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Erste Heimniederlage

Das 2:3 gegen den 1. FC Saarbrücken bedeutete für Kickers Offenbach die erste Heimniederlage in der laufenden Saison der Fußball-Regionalliga Südwest und den Verbleib auf den abstiegsbedrohten Plätzen.
Offenbach. 

Es war eines jener denkwürdigen Spiele am Bieberer Berg. Nach 55 Minuten lautete das Eckball-Verhältnis 10:1, der Spielstand aber 0:3. Am Ende verbesserte sich der 1. FC Saarbrücken bei den Eckbällen (12:3), die Kickers noch etwas im Resultat.

Das Spiel offenbarte einmal mehr: Der OFC kann spielerisch mit jedem mithalten. Um in der Tabelle aber besser dazustehen, fehlt den Kickers die Stabilität in der Defensive und ein Torjäger, der aus den herausgespielten Chancen Kapital schlagen würde. Um gegen die Saarländer etwas Zählbares zu erreichen, hätte Schiedsrichter Justus Zorn aus Berlin noch einen dritten Elfmeter geben müssen. Vom Punkt aus war Strafstoß-Spezialist Dren Hodja zweimal treffsicher (78./86.). Aus dem Spiel heraus konnte man das von keinem Offenbacher Spieler behaupten.

Die defensiv kompakt stehenden Gäste brachten mit schnell vorgetragenen Tempogegenstößen die schlecht organisierte OFC-Abwehr mehrmals gehörig durcheinander. „Man darf sich nicht bei fünf eigenen Eckbällen Konter einfangen“, sprach Offenbachs Sportdirektor Sead Mehic nachher klare Worte. „Wir wussten, dass der Torwart sofort einen schnellen Gegenangriff startet, das haben wir vorher besprochen. Dann haben wir den schnellen Angreifern doch zu viel Platz gelassen. Die Verteidiger kamen nicht schnell genug zurück, die Leute, die sie absichern sollten, waren auch nicht zur Stelle.“ Saarbrückens Trainer Dirk Lottner hatte ein sehr gutes Regionalligaspiel gesehen. „Temporeich mit hoher Aggressivität in den Zweikämpfen. Offenbach hat sehr gut gespielt, war hinten aber anfällig. Wir wussten, dass der OFC sehr hoch steht, haben uns auf die Konter vorbereitet und sie auch toll vorgetragen.“

OFC-Torwart Daniel Endres, der noch den einen oder anderen Gegentreffer verhinderte, sah in der ersten Halbzeit Fehler im Spiel seines Teams, verwies aber auch darauf, dass Saarbrücken ein Spitzenteam sei – „die Tabelle lügt nicht“ – , dass zwei Gegentreffer unglücklich ins eigene Netz abgefälscht worden seien und dass die Mannschaft nach dem 0:3 Moral bewiesen habe. Sein Coach Oliver Reck war da schon kritischer. „Wir haben schon ein ordentliches Spiel gespielt, aber das zählt nicht. Wir haben dem Gegner im Umschaltspiel zu viele Möglichkeiten gegeben und vorne unsere Chancen nicht genutzt.“

Diese Fehler im Vorwärtsgang sind nicht neu. Gestern konnte Alexandros Theodosiadis dem pfeilschnellen Marwin Studtrucker nicht folgen. Da hätte ein Seiten-tausch in der Offenbacher Defensive sicher nicht geschadet. Grundsätzlich wäre zu überlegen, ob man es sich angesichts der eklatanten Fehler im Spielaufbau und der bei Kontern schlecht organisierten Abwehr erlauben kann, derart offensiv aufzutreten. Zumal die Offensiv-Herrlichkeit meistens am gegnerischen 16-Meter-Raum endet. Im Strafraum sind die Kickers das wohl harmloseste Team der Regionalliga Südwest. Gefahr droht eigentlich nur bei ruhenden Bällen, Strafstößen von Hodja und Freistößen von Serkan Firat.

(löf )
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