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Fußball-Hessenliga: Der erste Heimsieg für Rot-Weiss Frankfurt

Von Zum Abschluss des Spieljahres schrieb Rot-Weiss Frankfurt noch diese wunderbare Fußballgeschichte: Im ersten Spiel nach Mario Basler und mit einer Rumpfelf holte der Tabellendrittletzte der Hessenliga den ersten Heimsieg.
Henok Teklab gelang der Treffer zum 1:1 für die „Roten“, in dieser Szene wird aber Steinbachs Torhüter Marco Motzkus vor dem jungen Frankfurter klären und sich den Ball greifen. Foto: Marcel Lorenz Henok Teklab gelang der Treffer zum 1:1 für die „Roten“, in dieser Szene wird aber Steinbachs Torhüter Marco Motzkus vor dem jungen Frankfurter klären und sich den Ball greifen.
Frankfurt. 

Die 1:5-Klatsche gegen Waldgirmes, das vielbeachtete Ende der Zusammenarbeit mit Ex-Nationalspieler Mario Basler, große finanzielle Probleme und die Tatsache, dass zum Nachholspiel gegen den SV Steinbach mehrere Stammkräfte urlaubsbedingt nicht mehr zur Verfügung standen – es galt einige Dinge auszublenden für Rot-Weiss Frankfurt beim letzten Auftritt des Jahres in der Fußball-Hessenliga. Und tatsächlich: Mit dem 5:2 (1:2)-Erfolg im Abstiegsduell gegen den SV Steinbach nahmen die „Roten“ einen winzigen Hoffnungsschimmer mit in die gut zweimonatige Winterpause.

Der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz und Mirko Kelava, Co-Trainer des Verbandsligateams, hatten die Mannschaft auf die Partie vorbereitet. Und zwar ohne die Stamm-Innenverteidiger Anil Mus und Damir Topcagic, ohne Torhüter Riste Shpirov, ohne die Außenverteidiger Moussa Ouattara und Michael Gschwender, ohne Keisuke Lida und Tetsu Horiuchi. „Aber wir sind es positiv angegangen und haben es auch positiv durchgezogen“, sagte Ekiz später. Und zwar trotz einiger Widerstände sowohl im Spiel als auch drumherum, etwa in der Abwicklung des „Falls Mario Basler“.

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Der Jubel bei Rot-Weiss Frankfurt über den ersten Heimsieg fiel eher verhalten aus. So richtig gut kannten sich ja auch gar nicht alle, die da zusammen etwas Außergewöhnliches geschafft hatten.

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Es war ein schwieriges Spiel für beide Mannschaften. Steinbach war drei Wochen lang ohne Wettkampf, stand aber genauso unter Druck wie die „Roten“. Und die Osthessen schienen damit zunächst besser umgehen zu können. Schon in der vierten Minute konnte Pascal Manns von der linken Seite ungehindert hereingeben und Florian Münkel gleichfalls unbedrängt zur Gästeführung einschieben.

Die Frankfurter wirkten in der Anfangsphase desolat, nutzten aber einen Aussetzer der Gäste, um ins Spiel zu finden. Ausgerechnet Steinbachs Spielertrainer Petr Paliatka brachte im Aufbau seinen Mitspieler Sebastian Bott mit einem zu schwachen Pass in Not, Henok Teklab eroberte den Ball und traf zum 1:1 (14.).

Rot-Weiss war nun zwar im Spiel, machte aber die gleichen Fehler wie beim 0:1 noch einmal. Wieder verharrte A-Jugendspieler Seongsu Kim als rechter Verteidiger im Beobachtungsmodus, wieder konnte Manss in aller Ruhe in die Mitte spielen und wieder hatten die Frankfurter trotz Überzahl keinerlei Zugriff – diesmal auf Michael Wiegand, der mühelos das 2:1 für Steinbach erzielte (19.). „Wir haben der Mannschaft gesagt, dass Fehler passieren werden, dass es aber entscheidender ist, wie man auf diese Fehler reagiert “, erklärte Ekiz später. Und die Reaktion war rundum positiv, obwohl es sogar noch einen Rückschlag zu verkraften galt: Nach einem Foul von Sebastian Bott an Ibrahim Cigdem scheiterte ausgerechnet der allgegenwärtige Christian Pospischil per Elfmeter am 40 Jahre alten Gästekeeper Marco Motzkus (29.).

Nicht aufgegeben

Direkt nach Wiederbeginn verpasste Sasa Dimitrijev bei einem Pfostenschuss nur ganz knapp das 3:1. Und vielleicht sorgte diese wieder zu leicht herausgespielte Chance ein klein wenig dafür, dass sich die Gäste überlegen und auf der sicheren Seite wähnten?

Wie dem auch sei: Rot-Weiss gab nicht auf. Cigdem scheiterte dann zunächst an Motzkus, ehe er – was für einen ausgemachten Torjäger wie ihn durchaus etwas Besonderes war – statt selbst den Nachschuss zu versuchen den Kopf hob und den besser postierten Pospischil bediente, was dieser ihm mit dem Treffer zum 2:2 dankte (51.). In der 69. Minute holte sich Steinbachs Kapitän Steffen Trabert mit einem Foul am eingewechselten Georgios Nasios die Gelb-Rote Karte ab. Den folgenden Freistoß setzte Patrick Gürser mit Schmackes an die Unterkante der Latte, spätestens das war das Signal für die „Roten“, dass hier alles drin war. Und dann lief es wie nie zuvor in dieser Saison: Nasios bediente Cigdem zum 3:2 (77.), Teklab, Cigdem und Pospischil spielten Steinbach schwindlig, bis Bott den Ball ins eigene Tor lenkte (84.), und Mirkan Kara nagelte die Kugel aus 25 Metern zum 5:2 in den Winkel (90.+2). Zwischendurch hatte Pospischil ebenfalls noch die Unterkante der Latte getroffen (90.).

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