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Nachwuchssportler des Jahres: Die Mehrkämpferin und der Riese

Eine Leichtathletin und ein Volleyballer sind die Nachwuchssportler des Jahres.
Eine strahlende Erscheinung: Elena Kelety Bilder > Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Eine strahlende Erscheinung: Elena Kelety

Die beste deutsche Nachwuchs-Siebenkämpferin startet zwar für den Königsteiner LV, lebt aber in Frankfurt-Sindlingen und trainiert entweder in Niederrad an der Hahnstraße oder im Winter in der Kalbacher Halle.

Als ein großes Talent galt Elena Kelety schon lange. Doch immer wieder wurde sie durch Verletzungen zurückgeworfen. An Mehrkampf war nicht zu denken. Nachdem sie die Saison mit starken Auftritten über 400 Meter (54,44 Sekunden) und 100 Meter Hürden (14,37 Sekunden) stark angegangen war, holte sie bei der U20-EM in Italien mit der 4 x 400-Meter-Staffel Silber.

Sie fühlte sich fit und wagte sich wieder an den Mehrkampf. Der Verband gab ihr kurzfristig noch einen Startplatz bei der Deutschen U20-Mehrkampfmeisterschaft in Kienbaum. „Die Entscheidung fiel erst eine Woche vor den Titelkämpfen. Mit einem Erfolg habe ich nicht gerechnet, ich wollte nur einen guten Wettkampf zeigen“, sagt sie. Das gelang ihr besser als erwartet. Kelety stellte persönliche Bestleistungen im Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwurf, den sie wegen ihrer Ellenbogen-Operation ein Jahr lang nicht betreiben durfte, sowie über 800 Meter auf. Mit 5331 Punkten lag sie bei ihrem Titelgewinn am Ende 64 Zähler vor der favorisierten Janika Baarck vom SC Neubrandenburg.

„Nächstes Jahr mache ich mein Abi, danach ist mein Hauptziel die U20-WM in Finnland. In welcher Disziplin ich starten werde, kann ich noch nicht sagen. Aber mein Fernziel ist es, einmal als Siebenkämpferin bei den Olympischen Spielen dabei zu sein.“

Durchgestartet

Er ist der Senkrechtstarter des Jahres. Die Entwicklung, die die Karriere von Tobias Krick 2017 genommen hat, war selbst für den 19-jährigen Volleyballer, der an der Ehrung wegen eines Einsatzes in der Bundesliga nicht teilnehmen konnte, kaum vorstellbar. Von der Statur her ist er mit seinen 2,11 Metern schon lange ein Riese, nun ist er es auch als Spieler. Angefangen hat alles mit der WM-Qualifikation der U21. Die erste Hürde in Frankfurt nahm das deutsche Team um seinen Kapitän Krick souverän, im Mai war dann aber Endstation. Nicht so für Krick. Er wurde zur ersten WM-Qualifikation der Männer eingeladen. „Da saß ich nur auf der Bank.“ Aber seine Zeit sollte kommen. Im Juni bekam er bei der World League in Frankfurt seine Chance – und nutzte sie. So war der Mittelblocker dann auch bei der Endrunde in Mexiko dabei. Im Halbfinale gegen Spanien kam das Aus. Das gleiche Schicksal ereilte ihn mit den United Volleys Rhein-Main in der Bundesliga und im CEV-Europacup. „Das waren große Erfolge, auf die ich stolz bin – aber auch traurig, denn es war mehr drin.“ Der größte Triumph sollte jedoch noch folgen. Bei der EM in Polen durfte Krick sein Können in jedem Spiel zeigen. Und wurde mit einer Silbermedaille dekoriert. „Im Verein bin ich aber immer noch der Jüngste. Ich versuche aber mehr Verantwortung zu übernehmen.“ Über seine Auszeichnung freut sich Krick riesig: „Dass man gegen so viele starke Sportler ausgewählt wird, macht mich schon stolz.“

(löf )

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