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American Football: Frankfurt Pirates: Vom Abstieg bedroht

Von Nach Abschluss der ersten Saisonhälfte stehen die Pirates auf dem letzten Regionalliga-Platz. Der Absturz in die Oberliga droht, doch der erfahrene Cheftrainer Williams zeigt sich optimistisch, den Klassenerhalt noch packen zu können.
Eine Momentaufnahme aus besseren (Zweitliga-)Zeiten: Trainer Keith Williams (Mitte) traf mit seinen Frankfurter Piraten im über 51 500 Zuschauer fassenden Stadion im Stadtwald auf den Lokalrivalen Universe. Foto: Marc Schüler (Marc Schüler) Eine Momentaufnahme aus besseren (Zweitliga-)Zeiten: Trainer Keith Williams (Mitte) traf mit seinen Frankfurter Piraten im über 51 500 Zuschauer fassenden Stadion im Stadtwald auf den Lokalrivalen Universe.
Frankfurt. 

Fünf von zehn Spielen haben die Frankfurt Pirates in der Regionalliga Mitte absolviert. Zum Ärgernis der American Footballer in den Farben Gold und Schwarz hatte bislang immer nur der Gegner Grund zum Jubeln, als das letzte Viertel beendet war. So auch am vergangenen Sonntag, da triumphierten die Darmstadt Diamonds mit 28:18 im Westend.

Nach dem Auftaktviertel lagen die Piraten noch vorne (12:7), doch dann ließen sie sich wieder mal die (Punkte-)Beute entreißen. „Es war ein sehr enges Spiel, wir hätten es auch gewinnen können“, sagt Cheftrainer und Clubvorsitzender Keith Williams. Doch technische Fehler hätten ihm und seinem Team ein Strich durch die Rechnung gemacht. American Football sei eine Sportart, bei der es auf eine saubere Technik ankomme. Hapert es in diesem Bereich, dann fällt es schwer, dem Kontrahenten die Punkte streitig zu machen.

Berg- und Talfahrt der Piraten in knapp 20 Jahren

Die Frankfurt Pirates blicken auf eine wechselhafte sportliche Entwicklung. Vor fast 20 Jahren, 1998, nahmen die American Footballer erstmals am Spielbetrieb teil, in der hessischen Landesliga.

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Für Williams kommt die Entwicklung nicht überraschend. „70 Prozent der Jungs spielen ihre erste Saison Football“, sagt der 59-Jährige. Sechs Monate, führt der Gründer der Frankfurt Pirates aus, brauche er, um bei solch einer Voraussetzung eine Mannschaft zu formen. Für ihn steht der Turnaround unmittelbar bevor – und er ist auch dringend nötig, um den letzten Platz doch noch zu verlassen. „Die letzten zwei Teams steigen ab“, betont Williams. Es gilt einen Vier-Punkte-Rückstand aufzuholen.

„Die Mannschaft ist stabilisiert, sie wird das nächste Spiel gewinnen“, sieht der tatkräftige Mann aus dem US-Bundesstaat Missouri dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen die Kassel Titans optimistisch entgegen.

Die Habenseite hätten die Pirates durchaus schon auffüllen können. Besonders die Niederlagen in Kassel (6:8) und Kaiserslautern (14:17) schmerzten. Chancenlos waren die Gold-Schwarzen indes gegen Montabaur (20:32) und in Darmstadt nicht. Beim 10:30 in Südhessen brach das Team allerdings erst im Schlussviertel ein.

47 Akteure stehen derzeit im Pirates-Kader. Nachwuchsprobleme kennt der Verein nicht. „Wir haben 370 bis 380 Jugendliche, die in fünf Mannschaften aktiv sind“, sagt Williams. Insgesamt hätten die Pirates 1260 Mitglieder, verteilt auf fünf Abteilungen; neben Football gibt es noch Basketball, Cheerleading/Cheerdance und Country Dance sowie Baseball/Softball im Freizeitbereich.

Keith Williams gründete vor 27 Jahren die Frankfurt Pirates. 1975 war er als Soldat nach Frankfurt gekommen und blieb nach seinem Dienstzeitende 1978 der Metropole am Main treu. „Seine“ Sportart sieht er in Deutschland gut aufgestellt. „Dafür, dass Football hier keine traditionelle Sportart ist, ist die Entwicklung positiv.“ Bei einem Familiensportfest am Samstag ab 13 Uhr im Stadion am Brentanobad will der Verein auch für Football und Cheerleading werben.

Doch es gebe auch Grenzen, bedingt auch durch den recht spät möglichen Einstieg in die Sportart. Williams: „Es ist ein Unterschied, ob man mit sechs Jahren oder erst mit 13 anfängt.“

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