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Hessenliga: FV Bad Vilbel ist nach der Heimpleite gegen Fulda nun schon vier Spiele ohne Punktgewinn

Von Der FV Bad Vilbel bekommt die Kurve nicht, Fulda-Lehnerz aber schon. Und so stehen nach einem zerfahrenen Spiel die siegreichen Osthessen in der Tabelle der Fußball-Hessenliga wieder vor den Wetterauern.
Symbolisch: Bad Vilbels Dennis Geh kommt gegen Fuldas Leon Pomnitz zu spät. Foto: Jaux Symbolisch: Bad Vilbels Dennis Geh kommt gegen Fuldas Leon Pomnitz zu spät.
Frankfurt. 

Drei Niederlagen in Folge nahm der FV Bad Vilbel als Bürde mit in das Spiel gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, die sogar vier Mal nacheinander sieglos geblieben war. Deshalb stand, wollte man den mitgereisten Anhänger aus dem Osten Hessens glauben, für Trainer Alfred Kaminski durchaus einiges auf dem Spiel. Am Ende durfte der aber entspannt durchatmen, während sein Bad Vilbeler Kollege Amir Mustafic tiefe Sorgenfalten auf der Stirn trug.

Es war wieder einmal so ein Spiel, in dem Bad Vilbel offenbar früh das Gefühl hatte, dem Gegner überlegen zu sein. Doch das war wie unter anderem schon bei der Heimpleite gegen das damalige Schlusslicht Viktoria Griesheim ein Trugschluss. Denn es waren die „Barockstädter“, die nach einer kurzen Anlaufphase die gefährlicheren Angriffe fuhren. Und die nach einem energischen Antritt von Leon Pomnitz auch in Führung gingen. Der Flügelstürmer zog bis zur Grundlinie und brachte den Ball scharf nach innen, wo der in Richtung eigenes Tor laufende Bad Vilbeler Adnan Alik verdutzt die Innenseite hinhielt – und die Kugel sauber versenkte (13.). Kurz darauf war Patrick Broschke schon am Vilbeler Schlussmann Sadra Sememy vorbei, konnte im letzten Moment aber noch von Oleg Huwa daran gehindert werden, den Ball ins leere Tor zu schieben (17.). Huwa klärte dann auch gegen Pomnitz, der nach einer starken Ballmitnahme in halblinker Position schon wieder auf Sememy zulief (23.).

Bei Bad Vilbel machte in der Anfangsphase nur Thorben Knauer den Eindruck, den Ball haben zu wollen. Erst als auch andere wie Dominik Emmel, Lukas Knell und Tim Tilger langsam auftauten, kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel. Doch gerade als dieser Eindruck im Entstehen war, fiel das 2:0: Kevin Hillmann lupfte den Ball über den herausstürzenden Sememy, der ihn dann noch über den Haufen rannte. Pomnitz verwandelte den fälligen Elfmeter (33.).

Ganz allmählich kam Bad Vilbel dann doch in den Vorwärtsgang. Der Freistoß von Fatih Uslu war aber für den Hünen Benedikt Kaiser im Fuldaer Tor zu schwach getreten (36.). Dann jedoch waren die Gäste im Zentrum unaufmerksam, Kaiser stürmte zu früh aus seinem Kasten, Knell umkurvte ihn und schob zum 1:2 ein (38.). Nur zwei Minuten später setzte sich Uslu gegen Hillman durch, sein Schrägschuss hätte auch ins lange Eck gepasst, hätte nicht Kaiser den Ball noch mit dem Schienbein abgelenkt (40.). „Wir haben nachgelassen und dem Gegner im Zentrum Lücken angeboten“, stellte Kaminski ganz richtig fest.

Noch zerfahrener

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel noch zerfahrener. Manchmal wechselte der Ballbesitz fast im Sekundentakt, das war wahrlich nicht schön anzuschauen. Der eingewechselte Ugur Aslan sorgte für etwas Belebung im Bad Vilbeler Spiel, musste aber zunächst per Kopf vor dem einschussbereiten Christopher Bieber klären (53.). Auf der Gegenseite ging ein halbherziger Schuss von Maximilian Brauburger meterweit vorbei (54.). Dann schaffte es Bieber nicht, sich mit dem Ball am Elfmeterpunkt zu drehen (57.), und schließlich war Knells Versuch viel zu schwach, um Kaiser in Schwierigkeiten zu bringen (63.). Auch der beste Bad Vilbeler Angriff endete mit einem schwachen Abschluss von Knell, der das Tor auf Zuspiel von Tilger mit seinem Schlenzer um viele Meter verfehlte.

In der 79. Minute machte die SG Barockstadt den Deckel drauf. Etwas glücklich behauptete Bieber den Ball, um diesen dann umso gekonnter aus 16 Metern in den Winkel des Bad Vilbeler Tores zu treten. Ein Freistoß von Kristijan Bejic aus 30 Metern war danach die einzige Situation, in der Bad Vilbel die Kugel noch einmal gefährlich auf das Fuldaer Tor brachte. Das war eindeutig zu wenig.

Man habe „den Gegner mit zwei unnötigen Aktionen aufgebaut“ und sich so selbst verunsichert, schimpfte Mustafic später. Verdient sei der Sieg der Gäste jedenfalls nicht gewesen.

Doch diese Frage stellt sich vielleicht gar nicht immer. Verdient oder nicht verdient: Es müssen dringend Punkte her und vor allem Erfolgserlebnisse für eine Bad Vilbeler Mannschaft, die nicht nur verunsichert wirkte, sondern zum ersten Mal auch etwas saft- und kraftlos. Was Wunder nach nun vier Pleiten in Folge.

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