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Golf: Frankfurter Herren hecheln der Konkurrenz am zweiten Bundesliga-Spieltag weit hinterher

Von Sie gingen mit großen Erwartungen in den Wettkampf, mussten dann aber eine große Enttäuschung hinnehmen: Die Herren des Frankfurter Golf Clubs belegten beim Bundesliga-Heimspieltag den letzten Platz.
Selbstkritisch: Ben Bradley schonte in der Analyse weder seine Mitspieler noch sich selbst. Foto: STEBL Selbstkritisch: Ben Bradley schonte in der Analyse weder seine Mitspieler noch sich selbst.
Frankfurt. 

Mit 16 Schlägen Rückstand auf den viertplatzierten Hamburger GC wurden die Frankfurter Golfer von der Konkurrenz regelrecht abgehängt. „Ein kollektives Versagen“, nannte Ben Bradley das Abschneiden, der auf dem 1927 erbauten Meisterschaftsplatz in Niederrad mit 72 (+ 1) noch die beste Runde aller Frankfurter spielte. Zufrieden damit war weder er, noch Trainer Jan Förster: „Der Platz war relativ einfach zu spielen. Der Wind stand günstig, die Fahnenpositionen auch. Da müssten Spieler dieser Qualität, die ihren Heimatplatz gut kennen, schon eine Runde unter Par spielen können.“ Die vier 66er-Runden (- 5), die bei den Herren von der Konkurrenz erzielt wurden, bestätigen seine Meinung.

Eine Erklärung für das schwache Abschneiden fand in Frankfurt niemand. Es könnte eine überhöhte Motivation gewesen sein, meinte Förster: „Wir müssen das gründlich analysieren, um die Gründe zu finden. Es gab individuelle Fehler, vielleicht war der Fokus auf die einzelnen Schläge nicht so, wie er sein sollte. Und Putts aus einem Meter darf man nicht so oft verschießen.“

Es ging schon mit den Vierern los. Da lagen die Gastgeber zwar auf Rang drei noch aussichtsreich im Rennen, nur sechs Schläge hinter dem zu diesem Zeitpunkt noch zweitplatzierten Titelverteidiger GC Hubbelrath aus Düsseldorf, doch schon da ließen sie einiges liegen. Ben Bradley/Maximilian Hirsch lagen nach sieben Bahnen noch zwei unter Par, beendeten ihre Runde aber mit 74 Schlägen (+ 3). Tim Mayer/Stefan Wiedergrün lagen nach 17 Löchern Par, leisteten sich dann auf der 401 Meter langen und von Bäumen umgebenen 18. Bahn (Par 4) aber sechs Schläge und beendeten dadurch ihre Runde mit 73 (+ 2). Während Lukas Buller/Daniel Tack mit 72 Schlägen (+ 1) einigermaßen zufrieden sein konnten, war das routinierteste Frankfurter Paar, Profi-Spieler Max Röhrig und Moritz Muhl, völlig von der Rolle. Ihre 83 Schläge, (+ 12) waren das Streichresultat.

Mit Linksdrall in den Wald

Am zweiten Tag half den Gastgebern selbst die „rote Wand“ nicht. Hunderte Mitglieder des Frankfurter GC, alle in extra für die Bundesliga angefertigten roten Trikots, die denen der Spieler glichen, standen oben an der „18“ oder begleiteten die Spieler unterwegs. Vergeblich. Bradley, der mit einem Birdie auf der langen 17. Bahn Par zum letzten Abschlag kam, beförderte diesen mit einem Linksdrall in den Wald und kam durch den daraus resultierenden Bogey auf 72 Schläge. Tim Mayer verbesserte sich auf den letzten drei Bahnen noch auf annehmbare 73 Schläge (+ 2). Die beiden vermeintlichen Leistungsträger patzten gleich zu Beginn. Profi Max Röhrig startete mit drei Bogeys, konnte sich dann bis zum Schluss nicht verbessern (74). Lukas Buller, der vor nicht einmal einem Monat in Frankfurt Deutscher Vizemeister im Lochwettspiel wurde, benötigte auf der schweren ersten Bahn sechs Schläge (Doppelbogey), auf der zweiten fünf statt vier (Bogey). Das setzte sich fort. „Das war nicht so toll“, kommentierte er sein Streichresultat von 79 Schlägen.

Zufriedene Gesichter gab es hingegen bei den Düsseldorfern. Der Meister holte sich mit einer beeindruckenden Leistung das erreichbare Maximum von fünf Tabellenpunkten. Die Spieler blieben bei der schwülen Hitze cool. Julian Baumeister und Max Herter (beide 66/- 5)setzten ihre Abschläge stets mitten rein auf die Fairways, eine der Voraussetzungen für einen guten Score auf dem engen, von vielen Bäumen begrenzten Niederräder Platz. Tour-Profi Nicolai von Dellingshausen verteilte nach seiner 67er Runde Komplimente an den Platzbauer Harry Colt: „Man verliebt sich manchmal in einen Platz. Bei mir ist es Frankfurt, einer der schönsten Plätze in ganz Deutschland.“

Besonders strahlende Gesichter, und zwar trotz der verspielten Führung nach den Vierern, gab es beim Neuling GC Hösel, der dem Startsieg in Düsseldorf nun einen zweiten Platz hinzufügte und damit den Klassenerhalt praktisch nach zwei von fünf Turnieren schon in der Tasche hat.

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