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Tennis: Eintracht gewinnt das Derby in der Hessenliga

Von Die Favoriten aus Bad Homburg, Lorsch, Eschborn haben am Auftaktwochenende der Damen-Hessenliga sofort ihre Ambitionen untermauert.
Eintrachtlerin Julia Hacke gewann ihr Einzel am Samstag gegen SAFO, musste sich gestern in Eschborn aber geschlagen geben. Foto: Hikmet Temizer Eintrachtlerin Julia Hacke gewann ihr Einzel am Samstag gegen SAFO, musste sich gestern in Eschborn aber geschlagen geben.
Frankfurt. 

Die Tennis-Spielerinnen von Eintracht Frankfurt gewannen das Stadtduell gegen den SC SAFO II klar 7:2, zogen dann aber in Eschborn ebenso mit 3:6 den Kürzeren wie SAFO II bei der gestrigen Heimpremiere gegen den ersten Tabellenführer aus Bad Homburg.

„Wir haben durch die kurzfristige Verletzung von Sandra Labonté (Mädchenname Doublier; Anmerkung der Redaktion) einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Sie wäre auf den hinteren Positionen eine Bank“, erklärte Carsten Müller, Sportlicher Leiter der Adlerträgerinnen. Aufstiegsambitionen würde die Eintracht ohnehin keine hegen. Deswegen werde auch selten wie jetzt am ersten Wochenende mit zwei Ausländerinnen an der Spitze gespielt.

Gegen die Sachsenhäuserinnen hatte die Eintracht relativ leichtes Spiel. Der SC SAFO II ist ein Opfer der Regularien des Hessischen Tennis-Verbandes (HTV). Die weitgehend aus jungen Spielerinnen bestehende Mannschaft wäre mit zwei Führungsspielerinnen an der Spitze selbst in der höchsten hessischen Klasse durchaus konkurrenzfähig, kann diese aufgrund der Regularien für die Meldeliste aber nicht aufbieten. Dazu haben sich Maxime Ellenberg und Alina Hölzel sich mit Einsätzen in der Regionalliga dort „festgespielt“.

Daher spielen bei SAFO II Lea Schneider und Sophie Clößner an den Spitzenpositionen. Als Nummer drei beziehungsweise vier wären sie besser aufgehoben. So bekamen sie Schneider und Clößner bei der Eintracht mit der Russin Yaba Sizikova sowie Chayenne Ewijk aus den Niederlanden zu tun. „Ich hätte die Holländerin packen können. Ich bin aber erst vor ein paar Tagen vom College-Tennis aus den USA gekommen, wo ausschließlich auf Hartplätzen gespielt wird. Es war mein erstes Match auf Sand, ich rutschte ständig weg. Ewijk ist stark. Sie schlägt gut auf, ist sehr flink auf den Beinen und kann die gegnerischen Schläge gut lesen“, sagte Clößner, die im zweiten Satz schon 4:2 geführt hatte, dann aber zu viele Fehler machte und noch 4:6 unterlag.

Den Ehrenpunkt in den Einzeln verbuchte für SAFO Routinier Leora Hemmerich, die das Tempo gegen die Defensivspielerin Anna Depenau diktierte. Beide verteilten die Bälle platziert, am Ende des dreieinhalbstündigen Matches freute sich Hemmerich.

Die anderen Eintrachtlerinnen siegten klar. Sizikova ließ mit ihrem druckvollen Spiel von der Grundlinie Schneider nie zu ihrem Spiel finden. Alina Nagel, Juniorin Julia Hacke bei ihrer Hessenliga-Premiere und Katharina Stratmann waren einfach deutlich stärker als ihre Widersacherinnen.

Zu viele Eigenfehler

Das Fehlen von Labonté machte sich für die Adlerträgerinnen tags drauf bei der 3:6-Niederlage in Eschborn bemerkbar. Mit ihr wäre die Eintracht favorisiert gewesen. So reichten die Einzelsiege der beiden Ausländerinnen nicht zum Erfolg. Während Ewijk eine souveräne Vorstellung gab, tat dies Sizikova gegen Jil Nora Engelmann nur bis zur 6:1, 4:1-Führung. Gegen ihr variables Spiel war die Hessenmeisterin von 2016 chancenlos. Doch dann riss bei der Russin der Faden. Ihr unterlief ein Fehler nach dem anderen, so verlor sie fünf Spiele in Folge. Im dritten Durchgang wirkte sie wieder konzentrierter und gewann dann glatt.

Eigenfehler waren es, die zu den Niederlagen von Depenau und Stratmann führten. Beiden merkte man die fehlende Spielpraxis an. Depenau führte im zweiten Satz 5:4 gegen die Slowakin Monika Stanikova, verlor dann allerdings noch mit 5:7. Stratmann erspielte sich gegen Gina Feistel oft Spielbälle, wusste diese aber kaum zu nutzen und unterlag schließlich in drei Sätzen 6:1, 3:6 und 3:6.

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