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Der erste Heimerfolg soll her

Zuletzt kassierte Spitzenreiter KSV Baunatal seine erste Niederlage in der Fußball-Hessenliga, Schlusslicht OSC Vellmar holte seinen ersten Punkt. Höchste Zeit, denn bald ist schon wieder die Hälfte der Vorrunde gespielt und wer jetzt nicht in Fahrt kommt, für den wird es schwer.
André Fließ (rechts) hat seine Verletzung auskuriert und soll heute Nachmittag im Heimspiel gegen Lohfelden wieder für Dreieich auflaufen. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) André Fließ (rechts) hat seine Verletzung auskuriert und soll heute Nachmittag im Heimspiel gegen Lohfelden wieder für Dreieich auflaufen.
Frankfurt. 

Drei Mannschaften sind in der Hessenliga noch sieglos, neben dem Tabellenletzten Vellmar sind das der FC Ederbergland und Rot-Weiss Frankfurt. Das Team von Trainer Danyiel Cimen hat noch nicht viel gerissen (erst zwei Punkte) und steht vor dem heutigen Heimspiel gegen Aufsteiger Ginsheim schon mit dem Rücken zur Wand (siehe Extratext).

Der mäßig gestartete Titelverteidiger Hessen Dreieich hat sich mit zwei Siegen in Folge zurückgemeldet. So jedenfalls interpretierte Trainer Rudi Bommer das jüngste 3:0 in Neu-Isenburg. Mit einem ersten Heimsieg am heutigen Samstag gegen den punktgleichen FSC Lohfelden (15 Uhr) könnte sein Team diese Ansicht bestätigen. „Der Sieg gegen Neu-Isenburg war immens wichtig“, befand Bommer, der den holprigen Auftakt auch auf den Spielrhythmus zurückführt. „Der Spielplan war nicht optimal für uns.“ Sein Team war erst viermal im Einsatz, die meisten Konkurrenten schon fünf- oder gar sechsmal.

Vor zwei Wochen nahmen die Dreieicher Verantwortlichen im Neu-Isenburger Sportpark nicht nur die „03er“, sondern auch den Gegner aus Lohfelden genauestens in Augenschein. Neu-Isenburg gewann bekanntlich mit 6:0. „Ich erwarte erneut einen Gegner, der sich gegen uns hinten reinstellt“, sagt Bommer, „wobei Lohfelden nach vorne deutlich mehr Qualitäten hat, als beispielsweise Ederbergland. Da müssen wir schon aufpassen.“ Zum einen auf Serdar Bayrak (acht Treffer in der vergangenen Saison), der den FSC ursprünglich in der Sommerpause verlassen wollte, dann aber doch blieb, und auf Lukas Iksal, der in Neu-Isenburg gesperrt war.

Großer Pechvogel im Kader des Hessenmeisters ist Leon Hammel. Gerade von einer Verletzung, die er sich in der Vorbereitung zugezogen hatte, genesen, brach sich der 21-Jährige unter der Woche im Training die Mittelhand. „Das ist schon tragisch“, bedauerte Bommer.

Große Änderungen in der Startelf sind nicht zu erwarten. Außer auf der Position hinter den Spitzen. In Neu-Isenburg fehlte André Fließ aufgrund einer Mandelentzündung. Vertreten wurde er von Abassin Alikhil, der nach mäßiger Leistung in der zweiten Hälfte durch Loris Weiss ersetzt wurde. Gegen Lohfelden ist André Fließ wieder erste Wahl. „Bei ihm müssen wir allerdings schauen, wie lange die Kraft reicht“, blickt Bommer voraus. Das gilt auch für die drei afghanischen Nationalspieler Alikhil, Khaibar Amani und Zubayr Amani, die erst am Donnerstagmorgen vom Länderspiel gegen Jordanien (1:4, Torschütze: Amiri) zurückkehrten.

Insgesamt ist Bommer bisher nicht unzufrieden, immerhin ist seine Mannschaft in drei von vier Spielen ohne Gegentor geblieben. „Da verkörpern die Jungs die alte Saison, das haben wir mitgenommen. Nicht zufrieden bin ich allerdings mit der Torausbeute. Wir erspielen uns Chancen, müssen aber auch mal treffen.“

Die Spvgg. Neu-Isenburg ist erstmals seit dem Auftaktspiel Anfang August in Lehnerz wieder auswärts gefordert – und zwar nur rund 20 Kilometer nördlich von Lehnerz beim SV Steinbach. Bei den Osthessen ging es zuletzt turbulent zu. Trainer Karl-Josef Müller war zurückgetreten, was laut Vorstandsmitglied Berthold Helmke auch mit einem anonymen Brief im Zusammenhang gestanden haben soll, den neben dem Trainer auch weitere leitende Personen im Verein erhalten hätten. Darüber hinaus beklagte Helmke das schonungslose Vorgehen der örtlichen „Presseorgane“ während der Entscheidungsfindung in Sachen neuer Trainer. Spielführer Steffen Trabert und Petr Paliatka übernahmen zunächst interimsmäßig das Training, nach wenigen Tagen wurde Paliatka nun endgültig zum neuen Trainer ernannt. Trabert und ein Spielerrat sollen ihn „beratend begleiten“, wie Helmke erklärte.

In Neu-Isenburg sieht man die Situation beim kommenden Gegner mit einem gewissen Entsetzen. „Ich habe von Drohungen gegen den Trainer gehört – da muss man sich schon überlegen, ob man weitermacht“, sagt Coach Peter Hoffmann. Das Video-Studium der Steinbacher Spiele hat ihm einige sportliche Erkenntnisse gebracht: „Die spielen gut, haben in dem einen oder anderen Spiel vielleicht ein paar Abstimmungsprobleme hinten gehabt, aber durchaus mutig den Weg nach vorne gesucht.“

Fehlen werden den Neu-Isenburgern weiter Jan Gebhardt (Haarriss im Mittelfuß) und Aljoscha Atzberger (Schambeinentzündung). „Das tut uns weh“, stellt Hoffmann klar, der sich bei nur noch 16 gesunden Feldspielern wünscht: „Jetzt darf nichts mehr passieren.“ Und auch ergebnismäßig hat der Coach einen Wunsch: „Wir müssen einen Punkt holen und fertig.“

(rst,leo)
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