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Fußball: Eintracht U19: Spiel eins nach Schur

Schweren Herzens hat sich Eintracht Frankfurt von Trainer Alexander Schur und Co-Trainer Uwe Bindewald getrennt – Frank Leicht soll die A-Junioren nun zum Klassenerhalt führen.
Im Sommer noch U 17-Trainer, jetzt mit der U 19 im Abstiegskampf: Frank Leicht Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Im Sommer noch U 17-Trainer, jetzt mit der U 19 im Abstiegskampf: Frank Leicht
Frankfurt. 

Mit zwei Niederlagen waren die A-Jugendfußballer von Eintracht Frankfurt ins neue Spieljahr gestartet und auf den vorletzten Tabellenplatz der U 19-Bundesliga Süd/Südwest abgerutscht. Insgesamt gelang in den letzten neun Spielen nur ein Sieg. Anfang der Woche sahen sich die Verantwortlichen der Eintracht deshalb zum Handeln gezwungen. Armin Kraaz, der Leiter des Leistungszentrums am Riederwald, stellte Trainer Alexander Schur und Co-Trainer Uwe Bindewald frei.

Persönlich fiel Kraaz die Entscheidung, die er in Absprache mit Präsident Peter Fischer, Sportvorstand Fredi Bobic und dem neuen Technischen Direktor Marco Pezzaiuoli traf, natürlich schwer – er und Schur kennen sich seit 30 Jahren. „In meiner Position muss man manchmal zwischen Mensch und Verein trennen“, so der 53-Jährige. Er hofft, dass sich für Schur nun die Gelegenheit ergibt, „es positiv zu sehen, dass er nach fast zehn Jahren in unserem Leistungszentrum für etwas anderes frei ist.“

So war es vor zehn Jahren: Damals trainierte Frank Leicht (links) die U 19 der Eintracht schon einmal, seinerzeit mit Alexander Schur als Co-Trainer. Nun soll Leicht als Nachfolger Schurs den Abstieg der höchsten Frankfurter Nachwuchsmannschaft aus der Bundesliga verhindern.
Eintracht Frankfurt Die Eintracht hat ein Jugendproblem

Die Talente stagnieren, die U 23 fehlt: Die Eintracht hat ein Jugendproblem. Nach der Trennung von den Nachwuchstrainern Schur und Bindewald soll Frank Leicht die U 19 vor dem Abstieg retten. Die Missstände aber wurzeln viel tiefer.

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Schur, 46 Jahre alt, ehemaliger Kapitän der Eintracht und in 252 Pflichtspielen für die Profis am Ball, war seit Sommer 2007 als Trainer in verschiedenen Positionen am Riederwald tätig. Seinen größten Erfolg feierte er 2010 mit der B-Jugend, die er zur Deutschen Meisterschaft führte. In jenem Jahr begann der drei Jahre ältere Uwe Bindewald seine Trainerlaufbahn bei der Eintracht, für die er 438 Partien als Profi absolviert hatte.

Der neue U 19-Trainer Frank Leicht war erst im Sommer zur Eintracht zurückgekehrt – als Coach des U 17-Bundesliga-Teams. 2008 schaffte er mit der längst abgemeldeten Zweiten Mannschaft den Sprung in die Regionalliga. In der Winterpause der Saison 2009/2010 wechselte Leicht zum damaligen Drittligisten SV Sandhausen, anschließend arbeitete er im Nachwuchsleistungszentrum von RB Leipzig. Bei der Eintracht ist der ehemalige Jugendspieler Jan Fießer sein Co-Trainer, der es später immerhin bis in die Zweite Liga geschafft hatte, wo er für Sandhausen und Arminia Bielefeld spielte. Er bleibt auch bei der U 19 Leichts Assistent, die U 17 übernimmt der bisherige U 16-Trainer Anouar Ddaou.

Am Samstag (14 Uhr) steht unter neuer Führung gleich ein richtungsweisendes Spiel für die Eintracht auf dem Programm. Der Tabellen-Achte Karlsruher SC gastiert am Riederwald – und sollte seinen Vorsprung von derzeit vier Punkten aus Frankfurter Sicht besser nicht weiter ausbauen. Denn sonst würde sich die Lage im ersten von elf Spielen unter Leicht noch weiter verschlechtern – es kämen nämlich wohl nur noch sieben Teams für die drei Abstiegsplätze infrage.

„Schon im Hinspiel hatten wir gegen den KSC ein enges Aufeinandertreffen zweier robuster Mannschaften“, weiß Leicht zu berichten – dass Karlsruhes A-Junioren zweikampfstark sind, hatte er schon als B-Jugend-Trainer mitbekommen. Genauso gut weiß er, dass die Gäste eine schwierige Phase hinter sich haben und zuletzt einen Befreiungsschlag landen konnten – nach vier sieglosen Spielen gewann der KSC gegen den VfB Stuttgart. „Dieses 2:0 war ein klares Ausrufezeichen“, betont Leicht, der sich ausgiebig mit dem Gegner beschäftigt hat: „Wir haben das Spiel genau analysiert und Stärken und Schwächen des KSC herausgearbeitet.“

(rst)

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