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Fußball-Hessenliga: Die Vorgaben gut umgesetzt

Von Der Matchplan von Trainer Hicham Tahrioui ist aufgegangen – wenn auch auf Umwegen: „Die „Roten“ schöpften mit dem Erfolg über den konfus auftretenden FSC Lohfelden zumindest eine kleine Portion Hoffnung.
Rot-Weiss-Stürmer Henok Teklab lässt sich nach seinem Treffer zum 3:2 von Patrick Gürser (Mitte) und Georgios Nasios (links) feiern. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Rot-Weiss-Stürmer Henok Teklab lässt sich nach seinem Treffer zum 3:2 von Patrick Gürser (Mitte) und Georgios Nasios (links) feiern.
Frankfurt. 

Rot-Weiss Frankfurt meldete sich mit dem 4:2 (2:0) über den FSC Lohfelden im Abstiegskampf der Fußball-Hessenliga wieder unter den Lebenden zurück. Dabei stand zwischenzeitlich vielleicht sogar schon die komplette „Mission Klassenerhalt“ von Trainer Hicham Tahrioui vor dem Scheitern – die Frankfurter hatten eine 2:0-Führung wieder verspielt und die Nordhessen waren drauf und dran, sogar in Führung zu gehen. Und davon hätte sich Tahriouis Team wohl nur schwerlich wieder erholt.

Doch es kam anders. Denn zunächst verhinderte Ahmed Diack gegen Daniel Beyer das 2:3 (71.), dann klammerte sich Luca Scholten gerade noch rechtzeitig am Trikot von Tolga Ulusoy fest, der sonst aus seinem Rücken kommend ziemlich freie Bahn in Richtung Tor gehabt hätte (72.). Die Gelbe Karte nahm der Linksverteidiger der „Roten“ gerne in Kauf, zumal der folgende Freistoß von Ulusoy am Außennetz landete.

Zwei Minuten später „klingelte“ es auf der anderen Seite. Henok Taklab schnappte sich den Ball im Strafraum und narrte mit Rashid Haidari, Maurice Fiolka und Mounir Boukhouta gleich drei Lohfeldener dermaßen, dass sie allesamt schon auf dem Hosenboden saßen als Teklab endlich abschloss und die Kugel zum 3:2 im kurzen Eck versenkte.

Schon in der ersten Halbzeit war Lohfelden von einer Verlegenheit in die nächste geirrt. Ibrahim Cigdem tauchte bereits nach wenigen Sekunden frei vor dem Tor auf, scheiterte jedoch an Keeper Tobias Orth. Dann verstolperte Jan Häuser im Aufbauspiel die Kugel und Mirkan Kara nahm die Einladung an: Es hieß 1:0 (9.). Und so ging es weiter. Lohfelden wollte von hinten heraus das Spiel eröffnen, verlor aber den Ball und setzte nicht entschlossen nach, nachdem Frankfurts Teklab im Strafraum hängengeblieben war. Emrah Tahirovic hatte dafür die nötige Entschlossenheit, nahm den Abpraller direkt aus 16 Metern und der Ball sprang vom Innenpfosten zum 2:0 ins Tor (13.). Dann rettete Orth vor Cigdem (25.) und Kara schlenzte den Ball an den Pfosten (26.). Die Gäste waren mit dem Pausenstand gut bedient.

Vier Minuten nach Wiederbeginn hätte Rot-Weiss den Deckel auf die bis dahin total einseitige Partie machen können, aber Cigdem scheiterte mit einem von Haidari an Diack verursachten Foulelfmeter an Orth. Das war der Moment, in dem die inzwischen mit Dreierkette agierenden Lohfeldener doch noch begannen, an sich zu glauben. Plötzlich ging es entschlossener nach vorne und Serdar Bayrak konnte von Moussa Ouattara nur regelwidrig gestoppt werden – es gab Elfmeter für die Gäste. Bayrak scheiterte zwar an Daniel Duscher, aber Roy Keßebohm versenkte den Nachschuss wild entschlossen zum 1:2 (56.). Und damit nicht genug: Zehn Minuten später traf Ulusoy nach einer Ecke per Fallrückzieher genau in den Winkel.

„Wir hatten das Spiel eigentlich in der ersten Halbzeit schon verloren. Dann sind wir gut zurückgekommen, nur um die selben dämlichen Fehler noch einmal zu machen“, lautete der knappe Kommentar von Lohfeldens Trainer Otmar Velte, zu dem, was noch folgte.

Denn nach dem 3:2 war die Sache durch. Lohfelden versuchte mit langen Bällen noch etwas zu retten, doch die wurden immer wieder abgefangen und so gab es reichlich Konterchancen in Überzahl für die „Roten“. Eine nutzte Teklab zum 4:2 (90.+2).

„Die Jungs haben die Vorgaben gut umgesetzt und nach den Balleroberungen gut gehandelt. Es war ein guter Schritt für die Mannschaft, dass sie den Ausgleich weggesteckt und noch einmal reagiert hat“, lobte Tahrioui später. Zur Tabellensituation, da blieb er sich treu, verlor er kaum ein Wort: „Ich will mir hinter nicht vorwerfen müssen, mich nicht auf’s Wesentliche konzentriert zu haben.“

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