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Die gute Seele

Von Ralf Ehresmann Der Italiener Carmelo Crescente ist das wohl vielseitigste Mitglied des Frankfurter Fußball-Gruppenligisten Türkgücü - und in der Jugendabteilung unentbehrlich. Engagiert nicht nur an der Seitenlinie: Carmelo Crescente.	Foto: Ehresmann Engagiert nicht nur an der Seitenlinie: Carmelo Crescente. Foto: Ehresmann

Frankfurt. 

„Carmelo ist seit zehn Jahren die Seele unserer Juniorenabteilung“, lobt Vorstandsmitglied Mustafa Colak den 31-Jährigen, der 2003 als Spieler von Viktoria Preußen zu Türkgücü in die damalige Bezirks-Oberliga wechselte.

Als Crescente aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit bei der Landespolizei nicht mehr regelmäßig trainieren konnte, wurde er Spielertrainer der Zweiten Mannschaft und übernahm zudem noch das Training der Jugend. Türkgücü hatte in der Folge wie viele andere Vereine Schwierigkeiten, ausreichend Trainer für die Jugendteams zu halten beziehungsweise zu engagieren. So kickte Crescente in der Saison 2010/11 als Spielertrainer der Reserve, wurde Meister mit der D-Jugend und übernahm außerdem noch in der Rückrunde das Training der A-Junioren, mit denen er doch noch die Gruppenliga halten konnte. Anschließend ging es dann aber abwärts mit der Jugendabteilung, von der in der abgeschlossenen Saison nach dem Rückzug der B-Jugend nur noch die C-Jugend am Spielbetrieb teilnahm.

„Für einen längeren Zeitraum wurde zugunsten der Ersten Mannschaft die Jugendarbeit sträflich vernachlässigt“, erklärt Crescente den Niedergang der einstmals starken Nachwuchsabteilung. Aus den C-Junioren haben der Coach und Co-Trainer Oliver Schaubeck sowie das rührige Vorstandsmitglied Mert Kartal für die anstehende neue Spielzeit nun eine C-Jugend- und eine B-Jugend-Mannschaft formiert (zwei Nachwuchsteams sind für einen Gruppenligisten ja bekanntlich vorgeschrieben, sonst droht der Abzug von sechs Punkten). „Wir hatten einige Spieler des Jahrganges 1997 bei anderen Vereinen geparkt“, erklärt Crescente, der sicher ist, dass ab 2014 auch wieder Bambinis und eine F-Jugend an den Start gehen werden: „Einige Kinder von unseren Senioren- und Soma-Spielern sind dann im passenden Alter.“

Große Hoffnung setzen alle Vereinsmitglieder auf den Ausbau der Sportanlage an der Sondershausenstraße im Gallus, die der türkische Club mit dem Ligakonkurrenten SG Westend teilt. Der Verein will ein Vereinsheim und eine Multifunktionshalle bauen. Die Stadt hat das Projekt genehmigt, nun muss die Finanzierung gestemmt werden. „Wir sind im Gespräch mit unseren Sponsoren, damit es so bald wie möglich losgehen kann“, blickt Crescente diesbezüglich zwar optimistisch in die Zukunft, meint aber auch: „Leider müssen wir bei schlechtem Wetter immer noch auf dem kaputten Hartplatz trainieren und spielen. Aber wir haben die Hoffnung auf einen Kunstrasenplatz noch nicht aufgegeben.“

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