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Jugendfußball: „Es sollte leider nicht sein“

Von Das Ergebnis ist für den Moment in Stein gemeißelt: Eine Woche nach dem 0:2 bei Bayern München verlor die abstiegsbedrohte A-Jugend von Eintracht Frankfurt auch das Rückspiel mit dem gleichen Resultat.
Langes Bein: Der Münchner Maximilian Zaiser ist vor Eintrachtler Carmelo Quartuccio am Ball. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Langes Bein: Der Münchner Maximilian Zaiser ist vor Eintrachtler Carmelo Quartuccio am Ball.
Frankfurt. 

Der Frühling, die Münchner Bayern und die gastgebende Frankfurter Eintracht lockten mehr als 300 Zuschauer an den Riederwald. Der passable Auftritt eine Woche zuvor in der bayerischen Landeshauptstadt hatte die Hoffnung auf eine Erfolgserlebnis gegen den Tabellenzweiten der U19-Bundesliga Süd/Südwest genährt, doch auch diesmal ging die Eintracht leer aus. Zum zweiten Mal binnen acht Tagen gewannen die Bayern mit 2:0 (0:0) gegen die Frankfurter A-Jugendfußballer.

Eintracht-Trainer Frank Leicht ließ seinen Kapitän Lukas Rodwald in einer Rolle spielen, die man so noch vor einem Jahr in der Bundesliga vom Ex-Bayern-Profi Xabi Alonso gesehen hatte, nämlich als zentraler Sechser bei eigenem Ballbesitz und mit der Aufgabe, bei Bedarf zwischen die Innenverteidiger zu rücken und so zur Fünferketter aufzufüllen. Ein anspruchsvolle Aufgabe – und eine diesmal nicht erfolgreiche Strategie. Die Bayern brauchten zwar lange, fanden dann aber doch noch den Weg durch das Zentrum und zum Eintracht-Tor.

Einmal wäre das Umschalten auf Fünferkette im Zentrum um ein Haar schon in der ersten Halbzeit missglückt, doch mit einem ziemlich rüden taktischen Foul konnte der Fehler noch ausgebügelt werden (25.). Ende der ersten Hälfte hatte die Eintracht dann ihre beste Phase und auch einige Torgelegenheiten. Erst rutschte eine Flanke etwas glücklich zu Giuseppe Signorelli durch, der sich jedoch nicht zu einer Direktabnahme durchringen konnte und mit seiner Ablage zu Noah Schmitt falsch lag – ein Münchener hatte aufgepasst und fing den Ball ab (31.). Dann zog Rodwald aus 20 Metern ab, schoss aber deutlich über den Kasten (33.). Außerdem versprang Schmitt in aussichtsreicher Position nach einem Zuspiel von Carmelo Catruccio der Ball (36.). Dann kamen noch einmal die Bayern und Deji-Ousman Beyreuther musst knapp vor der Torlinie für den schon geschlagenen Schlussmann Marius Herzig klären (44.).

Nett, aber ungefährlich

Nach Wiederbeginn konnte die Eintracht die Partie zunächst weiter offen gestalten, doch der Schlenzer von U17-Spieler Patrick Finger auf die Latte war schon der letzte vielversprechende Abschluss der Gastgeber (53.). Und diese Szene war bezeichnend: Es war mitunter ganz nett, was die Eintracht vor dem Münchner Strafraum versuchte, in die torgefährliche Zone aber kam sie so gut wie nie. Und wenn doch, waren die Bayern mit ihrer körperlichen Präsenz stets Herr der Lage – und sich nie zu schade, schnörkellos zu klären, was zu klären war. Und auch im Umschalten waren die Münchner nun eiskalt. Das ging Latte, Abstoß, Konter und plötzlich stand Oliver Batista Meier frei vor dem Eintracht-Tor und schob die Kugel ins Netz (54.). Manuel Wintzheimer hatte den Ball zuvor gut behauptet und aufgelegt.

Gegen den frei vor ihm auftauchenden Meritan Shabani konnte Herzig dann den Knockout zunächst noch verhindern (58.). Später rettete Beyreuther bei Theo Riegs Kopfball erneut auf der Linie (70.). Batista Meier machte in der 89. Minute aber den Deckel drauf, nachdem er bei einem Konter halblinks perfekt in den Lauf bedient worden war.

Eintracht-Trainer Frank Leicht sprach von einem „insgesamt guten Auftritt“ seines Teams und war vor allem mit der ersten Hälfte zufrieden: „Aber ein Punkt sollte leider nicht sein.“ Schon am Mittwoch im Abstiegsduell gegen den 1. FC Kaiserslautern (18 Uhr, Riederwald) sollte sich das besser ändern.

Eintracht: Herzig – Okyere (87. Ostrowski), Knothe, Torcuatro, Beyreuther – Rodwald – Finger (70. Weingärtner), Häuser – Schmitt, Signorelli (64. Albanese), Quartuccio (71. Mahmudov). – Bayern: Hofmann – Meier, Rieg, Mai, Stanisic – Shabani, Zaiser – Franzke (78. Rausch), Zylla (64. Heiland), Batista Meier (90. Lungwitz) – Wintzheimer (84. Nitzl). – SR: Simon (Wöllstein). – Zuschauer: 330.

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