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SC SaFo und der FTC Palmengarten: Frankfurter Duo rettet sich

Von Die lange, durch die Ferienzeit unterbrochene Medenrunde in den hessischen Tennisligen ist beendet. Bevor die Plätze wieder vorwiegend den Freizeitspielern gehören, wurde es noch einmal spannend.
Zeigt nach langer Verletzungspause, was in ihm steckt: Constantin Christ punktet für den FTC Palmengarten  im Einzel. Foto: Christian Klein (Foto Klein) Zeigt nach langer Verletzungspause, was in ihm steckt: Constantin Christ punktet für den FTC Palmengarten im Einzel.
Frankfurt. 

Die Tennis-Medenspiele sorgen sorgen für viel Gesprächsstoff. Egal ob auf Landesebene, oder in den tiefsten Amateurligen: In jedem Tennisclub wird die eigene Mannschaft in den Mittelpunkt gestellt. Die Club-Gastronomie floriert, die Diskussionen während des gemeinsamen Essens oder beim Bierchen oder Äppelwoi sind emotional. In diesen Gesprächen wird über die Taktik gefachsimpelt und darüber, wer wohl besser in der Mannschaft gespielt hätte, welche Wehwehchen die Spieler plagten und welche Umstände – ekeliger Wind, unebene Plätze oder der Dusel des Gegners – ein besseres Ergebnis verhinderten. So unterhaltsam diese Überlegungen auch immer wieder sind, unterm Strich zählen nur die nackten Zahlen. Für die Herren-Verbandsligen hatten sich am letzten Spieltag noch einige spannende Konstellationen ergeben. Mal ging es um den Aufstieg in die Hessenliga, öfters um den Kampf gegen den Abstieg.

Viele Eigengewächse und eine alte Dame

Für die Hessenliga zu schwach, für die Verbandsliga zu gut. Die Tennis-Damen des SC SaFo Frankfurt II pendeln seit einigen Jahren zwischen den beiden höchsten hessischen Klassen.

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Am spannendsten war es in der Gruppe B der Herren-Verbandsliga, in der vor dem letzten Spieltag noch die Hälfte der Vereine um den Klassenverbleib bangen musste. Und es blieb spannend. Als die Einzel zu Ende gespielt worden waren, war immer noch alles offen.

Diener und Christ stark

Zwischen dem TEVC Kronberg II und dem seitherigen Schlusslicht SaFo Frankfurt II stand es 3:3, RW Gießen lag bei dem als Meister und Aufsteiger fest stehenden TC Steinbach 2:4 zurück, der FTC Palmengarten führte überraschend 4:2 gegen den Tabellenzweiten TC Olympia Lorsch. Die Siege der während der Runde ungeschlagenen Dominik Nazaruk (Polen) und Aleksa Bucan aus Serbien waren eingeplant. Dass aber Christopher Diener gegen den früheren Hessenmeister Oliver Maiberger gewinnen würde und der durch eine lange Verletzung zurückgeworfene Constantin Christ den höher eingeschätzten Polen Damian Okrutny würde schlagen können, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen.

Die Lage stellte sich wie folgt dar: SaFo musste zwei Doppel gewinnen, Kronberg konnte selbst bei drei verlorenen Spielen hoffen, dass Gießen hoch verliert oder Palmengarten noch strauchelt und Palmengarten selbst musste gewinnen, egal wie hoch. Eine Niederlage würde auf Grund der schlechten Matchdifferenz den Abstieg bedeuten.

Der renommierte Club aus dem Frankfurter Nordosten wurde die Sorgen schnell los. Nach einer längeren Diskussion einigte sich das Team des FTC Palmengarten mit Lorsch, das sich drei Siege im Doppel ohnehin nicht ausgerechnet hatte und angesichts der langen Heimreise weg wollte, dass das Match beendet und mit 5:4 gewertet wird. In Kronberg entschieden sich beide Teams für die sogenannte „Siebener-Aufstellung“, ließen also jeweils den Spitzenspieler mit dem vermeintlich schwächsten Partner spielen. Das bessere Händchen hatten die Frankfurter. SaFo gewann alle drei Doppel und war gerettet. Nun kam es auf die Gießener an, die mit 3:5 zurück lagen. Nachdem der Syrer Amer Naow und Sebastian Dietz ihr Match mit 12:10 im Champions-Tiebreak gewonnen hatten, war die Mannschaft gerettet, das Spielverhältnis war um ein Match besser als das der Kronberger, die damit auf den letzten Tabellenplatz rutschten.

In der Gruppe A war schon alles vor dem Schlusstag entschieden. RW Sprendlingen war Meister, der TSV Pfungstadt Absteiger. Die Sprendlinger nutzten die Verbindungen ihres eingedeutschten tschechischen Spielers Martin Bezdicek nach Prag, verpflichteten acht tschechische Junioren, die abwechselnd – jeweils zwei – aufliefen. Ihre Leistung (insgesamt 18:1 Siege) trug wesentlich zum Erfolg bei. Da auch die deutschen Spieler – ebenfalls erfolgreich – noch durch die Bank jung sind, beschlossen die aufgestiegenen Sprendlinger, in die Hessenliga 2018 mit einer praktisch unveränderten Mannschaft zu gehen.

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