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Golf: Der Traum vom Profi-Spieler

Von Heute wird die Deutsche Lochspielmeisterschaft in Niederrad fortgesetzt. Auch der Frankfurter Lukas Buller ist noch im Rennen um den Titel, das morgen entschieden wird.
Genau hinschauen und die beste Linie finden, das ist auf dem Grün besonders wichtig. Lukas Buller weiß das natürlich. Foto: STEBL Genau hinschauen und die beste Linie finden, das ist auf dem Grün besonders wichtig. Lukas Buller weiß das natürlich.
Frankfurt. 

Von den sieben Lokalmatadoren kann sich nur noch Lukas Buller Hoffnungen auf den Gewinn der Deutsche Lochspielmeisterschaft machen. Der Jugend-Nationalspieler schaffte den Sprung unter die acht besten Golfer, die heute ab 8.30 Uhr auf der Anlage in Niederrad im Viertelfinale an den Start gehen. Und zwar auf den letzten Drücker und ausgerechnet auf Kosten seines besten Kumpels Ben Bradley. Dieser hatte die beiden ersten Runden souverän gewonnen. Dann entschied aber die Auslosung, dass die beiden Frankfurter im letzten Gruppenspiel gegeneinander antreten mussten. Mit einem Unentschieden wäre Bradley sicher Gruppensieger gewesen, bei einer Niederlage nur, wenn gleichzeitig der Wiesbadener Patrick Schmücking sein Duell gegen den bis dahin sieglosen Felix Krammer (München) gewonnen hätte. Buller benötigte neben seinem eigenen Triumph also noch die Schützenhilfe von Krammer.

Zunächst sah alles nach einem weiteren Erfolg von Bradley aus. Die ersten beiden Abschläge von Buller landeten im Wald, Bradley gewann beide Löcher. Dann aber schwächelte er. Nach neun Bahnen lag Buller zwei Löcher in Führung, dann entschied er nach einem phantastischen Schlag aus dem Bunker das elfte Loch für sich. Beide Frankfurter spielten weiter starkes Golf. Doch nach der 16. Bahn konnte Bradley seinem uneinholbar vorne liegenden Freund nur noch gratulieren.

Schäfer steigert sich stetig

Er selbst wird heute auch wieder am Start sein, allerdings um die Plätze neun bis 16 spielen, ebenso wie seine Clubkollegin Isabelle Schlick. Die nachgerückte 15-Jährige verpasste die Viertelfinalteilnahme nach zwei Siegen erst auf der 18. Bahn der Schlussrunde.

Sicher ist indes, dass zumindest ein Spieler aus der Rhein-Main-Region im Halbfinale vertreten sein wird. Bullers Viertelfinalgegner kommt nämlich vom Gut Neuhof in Dreieich und ist mehrfacher Hessenmeister. Ludwig Schäfer vom GC Neuhof setzte sich in allen drei Gruppenspielen durch. „Restlos zufrieden mit meinem Spiel war ich nicht. Dafür war es nicht konstant genug. Das lag daran, dass ich vor der Meisterschaft kaum trainiert habe. Aber es wurde von Spiel zu Spiel jedenfalls besser“, meinte der 24-Jährige, der nach Plätzen neun und acht bei seiner dritten Teilnahme an der Lochspielmeisterschaft besser abschneiden will.

Spielen zur Zerstreuung

Das Golfspielen kam in den letzten Tagen auch bei Lukas Buller zu kurz. „Ich stecke in der Vorbereitung auf mein schriftliches Abitur, das ich ab dem kommenden Mittwoch mache. Daher waren meine Erwartungen nicht übermäßig groß. Ich betrachte es als eine gute Zerstreuung zwischen dem Lernen, versuche aber natürlich mein bestes Golf zu zeigen.“ Die letzte Prüfung steigt am 11. Mai, direkt danach wird er dann nach Düsseldorf fahren, um einen Tag später beim Bundesliga-Auftakt im Team des Frankfurter GC dabei sein zu können.

Obwohl seine Heimatstadt Aschaffenburg nicht gerade eine Ski-Region ist („aber Bayern“) machte der kleine Lukas seine ersten sportlichen Aktivitäten auf den Brettern. Abwechslung bot ihm Tennis. Doch schon bald folgte er dem Beispiel der golfenden Eltern. Mit sieben Jahren spielte er seine ersten Turniere, mit zehn war er schon im Stützpunkt-Kader. Da er im Kader viele Frankfurter kennenlernte und in Aschaffenburg praktisch keine leistungsorientierten Spieler waren, kam Buller 2016 zu den Niederrädern. Seine „Einstand“ im Club war der Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der AK16-Jugend. Im vergangenen Jahr stand er schon im Bundesliga-Kader der Herren und wurde Fünfter bei der Deutschen Meisterschaft in Hardenberg.

„Ich habe mein Handicap ständig verbessert“, erzählt der 18-Jährige. Mittlerweile bis auf +2,4. Vor wenigen Wochen belegte er bei den Internationalen Französischen U18-Meisterschaften Rang neun und schaffte mittlerweile auch den Sprung ins Nachwuchs-Team Germany. „Nach dem Abitur werde ich die Bundesliga und einige Turniere spielen. Ich möchte in die Sportförderkompanie der Bundeswehr kommen. Sollte das nicht klappen, würde ich ein halbes Jahr Auszeit nehmen und dann mit dem Studium beginnen. Und nebenbei als Amateur an einigen Turnieren der Pro-Tour teilnehmen, um zu sehen, wo ich stehe. Ich bin für alles offen. Aber mein Traum bleibt Profi-Golfer zu werden.“

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