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Tennis: Ein Strukturproblem

Von Die Hessenliga-Tennisspieler des SC SAFO Frankfurt stecken wieder einmal im Abstiegskampf – und vermissen die Unterstützung aus dem Verein.
SAFO-Kapitän Tom Pütz will mit seinen Teamkollegen die Klasse halten – aber das ist in dieser Saison eine echte Herausforderung. Foto: Christian Klein (FotoKlein) SAFO-Kapitän Tom Pütz will mit seinen Teamkollegen die Klasse halten – aber das ist in dieser Saison eine echte Herausforderung.
Frankfurt. 

Seit dem Aufstieg in die Hessenliga kämpfen die Tennis-Cracks des SC SAFO Frankfurt stets um den Klassenerhalt. 2015 und 2016 gelang dies jeweils mit Siegen am letzten Spieltag. Und auch diesmal sieht es so aus, als würde das Team von der Kennedyallee knapp dem Abstieg entgehen können. Nachdem aus der Regionalliga Südwest kein hessisches Team „heruntergekommen“ ist, werden aus der Hessenliga maximal zwei Vereine absteigen. Sollte der Hessenliga-Meister gar in die Regionalliga aufsteigen, gibt es sogar nur einen Absteiger.

Da der TC Diedenbergen, Stadtrivale FTC Palmengarten sowie Blau-Weiß Wiesbaden noch sieglos sind, könnte für SAFO ein Erfolg am kommenden Sonntag in Diedenbergen oder am darauffolgenden Mittwoch in der Landeshauptstadt schon reichen, um weiter in der höchsten hessischen Klasse antreten zu können.

So weit, so gut. Diesmal könnte es aber nicht reichen. Zumal das Herren-Team sich aktuell wie das fünfte Rad am Wagen fühlt. Dabei war vor nur kurzer Zeit noch alles anders. 2015 veröffentlichte der Deutsche Tennis Bund (DTB) eine nach dem Leistungsklassen-Ranking zusammengestellte Rangliste: Danach lag der SC SAFO bundesweit an siebter Stelle, war der mit Abstand erfolgreichste Verein in Hessen.

„Wir hatten ein glückliches Händchen bei der Wahl der Sportlichen Leitung und des Trainerteams“, kommentierte dies seinerzeit der damalige Club-Präsident Burkhard Jacoby. „Wir haben Leute gewonnen, die den Breitensport gut abdecken, aber auch den Leistungssport mächtig voranbringen. Talente hatten wir auch früher, aber sie wanderten mit 16, 17 Jahren ab, weil sie woanders bessere Perspektiven sahen. Unser Sportdirektor Radek Zahraj hat richtig Schwung und Struktur in die Ausbildung reingebracht“, sagte Jacoby damals.

Heute stellt sich die Lage an der Kennedyallee anders dar. Das Interesse der Mitglieder am Leistungssport ist gering. Man will selbst spielen, die Matches der Teams in der Bundesliga (Herren 30), Regionalliga (Damen) oder Hessenliga (Herren) werden nur insofern beachtet, da sie Plätze beanspruchen.

„Es müsste eine bessere Struktur geschaffen werden. Wir bekommen vom Verein Geld für die Herrenmannschaft, fühlen uns aber ansonsten im Stich gelassen. Der einzige, der sich seitens des Vereins für uns interessiert, ist Marco Blohm, der im Sommer die Sportliche Leitung übernommen hat“, meint Teamkapitän Tom Pütz.

Teamgeist verbessern

Sportwart Markus Kämpfer führt als Begründung an, dass er selbst parallel in der Bundesliga spielte, andere Vorstandsmitglieder im Urlaub weilten. Man wolle sich aber um die Belange der Mannschaft kümmern, er stünde mit Tom Pütz ständig im Kontakt. „Tatsache ist, dass der Teamgeist verbessert werden könnte. Spieler, die nicht eingesetzt werden, müssten sich mehr einbringen, anwesend sein und die Teamkollegen unterstützen“, sagt der Sportwart.

Man hat nicht den Eindruck, dass diese Mannschaft eine Einheit ist. Regelmäßiges gemeinsames Training mit anschließenden Mannschaftsessen auf der Anlage ist bei anderen Clubs obligatorisch – bei SAFO nicht. Der Kader ist klein, Ausfälle sind kaum zu kompensieren. Einziger Nachwuchsspieler ist der aktuell verletzte Patrick Zahraj. „Den Nachwuchs zu integrieren ist eine der Hauptaufgaben der Herren-Mannschaft. Ein bis zwei weitere gute Jugendliche sollten in einem Verein dieser Größenordnung und Güte da sein“, meint Tom Pütz. Da pflichtet ihm Markus Kämpfer bei: „Wir haben eine ordentliche U18. Doch die Jungs sind für die Erste Mannschaft noch zu ,grün‘, sie müssen erst einmal Erfahrungen in der Zweiten Mannschaft sammeln. Es muss unser Hauptaugenmerk sein, ein oder zwei Eigengewächse in die ,Erste‘ zu bringen.“

Vorrangig gilt es aber, zwei Ziele zu erreichen: Eine Mannschaft zu werden – und die Klasse zu halten.

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