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U19-Bundesliga: FSV-U19 lässt bis auf einen Strafstoß nichts zu – doch der reicht den Bayern

Von Es hat nicht viel gefehlt zu einem Achtungserfolg für den Aufsteiger: Die A-Junioren des FSV Frankfurt unterlagen den Bayern durch einen Strafstoß mit 0:1.
Symbolbild Foto: Jan Woitas/Archiv Symbolbild
Frankfurt. 

Das erste Heimspiel der A-Jugendfußballer des FSV Frankfurt in der U19-Bundesliga Süd/Südwest lockte mehr als 300 Zuschauer an den Bornheimer Hang. Kunststück, hieß der Gegner doch Bayern München. Am Ende kam es wie erwartet: Der Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters nahm die drei Punkte mit. Weil das einzige Tor per Strafstoß und auch erst in der 70. Minute fiel, meinte FSV-Trainer Hakan Sünal nicht ganz zu Unrecht: „Es war mehr drin.“

Der FSV spiegelte quasi die taktische Formation der Bayern, die aus einer Dreierkette das Spiel aufbauten, hinter zwei Spitzen mit Oliver Batista Meier einen „Zehner“ positioniert hatten und ihre Außen ganz weit nach vorne schoben. Bei den Frankfurtern, die wenig Ballbesitz hatten, war Ibrahim Aral als der zentrale Mann vor den beiden Sechsern meist im Spiel gegen den Ball gefordert und kaum einmal als Spielmacher. Für die Außen lief es ähnlich – sie waren meist Teil einer Fünferkette und nur selten im Vorwärtsgang zu sehen.

Die auf Sicherung des eigenen Tores ausgelegte Spielweise der Bornheimer passte im Prinzip zum Gegner. Denn natürlich waren die Bayern technisch und körperlich stark und ließen Ball und Gegner viel laufen. Allerdings verloren sie auch immer wieder zu schnell die Geduld und versuchten, mit Bällen über die Abwehr zum Erfolg zu kommen. Doch der FSV arbeitete hart und konzentriert und geriet kaum einmal in Verlegenheit. Und dann hatten die Gastgeber auch noch die erste wirkliche Torchance: Marcus Weinhardt schlenzte den Ball an den Pfosten (23.). Das war’s dann allerdings auch für lange Zeit. „Wir haben uns zu wenig Chancen herausgespielt“, räumte Sünal später ein. Was aber auch an der hohen Präsenz des Gegners gelegen habe: „Klar sind die Bayern individuell stark, und bei uns muss jeder Einzelne erst einmal in der Liga ankommen.“

Vertretbar, aber hart

Nach der Pause erhöhten die Münchner das Tempo und kamen prompt öfter in den Strafraum. Zwei, drei Situationen überstand der FSV mit Glück und Geschick, dann wurde der agile Benedict Hollerbach in die Zange genommen und es gab Elfmeter. Eine vertretbare Entscheidung, aber auch eine harte. Batista Meier vollstreckte zum 1:0 (70.). Hollerbach (80./88.) und Jan Herrmann (90.+2) ließen dann noch Großchancen der Münchner liegen, während auf der Gegenseite Emir Sejdovic die einzige klare FSV-Gelegenheit hatte, aber aus zehn Metern an Schlussmann Michael Wagner scheiterte (88.). Die Proteste über ein vermeintliches Handspiel eines Bayern im Strafraum fielen kurz darauf eher verhalten aus. „Wir haben solche Elfmeter schon gegen uns bekommen, aber das muss man nicht unbedingt pfeifen“, meinte Sünal. Trotzdem hätte er natürlich „gerne gesehen, wie das Spiel ohne den Elfmeter für die Bayern ausgeht“.

Frankfurt: Schwaar – Altindag, Schulze Solano, Ehmann – Tiago (Willeführ), Sejdovic, Bazzoli, Wiliams – Aral (56. Amoah Kwafo) – Pandza (77. Toure), Weinhardt (81. Koszorus). – München: Wagner – Richards, Stanisic, Daniliuc (89. Mihaljevic) – Rausch, Jelisic, Stiller, Poznanski (46. Lungwitz) – Batista Meier – Zylla (64. Hollerbach), Pudic (75. Herrmann). – SR: Lahora Chulian (Bonn). – Zuschauer: 320. – Tor: 0:1 Batista Meier (70., Foulelfmeter).

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