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Regionalliga Südwest: Ein gebrauchter Tag für Rot-Weiss

So eine Klatsche hat Rot-Weiss Frankfurt lange nicht mehr bekommen: Mit dem 0:4 (0:0) beim FSV Bissingen platzte für das Team von Trainer Daniyel Cimen der Traum vom Aufstieg in die Regionalliga Südwest.
Symbolisch: Der Frankfurter Wessam Ghani kann Bissingens Simon Lindner nicht aufhalten. Foto: Peter Hartenfelser (imago sportfotodienst) Symbolisch: Der Frankfurter Wessam Ghani kann Bissingens Simon Lindner nicht aufhalten.
Frankfurt. 

In einem denkwürdigen Spiel pfiff Schiedsrichter Nicolas Winter (Hagenbach) gleich vier Foulelfmeter für die Gastgeber, die zwei davon ungenutzt ließen und trotzdem völlig verdient gewannen. Am Mittwochabend (19 Uhr) reicht Röchling Völklingen nach dem 1:0 gegen Bissingen im ersten Spiel der Aufstiegs-Dreierrunde trotzdem ein Punkt am Frankfurter Brentanobad, um in die Fußball-Regionalliga einzuziehen. Rot-Weiss Frankfurt müsste mindestens mit sieben Toren Differenz gewinnen.

Info: Die Aufstiegsspiele

Nicht für alle Vereine ist die Saison schon beendet. Auf Verbandsebene müssen die Vize- meister der Verbands- und Gruppenligen noch in den Aufstiegsrunden ran.

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Bissingen war bissiger, kompakter, zielstrebiger – und doch hätte Rot-Weiss Frankfurt durch Varol Akgöz in Führung gehen können, hätte nicht Torhüter Sven Burkhardt irgendwie noch die Hand an den Kopfball des Mittelstürmers bekommen. Oder hätte nicht Cem Kara den Ball ans Außennetz geschossen, nachdem er den Schlussmann schon umkurvt hatte. „Wir wussten, dass wir wahrscheinlich nicht so viele Chancen bekommen, deshalb wollten wir die unbedingt nutzen, um den Druck auf den Gegner zu erhöhen, aber irgendwie ist alles schiefgegangen an diesem gebrauchten Tag“, sagte Rot-Weiss-Trainer Daniyel Cimen später.

Nach einer halben Stunde wurde der Druck der Gastgeber immer größer. Dann fing Frankfurts Torhüter Ioannis Takidis zwar den Ball, traf aber mit den Beinen im Fallen Bissingens Peter Wiens und es gab Strafstoß. Diesmal gewann Takidis das Duell gegen Wiens mit erlaubten Mitteln (34.). Zwei Minuten später konnte Frankfurts Schlussmann dem Ball nur noch hinterherschauen, der von Riccardo Gorgolione abgefeuert an der Latte landete.

An die Latte ging der Ball nach der Pause auch nach einem Schuss von Kara (48.), danach aber ging nicht mehr viel Gefahr von den „Roten“ aus. Stattdessen ging das Bissinger „Elfmeterfestival“ weiter. Innenverteidiger Damir Topcagic foulte Marius Kunde, Oskar Schmiedel brachte die Gastgeber in Führung (53.). Beim dritten Strafstoß lag der Unparteiische dann daneben, denn diesmal spielte Takidis klar nur den Ball gegen Pierre Williams, der zudem im Abseits gestanden hatte. Wieder verwandelte Schmiedel (69.). In der 82. Minute foulte Topcagic wieder gegen Kunde, diesmal allerdings eher vor der Strafraumlinie – Schmiedel jagte den Ball diesmal aus elf Metern über das Tor (82.). Simon Lindner nach einer Flanke von Kunde (85.) und Patrick Milchraum aus ganz spitzem Winkel legten aber doch noch nach (88.).

„Was in der zweiten Halbzeit passiert ist, ist schwer zu fassen. Dazu hat natürlich auch der Schiri seinen Teil beigetragen, aber vor allem haben wir zu wenig mit dem Ball gemacht, unsere Angriffe sehr unsauber gespielt und zu wenig Entlastung bekommen“, fasste Cimen am Morgen danach zusammen. Abends nach der Rückkehr aus Bissingen hatte er aus Enttäuschung sogar die Meisterschaftsfeier seiner Mannschaft von Hanau 93 sausenlassen, mit der er als Spieler den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft hat. Als Trainer blickte er gestern schon wieder nach vorne: „Wir werden uns auf das Spiel gegen Völklingen so vorbereiten wie auf jedes Spiel, in dem es um alles geht. Natürlich können unsere Spieler auch rechnen, aber Fußball ist Fußball und wir haben ja jetzt gar nichts mehr zu verlieren.“

(rst)
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