Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Fußball-Hessenliga: Dreieich peilt den fünften Sieg in Folge nach der Winterpause an

Auch wenn sich Tabellenführer Hessen Dreieich einfach keine Blöße gibt, ist nach wie vor Hochspannung angesagt in der Spitzengruppe der Fußball-Hessenliga. Immerhin berechtigt Platz zwei ja zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest.
Im Derby musste sich Dreieichs Kapitän Niko Opper der Attacke des Neu-Isenburgers Julian Cichutek erwehren. Heute beziehungsweise morgen haben beide nun mit ihrem Teams Heimaufgaben zu lösen. Foto: Hartenfelser (Hartenfelser) Im Derby musste sich Dreieichs Kapitän Niko Opper der Attacke des Neu-Isenburgers Julian Cichutek erwehren. Heute beziehungsweise morgen haben beide nun mit ihrem Teams Heimaufgaben zu lösen.
Frankfurt. 

Neben Bayern Alzenau, dem TSV Lehnerz und dem SC Waldgirmes gehört auch Teutonia Watzenborn-Steinberg zu den Anwärtern auf Rang zwei. Am heutigen Samstag empfangen die Mittelhessen Rot-Weiss Frankfurt und beide Seiten begeben sich bei dieser Gelegenheit auch ein Stück weit auf die Reise in die eigenen Vergangenheit.

Für den SC Hessen Dreieich läuft derzeit wunschgemäß. Die Mannschaft von Trainer Rudi Bommer eilt von Sieg zu Sieg (bisher vier in Folge nach der Winterpause) – und die Konkurrenz lässt immer wieder Federn. Gegen Buchonia Flieden strebt der Klassenprimus heute Nachmittag im heimischen Stadion in Sprendlingen (15 Uhr) den nächsten Dreier an. „Sich jetzt auf der Zielgeraden auszuruhen wäre fatal“, fordert Dreieichs Trainer Rudi Bommer von seinen Mannen weiterhin höchste Konzentration. „Auch wenn wir 4:0 gewonnen haben: Der Sieg in Fulda war hart erarbeitet. Und Flieden hat mit Fabian Schaub einen sehr guten Angreifer, dazu kommt Andreas Drews. Die beiden können ein Spiel entscheiden. Aber wir sind stark genug, die Jungs haben sich viel Selbstvertrauen erarbeitet“, erklärt Bommer weiter.

Beim Sieg in Fulda am Ostermontag haben sich allerdings zwei Spieler Blessuren zugezogen: Nikola Mladenovic brach sich den kleinen Zeh, Daniel Henrich hat nach einem Foulspiel eine offene Wunde über dem Knöchel. Bei beiden zentralen Mittelfeldspielern ist der Einsatz gefährdet, ebenso wie bei Zubayr Amiri (Oberschenkelprobleme), der bereits in Fulda pausierte. „Für ihn spielte Marc Schnier. Und der hat das richtig gut gemacht“, sieht Bommer auf der rechten Außenbahn nicht unbedingt einen Handlungsbedarf. Ebenso wie zuletzt im zentralen Mittelfeld. Abassin Alikhil saß daher nach seiner Rückkehr von der afghanischen Nationalteam zunächst auf der Bank. Heute dürfte er wieder erste Wahl sein, wenn es Ausfälle im zentralen Mittelfeld gibt.

Verschiedene Plattformen

Im September 2017 verließ Daniyel Cimen nach gut zwei Jahren Rot-Weiss Frankfurt und heuerte beim Ligarivalen Teutonia Watzenborn Steinberg an – mitten in der Saison. Er wusste damals wohl schon, was wenig später auch die Öffentlichkeit erfuhr: Die „Roten“ hatten sich verschuldet und landeten fürs Erste in einem gewissen Chaos. Die meisten Spieler war ohnehin schon weg, es folgten der Präsident und Teile des Vorstands. Nach zwei zweiten Plätzen und dem zweimaligen Scheitern in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga war klar, dass die fetten Jahr erst einmal vorbei sind am Brentanobad. 2016 hatte Rot-Weiss das Titelrennen übrigens ausgerechnet gegen Watzenborn Steinberg verloren. Und musste im heimischen Stadion eine grün-weiße Jubelfeier mitansehen. Ein Jahr später folgte zwar wieder der Abstieg, doch bei den Mittelhessen sind die Strukturen professionell und vor allem gesichert. Das braucht Daniyel Cimen als Trainer mit Profi-Ambitionen. Seinen Frankfurter Co-Trainer Takis Arnautis hat er gleich mitgenommen. Und während beide beim Hinspiel am Brentanobad just in der Woche nach ihrer Vertragsauflösung bei den Frankfurtern noch als heimliche Beobachter auf der Tribüne saßen anstatt auf der Bank, sind sie diesmal gegen ihren Ex-Verein mit vollem Einsatz dabei.

Rot-Weiss kann an die Vergangenheit nicht viele Gedanken verschwenden, auch wenn neben Trainer Hicham Tahrioui, der damals noch die Zweite Mannschaft anleitete, noch einige Spieler mit Daniyel Cimen zusammengearbeitet hatten. „Es ist schon ein besonderes Spiel für manche, aber in der Gegenwart bewegen wir beide uns auf zwei unterschiedlichen Plattformen: Die eine heißt Kampf um den Regionalliga-Aufstieg, die andere Hessenliga-Abstiegskampf“, sagt Tahrioui. Viele Möglichkeiten, auf die niederschmetternde 2:3-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten OSC Vellmar zu reagieren, hat er nicht. „Es sind dieselben Spieler dabei wie letztes Mal auch. Und ich habe ihnen gesagt, dass sie sich so teuer wie möglich verkaufen sollen. Die Wahrheit liegt ja bei allen Unterschieden immer noch auf dem Platz.“

Die Qual der Wahl

Wie stark Watzenborn ist musste am Ostermontag die Spvgg. Neu-Isenburg erleben, die beim 0:4 auf eigenem Platz chancenlos war. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt das Team von Trainer Peter Hoffmann mit dem SC Waldgirmes den Tabellenfünften und es bleibt abzuwarten, ob das ein leichtere Aufgabe wird. „Auf jeden Fall sind wir diesmal frischer und haben personell wieder die Qual der Wahl, das ist schon mal gut“, sagt Hoffmann, der wieder auf Jan Gebhardt, Paul Bickel und Matthias Buschmann zurückgreifen kann.

Noch drei von insgesamt vier Spielen ist dagegen Damien Letellier nach seiner Roten Karte im Spiel am Gründonnerstag gegen Fulda (0:0) gesperrt. Trotzdem sieht Hoffmann sein Team „gut gerüstet für den Endspurt“.

(rst,leo)

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse