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Aaron Bienenfeld: Ein Mann für alle Laufstrecken

Für Aaron Bienenfeld war der Spiridon-Silvesterlauf der (vorläufig) letzte Lauf auf deutschem Boden. Den 20-Jährigen zieht es fürs Studium nach Amerika. Seiner Heimat will er trotzdem treu bleiben.
Frankfurt. 

Statt am Mainufer wird Aaron Bienenfeld demnächst entlang des viel mächtigeren Ohio laufen. Der Sieg beim Spiridon-Silvesterlauf war für den 20-jährigen Offenbacher der (vorläufig) letzte Lauf auf deutschem Boden. Das an der Uni Frankfurt angefangene Studium der Wirtschaftswissenschaften sei schwer mit dem Leistungssport unter einen Hut zu bringen gewesen. So nutzt Bienenfeld seine schnellen Beine, um mit einem Sport-Stipendium ausgestattet in Cincinnati zu studieren. In die USA sei er bisher in seiner Freizeit geflogen, nun sei es umgekehrt. Er kommt im Mai nach Deutschland, um hier während der Semesterferien im Sommer an Wettkämpfen teilzunehmen.

An welchen, lässt er noch offen. Denn Aaron Bienenfeld ist vielseitig veranlagt. Er war schon über 800 Meter erfolgreich, ist 2017 aber auch Zweiter der Deutschen U 23-Halbmarathon-Meisterschaft geworden. Er bezeichnet sich in einem Portrait des „Laufreports“ als einen „Alles-Läufer“. Der eine mag ihn über 800 Meter schlagen, habe aber keine Chance über 5000 Meter, der andere könne vielleicht schneller Halbmarathon laufen, nicht aber die 1500 Meter. „Es gibt viele, die mich schlagen können. Aber nur wenige, denen das überall gelingt“, gab er in besagtem Bericht zum Besten.

2017 war ein starkes Jahr für Bienenfeld. Das hing auch mit seinem Wechsel zum SSC Hanau-Rodenbach zusammen, wo er gemeinsam mit vielen schnellen Mitstreitern unter der Anleitung von Sascha Arndt trainierte. Der 20-Jährige muss aber aufpassen, dass er sich nicht zu viel zumutet. „Ich höre nicht auf meinen Körper, mache oft zu viel“, sagt er selbst.

Die Fakten untermauern die Selbstkritik. Wenn Bienenfeld über mangelnde Vorbereitung spricht, redet er von bis zu 100 Wochen-Kilometern. 2017 lief er und lief und lief. Auf jedem Terrain. Er feierte Siege auf der Tartanbahn, auf Straßen-Asphalt, aber auch im Gelände, wurde Hessenmeister über 3000 Meter und im Crosslauf, siegte unter anderem beim 28. Feldberglauf, beim 5,4 Kilometer langen Finallauf der JP Morgan Corporate Challenge in Frankfurt oder vor nur vier Wochen bei einem Zehn-Kilometer-Lauf in Jügesheim.

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