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Tennis-Hessenliga: Die Klasse gehalten trotz der vielen Ausfälle

Die Eintracht-Damen verkraften auch noch zwei weitere Ausfälle, der Klassenerhalt in der Tennis-Hessenliga ist dennoch gesichert.
Auch unter ihrem neuen Namen erfolgreich: Sanda Labonté (ehemals Doublier) gewann am Wochenende ihre beiden Einzel für die Eintracht. Foto: Christian Klein Auch unter ihrem neuen Namen erfolgreich: Sanda Labonté (ehemals Doublier) gewann am Wochenende ihre beiden Einzel für die Eintracht.
Frankfurt.  So viele Ausfälle übersteigen schon das Normalmaß. Nachdem Eintracht Frankfurt in der Saison nun schon ohne die als Nummer eins vorgesehene Hanna Landener (Karriereende), die für die Position zwei eingeplante 16-jährige Julia Hacke (Verletzung) sowie Nikolina Pjanic (zog es vor Turniere zu spielen) auskommen muss, standen am Wochenende in der Tennis-Hessenliga auch Eva Theron und Pavla Cermakova nicht zur Verfügung: Sie erwarten jede ein Baby – schon in der vergangenen runde fehlten beide aus diesem freudigen Anlass. Bei der 3:6-Niederlage in Bad Homburg am Samstag waren sie nur als Fans dabei.

„Man muss es auch positiv sehen. So konnten wir die erst 15-jährige U16-Hessenmeisterin Jennifer Weigl erstmals in der Hessenliga einsetzen. Wir freuen uns über jede Spielerin aus eigenen Reihen, die eine Chance in der Ersten Mannschaft erhält“, erklärte Trainer Eike Matthies. Dazu bekam auch der letztjährige Neuzugang Julia Graf einen Einsatz. Matthies ist froh, dass seine Spielerinnen schon früh die für den Klassenerhalt benötigten Punkte eingefahren konnten. Der einzige Absteiger wird am letzten Spieltag im direkten Duell zwischen dem Wiesbadener THC und dem Marburger ermittelt.

Erstaunlich, dass der Außenseiter aus der Main-Metropole trotz der Schwächung nicht chancenlos war. Sandra Labonté (ehemals Doublier) spielte nach ihrer Heirat mit Eintracht-Fitnesscoach Dominik Labonté, der als Konditionstrainer die bis vor kurzem die Weltrangliste anführende Angelique Kerber betreut, erstmals unter ihrem neuen Namen. Sie setzte Jennifer Rink mit ihrer aggressiven Vorhand ständig unter Druck und konnte die Aktionen auch vorne erfolgreich abschließen. Den zweiten Punkt holte Alina Nagel, die gegen Michelle van Lier fast fehlerfrei spielte und bei den langen Ballwechseln mit mehr Tempo agierte. Das 3:3 auf dem Schläger hatte Julia Graf, die gegen Lara Scholtze 4:6, 6:1, 3:1 führte, dann aber bei ihrem ersten Hessenliga-Einsatz Angst vor der eigenen Courage bekam und zu viele „unforced Errors“ machte. Ein beherztes Match lieferte Jennifer Weigl, die gut mitspielte, in der noch ungeschlagenen Alexandra Bezmenov aber eine zu starke Widersacherin vorfand. Etwas mehr war vielleicht im Duell der „Fünfer“ möglich, in dem Katharina Stratmann gegen die routinierte Martina Gledacheva aber unter ihren Möglichkeiten blieb. Gegen die Bulgarin zu gewinnen ist aber auch nicht einfach. Sie spielt einen sehr guten ersten Ball, variiert ständig hohe und lange Bälle, Slice oder knallharte Powerschläge.

Schon vor den Doppeln war klar, dass die Gastgeberinnen siegen würden, denn drei starke Paare konnte die durch die Ausfälle geschwächte Eintracht nicht stellen – so kam es dann auch.

Erfreulich war die Ansage vor den Doppeln. Der Bad Homburger Sportchef Ralph Weißenberger stellte alle Akteurinnen wie schon vor den Einzeln dem Publikum vor, erklärte wer auf welchem Platz spielt. Ein Trend, der nach vielen Jahren Gleichgültigkeit auch bei einigen anderen Vereinen Einzug gehalten hat. So werden in Bad Vilbel ebenso wie bei der Eintracht auf den Plätzen endlich Namensschilder aufgehängt, so dass die Zuschauer wissen, mit welcher Spielerin sie es zu tun haben.

Endlich ein Heimsieg

Einen Tag später bezwangen die Adlerträgerinnen in ihrem letzten Saisonspiel den THC Hanau 6:3. „Dieses Match wollten wir unbedingt gewinnen. Schließlich ist uns bis dahin weder mit den Herren noch mit den Damen ein Heimsieg gelungen“, erklärte Eintracht-Abteilungsleiter Michael Otto. „Wir haben in der Hessenliga die meisten Zuschauer. Für diese Treue waren wir den Sieg einfach schuldig.“

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