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Frankfurter tun sich auf den Grüns schwer: Der Golf-Club "verbockt" den Vormittag

Von Die Erwartungen waren groß, am Ende mussten die Frankfurter Golfer mit Platz vier zufrieden sein. Der zweite Bundesliga-Spieltag steigt am 28. Mai in Niederrad. Da wird der Sieg anvisiert.
Einer der Frankfurter „Morgenmuffel“: Max Röhrig. Foto: Christopher Tiess Einer der Frankfurter „Morgenmuffel“: Max Röhrig.
Frankfurt. 

Die große Überraschung beim Auftaktturnier in Bremen war das Auftrumpfen des Neulings Club zur Vahr. Die Gastgeber nutzten ihren Heimvorteil und ließen auf dem taktisch anspruchsvollen und idyllisch gelegenen Par-74-Platz unerwartet alle Konkurrenten hinter sich.

Die Bremer gingen früh in Führung und behielten diese lange, bis auf der Backnine der favorisierte GC Hubbelrath aus Düsseldorf doch noch kam und nach den Einzeln mit einem Gesamtscore von + 7 die Bremer um drei Schläge hinter sich lassen konnte. Das war vor allem Nicolai von Dellingshausen zu verdanken, der mit einer 69 (- 5) einen neuen Platzrekord aufstellte.

In den Vierern zogen die Gastgeber jedoch noch vorbei. Drei Paare spielten jeweils eine 75er-Runde, damit machten die Bremer sieben Schläge auf den Titelverteidiger gut. Die Gastgeber des ersten Spieltags konnten ihr Glück kaum fassen, als sie im Live-Scoring plötzlich auf Platz eins geführt wurden. Chris Webers, Coach des Tagessiegers Club zur Vahr, freute sich riesig: „Ich muss das erst mal realisieren. Im Idealfall hatte ich mit Platz drei gerechnet. Das Saisonziel Klassenerhalt möchte ich aber noch nicht revidieren, weil ich nicht weiß, wie viel der Heimvorteil ausgemacht hat.“

Mit 753 Schlägen (+ 13) siegten die Bremer am Ende um vier Schläge vor Hubbelrath. Sechs weitere Schläge zurück belegte der Hamburger GC Rang drei. Der Frankfurter Golfclub benötigte 771 Schläge (+ 31) und verwies den G & LC Berlin-Wannsee (780) auf den letzten Platz. Jan Förster, Coach des Frankfurter GC, analysierte den Spieltag aus der Sicht seiner Mannschaft: „Der Auftritt gibt uns Selbstvertrauen. Die Abschläge waren ordentlich. Wir haben aber sehr viele Schläge auf den Grüns liegen lassen, und als wir hinten lagen, haben wir den Druck gespürt, aufholen zu müssen. Nachdem wir den Vormittag etwas verbockt hatten, haben wir uns gesteigert.“

Vorbereitet auf die Bundesliga hatten sich die Frankfurter im Süden Spaniens. „Wir hatten eine superschöne Woche, und es war auf dem Platz von Costa Ballena noch so leer, dass wir immer sehr gute Startzeiten hatten. Dadurch konnten wir viel auf dem Platz arbeiten. Gerade die jungen Spieler haben sich toll eingefügt, und es hat sich ein wundervolles Teambuilding ergeben“, schwärmte Förster von der Vorbereitung. Kurz vor dem Bundesliga-Start untermauerten Tim Mayer und Florian Coors mit dem Gewinn der Hessischen Vierer-Meisterschaft die gute Form.

In Bremen hatte Förster mit Ausnahme des noch in den USA weilenden Lukas Euler seinen gesamten Kader zur Verfügung. Als Pro wurde Max Röhrig eingesetzt. So herrschte vor den ersten Schlägen noch viel Optimismus. Nach den Einzeln sah man allerdings eher angespannte Gesichter. Der Frankfurter GC war mit 28 Schlägen über Par Schlusslicht. Gute 18 Loch spielten lediglich Tim Mayer und Sebastian von den Hoff, die jeweils nach 75 Schlägen (+ 1) ins Clubhaus kamen. Am Vormittag hatte es meist auf den Grüns gehakt. Ben Bradley (80/+ 6) brauchte auf den 18 Grüns insgesamt 39 Putts. Auch die anderen Frankfurter hatten da ihre Probleme. Röhrig und Valentin Smits notierten sich je eine 78, Coors brauchte einen Schlag mehr, Lukas Buller 81 Schläge, und Boris Wölfel steuerte nur das Streichresultat (82) bei.

Nach der Mittagspause kehrten die Hessen entschlossen zurück. Plötzlich lief es bestens. Bereits nach wenigen Bahnen zog Frankfurt an Berlin vorbei und machte dann sogar noch Druck auf den Hamburger GC, dem man sich zwischendurch bis auf einen Schlag angenähert hatte. Nur drei Schläge über Par sammelte Frankfurt in den Vierern. Kein anderes Team war besser. Von den Hoff/Röhrig spielten mit 73 (- 1) den zweitbesten Vierer überhaupt. Ben Bradley und Buller steuerten eine 75 (+ 1) bei, und die Routiniers Wölfel und Max Hirsch kamen mit einer 77 (+ 3) ins Clubhaus. „Mit drei Ergebnissen aus den Vierern kann man eben nicht alles aufholen, was in den Einzeln schiefgegangen war. Jetzt schauen wir nach vorne, um am Heimspieltag fünf Punkte zu holen“, versprach Jan Förster.

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