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Tennis: Die Favoriten setzen sich durch

Von Die großen Überraschungen bei den Hessischen Meisterschaften in Bad Homburg blieben aus. Benjamin Hassan und Natalie Pröse holten sich wie erwartet die Titel und wurden mit 3000 Euro Siegprämie belohnt.
. . . und Benjamin Hassan vom TC Palmengarten. Bilder > Foto: Hikmet Temizer . . . und Benjamin Hassan vom TC Palmengarten.
Bad Homburg. 

Bei den Herren war bei der 73. Auflage der Hessischen Tennis-Meisterschaft klar: Der Sieger kann nur Benjamin Hassan heißen. Der vom TC Neuwied zum TC Palmengarten nach Frankfurt gewechselte 23-Jährige stand leistungsmäßig deutlich über der Konkurrenz. In diesem Jahr schlug Hassan, der neben der deutschen auch die libanesische Staatsbürgerschaft besitzt, auch schon Ernests Gulbis, French Open-Halbfinalist von 2014. Der 406. der Weltrangliste und 28. der Deutschen Rangliste war der prominenteste Teilnehmer der Landesmeisterschaft, der ansonsten die nationale und vor allem internationale Klasse aus den hessischen Vereinen fehlte.

Peter Becker, für das Ressort Sport verantwortlicher Vizepräsident des Hessischen Tennis-Verbandes, haderte entsprechend mit dem schwachen Interesse der hessischen Spitzenkräfte. „Warum einige hessische Spieler eine Qualifikation eines kleinen ITF-Turnieres den Landesmeisterschaften vorziehen, ist mir ein Rätsel“, ärgerte er sich. „Wir haben jetzt vor einigen Jahren das Preisgeld deutlich erhöht, eine Wirkung auf das Teilnehmerfeld hat es jedoch nicht gegeben. Deshalb werden wir uns für die zukünftigen Meisterschaften weitere Gedanken machen müssen, ob es Sinn macht, 10 000 Euro auszugeben.

In den entscheidenden Phasen immer noch eine Schippe ...

An ihr führt kein Weg vorbei. Für die Offenbacherin Natalie Pröse, die in der Regionalliga für den SC 80 Frankfurt spielt, war es der siebte Titel in vier Jahren (Freiluft wie Halle).

clearing

Einer, dem die ausgelobten 3000 Euro Anreiz genug war, war eben Hassan. Der libanesische Davis-Cup-Spieler, seit einem Jahr als Profi auf der ATP-Tour unterwegs, hatte zwar einige enge Sätze, richtig gefährdet war er aber nie. Der sehr solide spielende Konterspieler und Club-Kollege Jannis Köke zwang ihn immerhin einmal in den Tiebreak. Im Halbfinale leistete ihm Joel Link (Wiesbadener THC) überraschend harten Widerstand.

Das Finale war hingegen eine klare Angelegenheit. Zwar hatte sich der an Position zwei gesetzte Lokalmatador Kai Wehnelt (TC Bad Homburg) nach der knappen Niederlage beim Vergleich vor fünf Monaten in der Koblenzer Halle (6:7, 4:6) gegen den in Merzig lebenden Palmengarten-Spieler eine Chance ausgerechnet, doch bald musste er erkennen, dass an diesem Tag für ihn nichts drin sein würde.

Dies hatte zwei Gründe: Zum einen ließ Wehnelt in den Spielen zuvor sehr viel Kraft. Das Viertelfinale gegen den vom SC SAFO Frankfurt zum Regionalligisten TEVC Kronberg gewechselten Patrik Zahraj (6:3, 6:3) war ein Duell zweier gleich veranlagter Spieler, in dem am Ende die körperlichen Vorteile des Bad Homburgers entschieden. Im Halbfinale gegen den sich in Topform präsentierten Niklas Schell vom TC Bad Vilbel ging es sehr emotionell zu. Am Ende siegte Wehnelt nach zweieinhalb Stunden 5:7, 6:3, 7:6.

Der zweite Grund für Hassans Überlegenheit im Endspiel lag in der Spielweise des Favoriten, der sehr eng an der Linie stand, die Bälle daher früh nahm und seinen Widersacher beim 6:2 und 6:2 damit überforderte. Da hat sich der TC Palmengarten für die Hessenliga eine echte Verstärkung geangelt.

Aus im Achtelfinale

Der renommierte Frankfurter Verein hatte im Herren-Hauptfeld die meisten Akteure. Während sich Jannis Köke im Achtelfinale dem späteren Turniersieger beugen musste, scheiterten in der gleichen Runde die Nachwuchs-Talente. U18-Hessenmeister Calvin Müller an Joel Link 6:2, 4:6, 0:6, der 18-jährige Oliver Tobisch verlor gegen Leon Hoeveler vom TC Diedenbergen 4:6, 0:6. Der erst 17-jährige Tim Fischer bekam es mit dem routinierten Club-Kollegen Constantin Christ und konnte gegen dessen Defensivkünste nichts ausrichten. Im Viertelfinale war für Christ dann allerdings Link eine Nummer zu groß.

Für die beiden Spieler des Hessenligisten TK Langen war im Achtelfinale Endstation. Team-Kapitän Andreas Ainalides war gegen Wehnelt überfordert, und auch Neuzugang Caspar Schütze hatte gegen die junge Nummer eins des Hessenliga-Rivalen TEC Darmstadt Jan Simon Vrbsky keine Siegchance.

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