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Trampolinturner: Die Flyers machen den dritten Titel in Serie perfekt

Von Der deutsche Meister kommt auch 2018 aus Frankfurt.
WM-Norm geknackt: Frankfurts Matthias Schuldt. Foto: Marcel Lorenz WM-Norm geknackt: Frankfurts Matthias Schuldt.
Frankfurt. 

Was viele im Lager der Flyers gehofft hatten, hat sich bewahrheitet: Die Frankfurter Trampolinturner sind in Deutschland, zumindest so lange die beiden Giganten MTV Bad Kreuznach und TGJ Salzgitter in der Bundesliga nicht mitturnen, allen Konkurrenten überlegen.

Nach den Triumphen 2016 in Bielefeld und im vergangenen Jahr in Frankfurt gewannen die Frankfurt Flyers nun in Weingarten zum dritten Mal in Folge die Deutsche Vereinsmeisterschaft. In einem spannenden Play-Off-Finaldurchgang wurde die Meisterschaft erst mit der letzten Übung entschieden. Die Frankfurter siegten mit 218,595 Punkten vor dem SC Cottbus (213,085) und dem TV Weingarten (210,295). Insgesamt war es der siebte Titel in den 14 Jahren, seitdem die Flyers gegründet wurden und in der Bundesliga turnen.

Für die Endrunde im Ravensburger Land hatten sich die vier besten Bundesligisten qualifiziert. Da die Bielefelder Mannschaft SV Brackwede nur zu viert, ohne zwei Leistungsträger und ohne die Möglichkeit einer Streichwertung angereist war, stand vorab fest, welche drei Teams nach der Pflicht und einer Kür in den Finaldurchgang gehen würden. So kam es auch. Die Flyers gewannen mit 177,350 Punkten den Pflichtdurchgang sicher vor Cottbus und Weingarten.

Die erste Kür ging total in die Hose. Darion Wren und Matthias Schuldt brachen ihre Übung ab, in die Wertung musste die Punktzahl der Youngster einfließen, was bedeutete, dass Frankfurt mit für die Mannschaft mageren 198,650 Zählern nur Dritter war. Der starke Neuling Cottbus meldete mit 214,395 – nur 0,1 Punkte unter dem historischen Endrunden-Bestwert – seine Ambitionen in Sachen Meisterschaft an.

Die Endrunde begann für alle drei Teilnehmer bei Null. Cottbus kam einen Punkt bis an die Wertung aus der ersten Kür heran. Es war also klar, dass sich die Flyers keine Ausrutscher leisten durften. Der kam dennoch: Wren, der schon während der gesamten Bundesliga-Runde recht unsicher wirkte, brach erneut seine Kür nach nur fünf Sprüngen ab. Die nur aus Junioren – vier waren bei der EM für Deutschland am Start – bestehende Cottbuser Mannschaft zog davon. Für die Flyers turnte Cüneyt Emir gute 56,140 Punkte, in der Wertung waren aber auch die 47,700 von Saskia Lauhöfer und die 46,096 von Nelia Steib. Dann war Matthias Schuldt an der Reihe. Der vom Deutschen Turner-Bund als konstantester Sportler der Bundesliga Saison 2018 ausgezeichnete 18-Jährige zeigte eine risikoreiche und perfekt geturnte Kür. Mit 58,330 Punkten erhielt er nicht nur die Bestwertung der Endrunde, sondern übertraf auch die vom Bundestrainer geforderte Norm (58,000) für die WM im November.

Als letzter Frankfurter turnte Niklas Oellig. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt noch weit hinter den Süd-Brandenburgern. Der 20-Jährige ging volles Risiko. Das musste er auch, denn hinter ihm kam noch der starke Cottbuser Junioren-Nationalturner Caio Lauxtermann. Oellig kam fehlerfrei durch und legte 56,425 Punkte vor.

Der Jubel war groß, denn nach dem dadurch erfolgten Anstieg der Punktzahl um zehn Zähler auf nunmehr 218,595 hätte Lauxtermann schon über 60 Punkte bringen müssen, um den Frankfurtern die Meisterschaft zu entreißen. Das vor einem Dreivierteljahr aus den USA gekommene Talent erturnte 55,710 Zähler und damit stand der Triumph der Flyers fest.

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