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Fußball: Die Frauen der TSG 51 „überwintern“ als Tabellenführer

Bei der TSG 51 spielen die Fußballfrauen um den Aufstieg, während die Männer den Abstieg vermeiden wollen.
Weihnachtsmeister: Trainer Benedikt Burger (rechts mit roter Fliege) und die Damen der TSG 51. Weihnachtsmeister: Trainer Benedikt Burger (rechts mit roter Fliege) und die Damen der TSG 51.
Frankfurt. 

Benedikt Burger kämpft an beiden Fronten: Als Spieler mit seinem Männer-Team in der Kreisoberliga Frankfurt will er unbedingt den Abstieg vermeiden, was mit den bisher erreichten 15 Punkten schwer genug werden wird. Burger, der bei zwölf Einsätzen ebenso viele Tore erzielte, setzt auf den zweiten Saisonabschnitt: „Da konnten wir uns in der Vergangenheit immer steigern.“ Dabei soll auch Reinhard Knobloch helfen, der ins Trainerteam zurückkehrte.

Neben seinem Amt als Zeugwart des Vereins trainiert Burger auch noch das Damenteam der Eschersheimer, das als Spitzenreiter der Gruppenliga Frankfurt überraschend an die Tür zur Verbandsliga anklopft. „Wir wollten eigentlich nur besser abschneiden als in der vergangenen Runde, als die Mannschaft lange Zeit in Abstiegsgefahr schwebte“, erzählt Burger. Anscheinend stimmt die Chemie zwischen der Mannschaft und dem 29-Jährigen, der im Sommer Manuel Bremm abgelöst hatte. Der Ex-Trainer verließ den Verein kurzfristig und heuerte beim Hessenligisten TSG Neu-Isenburg an.

Dass die Damenelf als Tabellenführer in die Winterpause ging, hat auch ihn überrascht. Er betont: „Der Aufstieg ist für uns aber kein Thema. Wir haben keinen Druck und wollen den auch nicht aufbauen. Wir denken nur von Spiel zu Spiel, dabei ist die Harmonie unser Plus.“ Schon am 15. Januar wird der zweite Saisonabschnitt mit dem ersten offiziellen Training eingeleitet. Burger fügt hinzu: „Eine Woche vorher steht aber schon ein freiwilliges Lauftraining an, wer will, kann dann schon beginnen, etwas für die Fitness zu tun“. Ernst wird es am 24. Februar, dann steht das Nachholspiel beim Verfolger SV Zellhausen auf dem Programm. Abgänge gibt es bisher keine, möglicherweise aber noch den einen oder anderen Neuzugang.

Während die TSG 51 eine Zweite Damenmannschaft in der Kreisliga A im Spielbetrieb hat, reicht es momentan noch nicht wieder für eine eigene U16. Stattdessen kicken fünf Nachwuchsfußballerinnen der TSG als Gästespielerinnen beim FV Eschersheim mit. Auch der Vereinsvorsitzende Dietmar Dorrmann hofft darauf, bald wieder vereinseigenen Nachwuchs zum Spielbetrieb anmelden zu können, zumal dies bei einem Aufstieg in die Verbandsliga relevant wird. Zumindest eine Mädchenmannschaft muss dann gemeldet werden, ansonsten droht ein Punkteabzug.

Noch wichtiger ist für Dorrmann und den gesamten Verein aber die Platzfrage, denn immer noch müssen alle TSG-Teams häufig wetterbedingt vom Rasen- auf den Hartplatz ausweichen: „Wir hatten in der Vergangenheit schon prominente Fürsprecher für einen Kunstrasen. Unter anderem auch die damalige Bürgermeisterin Petra Roth, die sich 2006 uns gegenüber auf einer Veranstaltung dahingehend äußerte, dass Frauenfußball nicht auf einem Hartplatz stattfinden sollte. Geändert hat sich anschließend aber leider nichts.“

Vor gut einem Jahr wurde dem Verein laut Dorrmann versichert, dass die Umwandlung des Hartplatzes in ein Kunstrasenfeld definitiv für 2019 in Planung sei. „Bei einer aktuellen Nachfrage zu diesem Thema erhielt ich von der Stadtverwaltung hierzu aber keine Bestätigung“, bemerkt der langjährige Vereinschef ernüchtert: „Dabei habe ich bei der letzten Vorstandswahl den Posten vor allem deshalb noch einmal übernommen, um den Verein zu diesem Thema weiter zu begleiten und es zu Ende zu bringen.“

Verdient hätte es der Verein allemal, gehört er doch den Frauenfußballpionieren. Seit 1970 wird auf der Sportanlage an den Niedwiesen ununterbrochen Frauenfußball gespielt. Ende der Neunziger sogar in der Hessenliga, damals der zweithöchsten Spielklasse.

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