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Volleyball: Eintracht Frankfurt erfährt unerwartete Pleite

So hatten sich die Spieler von Eintracht Frankfurt das nicht vorgestellt: Anstatt mit einem Erfolg wurde das Jahr mit einer Niederlage abgeschlossen.
Ein erfolgreicher Eintracht-Block. Dies gelang gegen Landau allerdings nicht so häufig, wie es für einen Sieg nötig gewesen wäre. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Ein erfolgreicher Eintracht-Block. Dies gelang gegen Landau allerdings nicht so häufig, wie es für einen Sieg nötig gewesen wäre.
Frankfurt. 

Für Eintracht Frankfurt sollte es ein Pflichtsieg werden. Der ASV Landau hatte bis dahin in der Volleyball-Regionalliga Südwest nur eine seiner acht Begegnungen gewonnen – und das knapp mit 3:2. Doch dann kam alles anders. Die Adlerträger verabschiedeten sich ins neue Jahr mit einer bitteren 2:3 (22:25, 28:30, 25:23, 25:18, 11:15)-Niederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten.

Dass sich das Spiel anders entwickeln würde als erwartet, merkten die Frankfurter schnell. Der ASV Landau trat mit dem Mut eines Team an, das ohnehin nichts zu verlieren hat. „Sie haben alles oder nichts gespielt, jeden Ball mit Risiko geschlagen. Jede Angabe, jeden Angriff – und unglaublich getroffen. Ich bin schon lange dabei, ich kann mich aber nicht erinnern, dass jemand, der so riskant spielt, dabei eine so große Erfolgsquote hat. Das ist statistisch praktisch unmöglich“, meinte Eintracht-Trainer Andreas Petrocchi. „Würden sie immer so spielen, wären sie kein Abstiegs-, sondern ein Aufstiegskandidat“, fügte er noch hinzu.

Trotz des außergewöhnlichen Auftritts der Pfälzer hätte sich nach Petrocchis Meinung die Qualität seiner Mannschaft eigentlich durchsetzen müssen. „Wir haben aber nicht normal gespielt, sondern einen schlechten Tag erwischt. Mit Ausnahme von Steffen Bekiersch waren das alle. Vor allem unsere Annahme war katastrophal“, so der Coach.

Dies sollte sich erst im dritten Satz bessern. „Herausgeführt hat uns Steffen“, lobte Petrocchi den Außenangreifer, der sowohl in der Annahme, mit den Angaben wie auch am Netz überzeugen konnte. „Er war super motiviert, riss alle mit.“ Die Annahme zu stabilisieren half auch Neuzugang Alvaro Larios. Der Mexikaner, der vergangene Saison noch für die SG Rodheim II spielte, wohnt in Frankfurt und da er keinen Führerschein hat, entschloss er sich vor einer Woche, den „kürzeren Weg“ zur Eintracht zu nehmen. Kurz vor dem Spiel bekam er die Freigabe und den Spielerpass. „Da er mit der Mannschaft kaum trainieren konnte, wollte ich ihn noch nicht bringen. Aber angesichts der schwachen Annahme habe ich ihn aufs Feld geschickt. Er wird uns sicher helfen können“, freut sich Petrocchi über die personelle Verstärkung.

Die Entscheidung fiel dann im Tiebreak. Es stand 10:10, Landau zwischendurch zurückhaltend, spielte wieder alles oder nichts, bei der Eintracht klappte die zwischendurch etwas sicherere Annahme nicht mehr. Und schon ging der Zusatzpunkt für den Sieg flöten.

Langen kann vorbeiziehen

Mit dem einen gewonnenen Punkt konnte die Eintracht nicht den zweiten Tabellenplatz sichern. Während die Adlerträger ihr letztes Spiel in diesem Jahr schon hinter sich haben, könnte der starke Neuling SSG Langen mit einem Sieg am kommenden Samstag in Mainz-Gonsenheim noch vorbeiziehen. Und sollte die SG Rodheim sowohl am Samstag in Landau als auch eine Woche danach daheim gegen den TV Feldkirchen glatt mit 3:0 gewinnen, würde sie die punktgleichen Adlerträger auch noch überholen. Beide haben dann aber, ebenso wie Spitzenreiter TG Rüsselsheim III, ein Spiel mehr als die Eintracht auf dem Konto.

Der Januar wird wohl zum Monat der Wahrheit. Dann wird sich zeigen, wohin der Weg der Eintracht führt. Am 6. Januar gastieren die Frankfurter in Rodheim, am 13. kommt der TV Feldkirchen in die Wolfgang-Steubing-Halle, am 20. die TG Rüsselsheim III und zum Monatsabschluss gastieren die Schützlinge von Andreas Petrocchi am 27. in Langen. „Danach wissen wir, ob wir um den Aufstieg spielen können oder nicht“, meint der Eintracht-Coach.

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