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Dreieinhalb Trümpfe im Becken

Sarah Köhler, Jan-Philip Glania, Marco di Carli und Julia Mrozinski wollen auf die „Long List“ für die Olympischen Spiele.
Frankfurt. 

Drei Olympiakandidaten und ein Talent mit Außenseiterchancen – so umschreibt Michael Ulmer die Spitze des Aufgebots der SG Frankfurt für die am Donnerstag beginnenden Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin. Dabei räumt der Sportdirektor nicht mal dem von ihm betreuten Europameisterschaftsdritten Jan-Philip Glania die besten Chancen auf ein Ticket für die Spiele im August in Rio de Janeiro ein, sondern der in Heidelberg wohnenden Sarah Köhler. Die 21-Jährige, die bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Kasan im Sog der Goldmedaillengewinnerin Katie Ledecky über 800 Meter Freistil auf Rang sieben geschwommen war, hat die vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) geforderte Qualifikationszeit von 8:33,33 Minuten im Januar bei einem Meeting in Luxemburg sogar schon einmal unterboten (8:43,84). Anders als auf den kürzeren Strecken müssen die Olympiaanwärter hier auch nur einmal, allerdings gleich zum Auftakt, ins Becken des Europa-Sportparks in der Hauptstadt springen, um es auf die „Long List“ für die Reise nach Brasilien zu schaffen.

Köhler, die auch noch die halb so lange Freistil-Strecke angeht, hatte in der Vorbereitung keine Rückschläge zu verkraften und zuletzt laut Ulmer auch die Würzburgerin Leonie Beck „im Griff“, die im vergangenen Jahr bei den nationalen Titelkämpfen noch die Nase knapp vorn gehabt hatte. „Eigentlich muss sie nur die Nerven behalten“, sagt der Fachmann.

Während die Jurastudentin also den ersten Schritt zu ihrer Olympiapremiere machen könnte, war Marco di Carli schon 2004 in Athen und 2012 in London dabei. Doch der 31 Jahre alte Wahl-Münchner will es noch mal wissen. Dafür wird er sich nach einem Warm-up am Freitag über 50 Meter Rücken vor allem am Samstag über 100 Meter Freistil kräftig ins Zeug legen. Schließlich ist die Chance auf einen Staffelstart am größten, da dafür ein ganzes Quartett mit nach Brasilien darf. Zum Abschluss will di Carli am Sonntag Clubkollege Glania über 100 Meter Rücken Paroli bieten.

Über 200 Schmetterling möchte Junioren-Europameisterin Julia Mrozinski die Spitze aufmischen. An der Magdeburgerin Franziska Hentke, die 2015 bei den German Open Weltbestzeit schwamm, dürfte die in Hamburg lebende und trainierende 16-Jährige zwar nicht vorbeikommen. Doch gepaart mit den Normzeiten in Vor- und Endlauf reicht auch Silber, um erst mal im Rennen Richtung Rio zu verbleiben.

(kaja)
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