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Ein schöner Abschluss soll es sein

Das Spieljahr in der Fußball-Verbandsliga Süd neigt sich dem Ende entgegen. Nach dem Durchgang am Wochenende steht nur noch die Nachholpartie Fehlheim – Ober-Roden auf dem Programm, alle anderen Teams haben dann schon Winterpause.
Frankfurt. 

Ein wenig fußballfreie Zeit tut ganz sicher der Usinger TSG gut. Die ärgerte sich nach der Partie gegen die Spvgg. Oberrad zwar über die Sechs-Spiele-Sperre für ihren mit „Rot“ des Feldes verwiesenen Christian Kaus, weil dieser schließlich vor seiner Tätlichkeit gegen Oberrads Sebhat Kahsay von diesem bespuckt worden sei, sagte aber nichts zu den rassistischen Beschimpfungen in Richtung des dunkelhäutigen Frankfurters.

„Der Spieler hat mir bestätigt, dass es solche Bemerkungen von außerhalb des Platzes gab, aber leider eben auch auf dem Platz und von dem Spieler, der die Rote Karte bekommen hat“, erklärte Oberrads Spielertrainer Baldo Di Gregorio, der selbst von den aus seiner Sicht „erschreckend massiven Anfeindungen“ überrascht war: „Ich habe mich schon während des Spiels gefragt, was da bei manchem Leuten im Kopf vorgeht.“ Über Kahsays Anteil an der strittigen Szene wusste Di Gregorio nichts zu sagen: „Ich habe nur gesehen, wie Sebhat in Wrestler-Manier zu Boden geschleudert wurde. Dann gab es kurz Tumulte.“ Letzteres deckt sich offenbar auch mit dem Bericht des Schiedsrichters.

Im letzten Spiel des Jahres muss die im Abstiegskampf steckende Spvgg. Oberrad bei der TS Ober-Roden antreten. „Das ist eine brutal junge Truppe, und wenn du die spielen lässt, wird es gefährlich“, weiß Di Gregorio, der selbst mit Problemen in der Kniekehle zu kämpfen hat und deshalb noch nicht weiß, ob er aufläuft. Francesco Mazzone muss wohl auf jeden Fall passen, ansonsten sind bei den Frankfurtern alle Mann an Bord. „Für mich als Trainer hat es sich wie eine Niederlage angefühlt, in Usingen in letzter Minute den Ausgleich zu kassieren. Aber Enttäuschtsein bringt nichts, und wir müssen in Ober-Roden wieder alles versuchen, um unsere Situation zu verbessern“, sagt Di Gregorio.

Der FV Bad Vilbel hat aus dem Hinspiel nach dem enttäuschenden 1:1 noch etwas gutzumachen und sich deshalb für die Partie beim VfR Fehlheim einiges vorgenommen. „Das war ja noch am Anfang unserer Zusammenarbeit mit der neuformierten Mannschaft, da hatten wir uns noch nicht gefunden. Jetzt wird es immer besser, und ich würde mir eigentlich wünschen, dass die Runde noch ein paar Wochen weitergeht, so wie es gerade läuft“, sagt Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic. Er muss zwar nach wie vor auf einige Kranke und Verletzte verzichten, das zuletzt so erfolgreiche Team aber nicht umbauen. „Fehlheim ist keine schlechte Mannschaft, und es wird nicht einfach, aber wir wollen dort natürlich gewinnen“, stellt Mustafic klar.

Für Türk Gücü Friedberg hängen die Trauben im letzten Spiel des Jahres extrem hoch, denn es geht zum zweitplatzierten VfB Ginsheim. Mit einem Punkt wäre Trainer Mustafa Fil deshalb schon zufrieden: „Wir haben ja nichts zu verlieren und wissen, dass es sehr schwer wird. Aber wir wollen sehen, dass wir gut aus der Sache rauskommen.“ Florian Decise und Ferdi Idic sind verletzt, Younes Idriss konnte krankheitsbedingt kaum trainieren. Spielberechtigt wäre Neuzugang Betim Mezimi, der mit Fil schon in Oberrad zusammengearbeitet hatte.

Einen Heimsieg zum Jahresabschluss peilt der FC Kalbach gegen den SV Geinsheim an, der das Hinspiel gegen die Frankfurter mit 3:1 gewann. Trainer Salvatore Cirrincione muss wie gehabt auf den verletzten Stürmer Florian Kister verzichten, vertraut aber durchaus auf die Spieler, die ihm zur Verfügung stehen, auch wenn nicht alle die ganz große Erfahrung mitbringen.

Die Spvgg. Neu-Isenburg hat es selbst in der Hand, als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen. Mit einem Heimsieg gegen den Hanauer SC wäre dieses Zwischenziel erreicht. Trainer Peter Hoffmann muss auf Marco Betz, Yannik Seith, Paul Bickel, Simon Horn, Aljoscha Atzberger und Henrik Nedwied verzichten und sich „etwas einfallen lassen, um einen schönen Abschluss zu finden“.

Alle Spiele beginnen am Sonntag um 14.30 Uhr.

(rst)
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