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Frauenfußball: Die Hessenliga soll es sein

Mit Tabellenrang sechs in der Frauenfußball-Verbandsliga Süd ist man bei Kickers Offenbach zwar momentan zufrieden, strebt aber doch nach Höherem.
Die Kickerinnen der Kickers: Trainer Timo Kienle (Mitte) und sein Team. Die Kickerinnen der Kickers: Trainer Timo Kienle (Mitte) und sein Team.
Offenbach. 

„Nach zuletzt drei Siegen in Folge hätten wir gerne weitergemacht“, erzählt der Cheftrainer Timo Kienle, „die Mannschaft hat sich vor der Winterpause gefunden“. Der Coach erhielt nach bestandenem Lehrgang am 9. Dezember die DFB-B-Lizenz, mit der er Frauenteams bis einschließlich Regionalliga trainieren darf.

„So schnell wird es mit dem OFC wohl nicht nach oben gehen“, meint Kienle schmunzelnd. Ernsthaft ist hingegen das Ziel „Aufstieg in die Hessenliga“, das Kienle und die Abteilungsleiterin Tamara Richter für die kommende Saison anpeilen. „Dann wollen wir oben mitspielen“. Freuen konnte sich der Coach auch über seinen guten Lehrgangsabschluss, mit dem er die Voraussetzungen erfüllt, die nächste Lizenzstufe angehen zu können.

Bei momentan jeweils acht Punkten Abstand zum ersten möglichen Abstiegsplatz und zu Rang zwei, der zur Aufstiegsrelegation zur Hessenliga berechtigt, schaut Kienle eher nach oben: „Ein paar Tabellenplätze wollen wir uns schon noch verbessern, denn die Mannschaft hat viel Potenzial.“

Eine beabsichtigte Operation nach dem Meniskus- und Kreuzbandriss auf einem Trainerlehrgang im Juni hat Kienle erstmal aufgeschoben: „Ich habe keinen Schmerzen und kann das Knie glücklicherweise auch voll belasten. Den Eingriff werde ich zu einem geeigneten Zeitpunkt nachholen.“

Ehe es am 3. März bei Rot-Weiss Hadamar wieder um Punkte geht, stehen für die OFC-Frauen vier Hallenturniere an. Neben den Veranstaltungen in Großauheim, Dielheim und Eisenach steht auch noch ein Turnier beim ETSV Würzburg an, bei dem unter anderem auch Bayern München, der 1.FFC Frankfurt, Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim antreten. „Das wird ein echtes Erlebnis für uns werden“, freut sich Kienle, dem im Trainerteam noch Uwe Hanf, Lisa Colella sowie Harald Klein als Torwarttrainer zur Seite stehen. Kienle lobt: „Wir sind ein tolles Team, dass sehr gut zusammenarbeitet.“

Für den zweiten Saisonabschnitt stehen dem Trainerteam mit Antonia Schediwy (zuletzt Opel Rüsselsheim), Dayana Kurz (Rot-Weiß Großauheim) und Jessica Krüger (JSK Rodgau) drei Neuzugänge zur Verfügung. „Auch für die kommende Saison habe ich schon die Netze ausgeworfen“, verrät der Coach. Zudem wurde Jennifer Röder aus der eigenen Zweiten Mannschaft übernommen, die bei zwei Nachholspielen noch gut im Rennen um den Aufstieg von der Kreisliga A in die Kreisoberliga liegt.

Auch die U10 und U12 des OFC schlagen sich gut und haben Zulauf. „Wir hoffen, dass wir in einigen Jahren die Lücke zur U16 schließen können“, sagt Kienle, der aber auch Grund zum Ärger hat, denn seit Oktober trainieren die American Footballer der Rhein-Main Rockets auf dem Kunstrasenplatz des Leistungszentrums des OFC am Wiener Ring, der Heimstätte der OFC-Frauenabteilung.

Kienle hadert: „Die Stadt Offenbach hat den Rockets die Genehmigung zur Nutzung der Sportanlage erteilt, was nun zur Folge hat, dass unsere Zweite Mannschaft auf dem Hartplatz trainieren muss. Dadurch wird das gemeinsame Training erheblich beeinträchtigt. Und wie kann ich Spielerinnen halten, wenn sie auf Hartplatz trainieren müssen? So wird uns das Leben schwergemacht“, findet Kienle. Es stimmt ihn zudem traurig, dass die Spielerinnen sich die Trikots selbst besorgen müssen: „Vom Hauptsponsor EVO kommt leider nichts in der Frauenabteilung an.“

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