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Wallau Classics: Ein großer Sieg für alle Pferdefreunde

„Das waren die besten Wallau Classics, die ich je erlebt habe“, sagte Kerstin Atzbach nach der 20. Auflage des großen Dressur- und Springreitturniers auf dem Fohlenhof.
Die Wallauerin Anna Berger erreichte auf Paolo den dritten Platz in der Springprüfung Klasse L. Foto: Marcel Lorenz Die Wallauerin Anna Berger erreichte auf Paolo den dritten Platz in der Springprüfung Klasse L.
Hofheim. 

Die Sprecherin des RV Wallau wurde vor allem durch die Gratwanderung zwischen Turnierabsage und einer improvisierten Ausrichtung der Traditionsveranstaltung zu diesem emotionalen Statement gebracht. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, fuhr Kerstin Atzbach fort und meinte damit zum einen den verheerenden Brandm der in einer Lagerhalle des Fohlenhofs ausgebrochen war und erst zwei Tage vor dem Turnierstart endgültig gelöscht war.

Große Mengen Heu waren über die drei Brand-Tage hinweg ebenso vernichtet worden wie 24 für das Turnier dringend benötigte Pferdeboxen. Aus der Katastrophe heraus beeindruckten Atzbach und Co. vor allem die Reaktionen aller Beteiligten und auch derer, die eigentlich nicht unmittelbar betroffen waren. „Vor allem der Einsatz der zahlreichen externen Helfer war in dieser Ausnahmesituation überwältigend“, lobte Atzbach. Stallbesitzer Holger Baum habe zum Beispiel „wie ein Fels in der Brandung gestanden“ und nach Absprache mit Atzbach sofort entschieden, dass eine Absage des Turniers alleine wegen den hunderten bereits angemeldeten Reiterinnen und Reitern nicht in Frage kommen könne. Zum weiteren Nachdenken sei keine Gelegenheit gewesen. Schließlich musste Turnierstart das Unmögliche möglich gemacht werden. Am Ende eines Mammutprogramms stand der Aufbau von Notfall-Boxen und Zelten ebenso wie die improvisierte, aber trotzdem gewohnt professionelle Turnierorganisation.

Eines der größten Reitturniere Hessens konnte also auch in seiner 20. Auflage stattfinden. Und nicht nur das: Die Veranstalter konnten über die vier Turniertage verteilt mit knapp 500 Teilnehmern, 1000 Pferden und 1500 Starts sogar rekordverdächtige Zahlen präsentieren. „Im Vergleich zu den Vorjahren war das deutlich mehr“, merkte Atzbach an, „das war ein sensationelles Wochenende.“

So konnte auch bei der Jubiläumsausgabe irgendwann doch das Augenmerk auf den Pferdesport gerichtet werden. So gewann Seriensieger Marc Boes vom RFV Liedberg auch 2017 den Großen Preis in Wallau. Bei der Springprüfung Klasse S** mit Siegerrunde war der Belgier auf seinem 20-jährigen Hannoveraner Bocelli ohne Fehler geblieben und distanzierte in 43.06 Sekunden, die er für die Siegerrunde brauchte, auch seine ärgste Konkurrentin Nina Piasecki aus Lobberich. Die Pferdesportler fanden mit Turnierbeginn ebenso schnell zur Normalität zurück wie die Veranstalter.

Über die vier Tage verteilt war von Problemen auf dem Wallauer Fohlenhof kaum etwas zu spüren. Im Gegenteil kam laut Atzbach „Volks- oder Familienfest-Stimmung“ auf. So durften sich nicht nur die platzierten Reiterinnen und Reiter, sondern auch die Zuschauer und vor allem der gebeutelte Veranstalter sowie alle ehrenamtlichen Helfer als große Sieger der 20. Wallau Classics fühlen.

Alle Ergebnisse gibt es unter www.equi-score.de.

(awo)
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