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„Ein Gegner unserer Kragenweite“

Der FV Bad Vilbel empfängt am heutigen Samstag (Niddasportfeld: 15 Uhr) mit der Spvgg. Neu-Isenburg einen guten „alten“ Bekannten. Neun Jahre spielten beide Vereine zwischen 2008 und 2017 gemeinsam in der Verbandsliga Süd.
Brandgefährlich: Neu-Isenburgs stürmischer Neuzugang Carlos McCrary überwand Ginsheims Keeper Lukas Langenstein am Mittwoch gleich drei Mal. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Brandgefährlich: Neu-Isenburgs stürmischer Neuzugang Carlos McCrary überwand Ginsheims Keeper Lukas Langenstein am Mittwoch gleich drei Mal.
Bad Vilbel. 

Nach sechs Niederlagen in Folge kam der FV Bad Vilbel am Mittwoch mit einem 2:1-Erfolg bei Buchonia Flieden nach Hause und kletterte in der Tabelle der Fußball-Hessenliga mit nun zwölf Punkten auf Rang zwölf. Die Spvgg. Neu-Isenburg hat zwar zwei Spiele weniger ausgetragen, aber schon 14 Zähler auf dem Konto. Das eine Jahr mehr Erfahrung in Hessens höchster Spielklasse hat sich bisher also ausgezahlt.

„Es ist schon viel im Moment. Wenn man sieht, dass wir schon 13 Spiele gemacht haben und andere erst zehn, dann kann man sich schon fragen, was das für eine Planung ist“, sagt Trainer Amir Mustafic, der heilfroh ist, dass kommende Woche kein Punktspiel für den FV Bad Vilbel ansteht. Gekickt wird aber doch: Am Donnerstag steigt ein Testspiel gegen die Zweite Mannschaft von Mainz 05.

Was Mustafic an seinem Team besonders gut gefällt ist, dass keiner den Kopf hat hängenlassen, als es länger ergebnistechnisch schlecht lief. „Die Stimmung war die ganze Zeit gut und ich bin stolz darauf, dass ich solche Jungs habe, die kapieren, worum es geht. Man konnte keinem vorwerfen, dass er sich hat gehen lassen“, sagt der Coach. Und deshalb ist er auch optimistisch, dass sein Team „da unten rauskommt“, sprich im Abstiegskampf bestehen wird.

Neu-Isenburg, so Mustafic weiter, kenne man natürlich besonders gut: „Das ist ein Gegner unserer Kragenweite. Für die Spieler ist es vielleicht sogar etwas besonderes, weil sie sich alle ganz gut kennen. Ich erwarte ein enges Spiel, aber wir wollen zu Hause natürlich gewinnen.“

Zumindest in den vergangenen Jahren trafen bei Begegnungen zwischen Bad Vilbel und Neu-Isenburg auch zwei unterschiedliche Fußballphilosophien aufeinander. Bad Vilbeler Ballbesitzfußball maß sich da oft mit Neu-Isenburger Sachlichkeit. Beides hat letztlich mit einem Jahr Verschiebung in die Hessenliga geführt. „Der Gegner hat Qualität und ich erwarte sie fußballerisch besser als Flieden“, warnt Mustafic, der personell derzeit kaum Probleme hat.

Zumindest einen Punkt

Die Spvgg. Neu-Isenburg feierte am Mittwoch mit dem 5:3 gegen den VfB Ginsheim den vierten Saisonsieg und verbessert sich auf Platz acht. Nun soll nachgelegt werden, zumindest ein bisschen. „Wenn wir einen Punkt holen, wäre das in Ordnung. Natürlich versuchen wir aber, einen Dreier zu landen“, sagt Trainer Peter Hoffmann. „Bad Vilbel verfügt über eine sehr spielstarke Mannschaft.“

Beim Sieg über Ginsheim – dem ersten Dreier der Neu-Isenburger gegen den VfB im fünften Anlauf – zog sich Rechtsverteidiger Matthias Buschmann eine Zerrung zu und wurde zur Pause ausgewechselt. Er fällt heute aus. Ansonsten schöpft die Spielvereinigung personell aus dem Vollen. Julian Cichutek und Daniel Sachs waren unter der Woche in der Zweiten Mannschaft (A-Liga) am Ball, auch Henrik Nedwied steht wieder bereit.

Gesetzt aufseiten bei den Gästen ist Angreifer Carlos McCrary. Der ehemalige Dreieicher ist so etwas wie die Lebensversicherung der „03er“. Mit seinen drei Toren gegen Ginsheim erhöhte er sein Torkonto auf neun, mit seiner Schnelligkeit soll er nun auch die Bad Vilbeler Defensive durcheinanderwirbeln.

Im Kollektiv zum Erfolg

Aufsteiger Türk Gücü Friedberg hat am Sonntag den FSC Lohfelden zu Gast (15 Uhr in Ober-Rosbach) und geht nach dem 2:1-Erfolg in Fulda mit gestärktem Selbstvertrauen in die Begegnung. Weshalb nach fünf vergeblichen Versuchen ausgerechnet bei der als vergleichsweise stark eingestuften SG Barockstadt Fulda-Lehnerz der erste Auswärtssieg gefeiert werden durfte, hat Co-Trainer Gültekin Cagritekin eine nur auf den ersten Blick einfache Erklärung: „Die Mannschaft hat als Kollektiv bestens funktioniert. Nach hinten wurde genauso fehlerfrei gearbeitet wie im Spiel nach vorne.“

Dies auch gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Lohfelden so umzusetzen, sei zwingend erforderlich, um auf der Überholspur zu bleiben, so Cagritekin: „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“ Gegen die Nordhessen, die aus den letzten vier Spielen lediglich einen Zähler holten, wird Semun Biber vermutlich wieder in der Abwehr für Kevin Bassey Effiong (Muskelverhärtung in der Wade) beginnen. Derweil ist Alit Usic nach Ablauf der Rotsperre eine zusätzliche Option fürs Mittelfeld. Im Tor erhält Riste Shpirov zum dritten Mal den Vorzug gegenüber Vladan Grbovic. „In den Einsätzen gegen Hünfeld und Fulda-Lehnerz hat er keine Fehler gemacht, also gibt’s auch keinen Grund für einen Wechsel“, sagt Cagritekin.

(rst,leo,ub)
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