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Leichtathletik: Echter Höhenflug

Gordon Porsch setzte mit seinem Auftritt bei den „Süddeutschen“ in Sindelfingen ein Ausrufezeichen. Dem jungen Friedberger Hochspringer gelang eine erhebliche Steigerung – und der Titel sprang auch noch heraus.
Gordon Porsch und seine Arbeitsgeräte. Bei den „Süddeutschen“ hatte er diese gut im Griff. Gordon Porsch und seine Arbeitsgeräte. Bei den „Süddeutschen“ hatte er diese gut im Griff.
Sindelfingen. 

In neue Höhen vorstoßen ist kein leichtes Unterfangen. Gordon Porsch ist dies nun im Sindelfinger Glaspalast gelungen: Der Stabhochspringer von der LG ovag Friedberg-Fauerbach holte sich mit einer wirklich beachtlichen Leistungssteigerung den Titel bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften. Der 22-Jährige meisterte 5,61 Meter und steigerte seine persönliche Bestmarke um 21 Zentimeter und blieb damit auch einen Zentimeter über der Vorgabe des Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für die EM in Berlin.

In der nationalen Bestenliste für die Halle ist er nun auf Platz zwei zu finden, nur der Weltmeister von 2013 Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken ist mit 5,88 Meter in diesem Jahr noch höher geflogen. Der deutsche Hallenrekord wird im übrigen mit sechs Metern von Danny Ecker gehalten, 2001 aufgestellt im Trikot von Bayer Leverkusen. Höher als Porsch sprang für einen hessischen Verein bislang nur ein Stabhochspringer: der ehemalige Topspringer Tim Lobinger, seinerzeit für die LG Eintracht Frankfurt. Lobinger hält den hessischen Freiluftrekord (5,90) und die Hallenbestmarke mit 5,80 Meter.

Nachdem Porsch in Sindelfingen im dritten Versuch seine bisherige Bestleistung von 5,40 Meter eingestellt hatte, steigerte er sich im ersten Versuch auf 5,51 Meter und schließlich dann sogar noch auf die 5,61. Mit deutlichem Abstand wurde Dennis Schober (ASV Landau) mit 5,20 Meter Zweiter. „Endlich einmal verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen“, wird Porsch auf leichtathletik.de zitiert. Nun wolle er erst einmal abschalten, ehe die nächsten Aufgaben anstehen.

Der 22-Jährige war aber nicht der einzige erfolgreiche Athlet der LG Friedberg-Fauerbach. Gut zu Fuß war erneut Steven Müller, der in 21,35 Sekunden über 200 Meter zum Titel sprintete, sein Vereinskollege Lars Hieronymi wurde 21,89 Sekunden Dritter. In der 4 x 200-Meter-Staffel wurden Müller und Hieronymi mit Manuel Christof und Alexander Decher in 1:29,94 Minuten Zweiter hinter der Formation der LG Rhein-Wied (1:28,36). Die Friedberger Frauen-Staffel mit Abike Tabel, Anna Hülsmann, Selina Weber und Lilli Thomalla wurde in 1:43,86 Minuten Dritter vor der LG Eintracht Frankfurt (Kristina Damyanova, Miriam Sinning, Sofie Reitbauer, Maira Gauges/1:43,92). Den Titel holte das Quartett aus Saarbrücken in 1:41,82 Minuten.

Knappe Angelegenheit

Den einzigen Titel für die LG Eintracht Frankfurt im Erwachsenenbereich holte Kristina Damyanova im Dreisprung. Mit 12,69 Meter ließ sie die Karlsruherin Maike Anstett um einen Zentimeter hinter sich. Im Hochsprung verpassten Henning Freudenberger und Philipp Heckmann von der LG Eintracht Frankfurt eine Medaille. Sie waren mit übersprungenen zwei Metern höhengleich mit den Silbermedaillengewinnern Pascal Zimmer (TuS Bornheim) und Sven Liefgen (Saar 05 Saarbrücken/beide im ersten Versuch erfolgreich), meisterten die Höhe aber erst im dritten Versuch. Den Titel holte sich mit Routinier Martin Günther ein ehemaliger Eintrachtler, der jetzt für den VfB Stuttgart startet (2,16).

Zu Bronze lief im Trikot der LG Eintracht Abdelkabir Zaroual Aader über 3000 Meter der Frauen in 8:48,06 Minuten. Anabel Peine wurde Vierte im Hochsprung, mit 1,73 Meter höhengleich mit der drittplatzierten Jördis Kriegel (SV Winnenden). Siegerin Meike Reimer (ABC Ludwigshafen) übersprang 1,76.

(wag)

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