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Segeln: Der Reiz der Großstadt

Der Wind wehte zwar nicht so kräftig, es reichte jedoch aus, um die Segel zu hissen. 19 Boote glitten unter der glühenden Sonne recht flott über den Main.
Gleich drei „Bootstypen“ kommen hier vor dem „Gerippten“ zusammen: Segler, Ruderer und ein Frachter teilen sich den Main. Foto: Picasa Gleich drei „Bootstypen“ kommen hier vor dem „Gerippten“ zusammen: Segler, Ruderer und ein Frachter teilen sich den Main.
Frankfurt. 

Jahr für Jahr ist es ein besonderes Bild. Wenn die SKG Frankfurt im Juni die Segler zur Offenen Stadtmeisterschaft einlädt, bekommen die Besucher von beiden Ufern des Mains ein Spektakel geboten, das sonst eher in Kiel oder auf einem See erwartet wird.

„Das macht den Reiz des Wassersports in Frankfurt aus. Man fährt durch die Großstadt, hat einen herrlichen Blick auf die imposante Skyline der City und kann seinen Sport ausüben. Das ist ein Gefühl, das man mit Frankfurt nicht unbedingt in Verbindung bringt“, sagt Regattaleiter Gregor Löhring, der als Stellvertretender Abteilungsleiter des Ausrichters SKG Frankfurt öfters auf dem Main segelt.

In Frankfurt wird bei den drei benachbarten Vereinen an der Mainfeldstraße in Niederrad gesegelt. Bei der SKG, die diesmal die meisten Teilnehmer bei der Stadtmeisterschaft aufs Wasser brachte, hat die Wassersportabteilung (Rudern, Segeln, Paddeln) rund 120 Mitglieder, von denen knapp 80 aktiv sind. „Wir haben uns verjüngt. Der Altersschnitt sank von über 50 Jahre auf rund 40. Was fehlt, ist nach wie vor der Nachwuchs. Kein aktiver SKG-Segler ist im Jugendalter“, schildert Löhring bedauernd. Zwar habe der Verein extra drei Jollen der Optimist-Klasse angeschafft, die speziell für Kinder geeignet sind, doch die Jugendlichen jagen doch lieber dem runden Leder nach.

Ähnlich sieht es bei den Nachbarn Frankfurter Yachtclub und Schwimmclub Niederrad aus. Der SCN hat im Nachwuchsbereich zumindest keine absolute Flaute. Die jüngste Regatta-Teilnehmerin wurde sogar Stadtmeisterin. Die erst zwölfjährige Cosima Daschek saß als Vorschoterin mit ihrem Vereinskollegen Hardy Schmidt-Holzbauer als Steuermann im siegreichen Kielboot. Bei den Jollen setzte sich Christian Rudolph vom Frankfurter Yachtclub durch.

Diesmal ohne Offenbacher

Für den Sieg mussten die 25 Teilnehmer auf dem von Wendebojen markierten Segelgebiet zwischen der Niederräder Eisenbahnbrücke und dem Licht- und Luftbad insgesamt vier Wettfahrten – dreimal je vier Kilometer, am Sonntag sechs Kilometer – absolvieren. Alle Segler kamen aus Frankfurt. Normalerweise wären auch einige Offenbacher am Start gewesen. Die mussten aber ihre Stadtmeisterschaft, die sonst immer eine Woche nach der Frankfurter stattfindet, wegen einer Veranstaltung anlässlich des Vereinsjubiläums des Rudervereins Offenbach eben eine Woche vorziehen. „Nicht zu ändern, aber bedauerlich“, meint Löhring, „sonst wären einige Segler aus beiden Städten bei beiden Meisterschaften an den Start gegangen.“

(löf )
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