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Behindertensportler des Jahres: Erneut Großes geleistet

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Nationalspielerin Marina Mohnen wurde von ihrem Paten Ulf Mehrens, Präsident des Internationalen Rollstuhlbasketball-Verband, geehrt. Nationalspielerin Marina Mohnen wurde von ihrem Paten Ulf Mehrens, Präsident des Internationalen Rollstuhlbasketball-Verband, geehrt.

Die Rollstuhl-Basketballerinnen Marina Mohnen, Barbara Groß und Anne Brießmann sind Frankfurts Behindertensportler des Jahres.

Am Anfang, sagt Marina Mohnen, seien sie enttäuscht gewesen. Schließlich hatten die deutschen Rollstuhl-Basketballerinnen 2012 in London Gold gewonnen. Da habe man sich nach der Silbermedaille bei den Paralympics von Rio natürlich „als erster Verlierer“ gefühlt, so die Nationalteamkapitänin.

Doch irgendwann wurde den Spielerinnen von Bundestrainer Holger Glinicki klar, dass sie erneut Großes geleistet hatten. Die Auszeichnung der drei Frankfurterinnen im Team, neben Mohnen Paralympics-Debütantin Barbara Groß sowie die für Brasilien noch einmal reaktivierte Anne Brießmann, als Behindertensportler des Jahres bestätigt sie darin.

Bei der Ehrung selbst war allerdings nur Mohnen dabei. Groß, so wusste die 38-Jährige zu erzählen, studiert mittlerweile in den USA, und Brießmann schaffte es nicht rechtzeitig in die Mainarcaden, weil sie am gleichen Tag erst aus dem Urlaub zurückkehrte.

Obwohl die Spielerin des RSC Frankfurt bereits ihre dritten Paralympics erlebt hatte, war die Sport-Gala der Stadt neu für Mohnen. Erst seit einem Jahr ist die gebürtige Bitburgerin für die Mainhatten Skywheelers unterwegs, und dass diese nach dem Abstieg zuletzt nur in der Zweiten Liga spielen, stellt für sie kein Problem dar. Nach einem kraftraubenden Sommer will die Angestellte im Hessischen Innenministerium sportlich sowieso erst einmal etwas kürzertreten. Im Nationalteam, das nach dem Rücktritt des langjährigen Trainers Glinicki vor einem Umbruch steht, pausiert sie nächstes Jahr sogar.

„Ich hatte in den vergangenen drei Jahren mit vielen Verletzungen zu kämpfen“, erzählte Mohnen. So hatte sie nach einer Schulter-OP ihre erste Spielzeit am Main komplett verpasst und war erst für die Maßnahmen im Nationalteam wieder fit gewesen. Das reichte, um die Europameisterinnen zum dritten Mal in Folge ins Finale der Paralympics zu führen. Dort allerdings erwiesen sich die USA als stärker. „Wir haben kein gutes Spiel abgeliefert“, sagt Mohnen. Aber Silber sei besser als gar keine Medaille.

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