegen Bicken vor zwei Wochen, fällt Schwanheims Abwehrchef aus. „Ich werde meinen Mitspielern aber sicher trotzdem ein paar Tipps geben können“, ist Mimi überzeugt.

Von 2006 bis 2009 spielte er unter dem damaligen Trainer Christian Kreil in Kelsterbach. Die Viktoria war gerade erst aus der Bezirk-Oberliga in die Landesliga aufgestiegen und konnte sich dort mit dem Defensivspezialisten etablieren. „Damals war auch schon Dominic Machado mit von der Partie“, erinnert sich Mimi. Mit seinem ehemaligen Mitspieler hielt er auch nach seinem Abschied aus Kelsterbach über die Stationen Neu-Isenburg, Oberursel und Unterliederbach Kontakt.

„Noch einmal alles reinhauen“

Wenn Dominic Machado einen vorweihnachtlichen Wunsch frei hätte – er würde sich definitiv zwei Derbysiege zum Abschluss des Fußball-Jahres wünschen.

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Seit zwei Jahren ist er nun in Schwanheim und trifft heute Machado wieder, der als spielender Co-Trainer der Viktoria genauso raus aus der Krise möchte wie die Gäste (siehe Extratext). Mimis aktuelle Mannschaft holte aus den vergangenen sechs Spielen gerade einmal vier Punkte und steht als Zehnter nur einen Platz und einen Punkt besser da als sein Ex-Verein. „Sie hatten ja einen Umbruch im Sommer und sind trotzdem überragend gestartet. Dass es mit so einer neuformierten Mannschaft Ups und Downs gibt, wissen wir in Schwanheim auch“, sagt Mimi und weiß: „Gut für sie, dass sie am Anfang diesen Lauf hatten, sonst müssten sie sich jetzt ganz andere Sorgen machen.“

Auch wenn er und Machado vor dem Derby noch keine Textnachrichten ausgetauscht haben, wird das Wiedersehen herzlich sein. „Ich hatte eine gute Zeit dort“, stellt Mimi klar: „Jetzt macht es mir aber mit den guten, jungen und unerfahrenen Spielern in Schwanheim auch riesigen Spaß.“ Das Konzept des Trainerteams um Chef Tomas Pelayo und Co-Trainer Tarek Fouad funktioniere für ihn nur so gut, weil die sportlich Verantwortlichen immer den richtigen Ton treffen und die hungrige Mannschaft „immer dazulernen möchte und einen top Charakter hat“.

Dies bewies die Germania auch im Hinspiel. Am Tag der Deutschen Einheit machten die Schwanheimer einen 0:1-Pausenrückstand wett und gingen beim 3:1 als Derbysieger vom Platz. Da beide Teams als Tabellenelfter und Zehnter kurz vor der Winterpause Punkte brauchen, rechnet Mimi mit einem kampfbetonten Spiel. Den Gästen werden neben Mimi auch der rotgesperrte Defensivstratege Tarek Fouad, sowie die verletzten Apostolos Mitsiou, Fabio Begher, Aaron Müller und eventuell auch Bahri Eyüp fehlen.

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