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Fußball-Verbandsliga Mitte: Für Schwanheim zu wenig

Viktoria Kelsterbach patzte beim Abstiegskandidaten Kinzenbach, Germania Schwanheim spielt nur 0:0 gegen Oberliederbach.
Halt, hiergeblieben! Oberliederbachs Alexander Trumpp versucht den Schwanheimer Angreifer Michael Gorbunow aufzuhalten. Foto: Hans Nietner Halt, hiergeblieben! Oberliederbachs Alexander Trumpp versucht den Schwanheimer Angreifer Michael Gorbunow aufzuhalten.
Frankfurt. 

Der SV Zeilsheim verbesserte sich in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga Mitte auf den dritten Platz – der FSV Fernwald konnte wegen des witterungsbedingten Ausfalls der Partie in Dietkirchen nicht dagegenhalten.

Germania Schwanheim – SG Oberliederbach 0:0. – Damit, dass die Null sowohl vorne, als auch hinten gegen den Lokalrivalen stand, zeigte sich Germania-Coach Tomas Pelayo alles andere als zufrieden. Vor allem unzureichenden Einsatz und mangelnde Kampfbereitschaft warf er seinen Mannen vor. „Bei allem Respekt Oberliederbach gegenüber, aber das ist einfach zu wenig“, so sein kritisches Urteil über die Leistung seines Teams. „Der Gegner steht mit dem Rücken zur Wand. Da müssen wir zu Hause einfach gewinnen“, ärgerte sich der Übungsleiter. So würde allmählich das Polster zu den Abstiegsrängen dünn werden. Dabei erarbeiteten sich seine Jungs über die vollen 90 Minuten ein Chancenplus. Allen voran Rechtsverteidiger Michael Gorbunow und Stürmer Jan Uth kurbelten das Offensivspiel der Hausherren mächtig an. Doch beide blieben an diesem Tag glücklos. Dabei scheiterte Uth kurz vor der Halbzeit mit der besten Chance des Spiels am stark reagierenden Gäste-Schlussmann Thorsten Lechner (43.). Auch im zweiten Durchgang vergab der Stürmer besonders in der Schlussphase ein ums andere Mal aus aussichtsreicher Position. Die Gäste überzeugten mit ihrer beherzten Zweikampfführung, ließen aber auch jede Durchschlagskraft in der Offensive vermissen.

SV Zeilsheim – FC Waldbrunn 2:0 (1:0). – Zeilsheim hatte eine holprige Vorbereitung und feierte nun einen Traum-Einstand des erst kürzlich verpflichteten Angreifers Dillon Fosuhene, der vom Gruppenligisten TuS Nordenstadt losgeeist worden war. Des einen Freud war aber auch des anderen Leid. Fosuhene hatte sich zwar Hoffnungen gemacht, ein paar erste Minuten in der Verbandsliga zu absolvieren, doch mit einem fast einstündigen Debüt hatte er nicht gerechnet. Doch als Außenverteidiger Julian Simon umknickte, war Fosuhenes Zeit gekommen. Und er traf gleich mit seiner ersten Ballberührung ins Tor (40.). Als „sehr erfrischend“ beschrieb Zelsheims Präsident Peter Strauch das Debüt Fosuhenes, auch wenn er bei seinem Treffer „etwas Glück hatte“, da er nur dank unfreiwilliger Mithilfe der Waldbrunner Hintermannschaft zustande kam. „Das hat ihn sicherlich gestärkt“, freute sich Strauch für den Angreifer, den er als „sehr fokussiert“ mit einem „klaren Kopf“ beschreibt. Und tatsächlich schien es so, als wäre es genau jener Fosuhene, der dem Spiel der Zeilsheimer in der ersten Halbzeit gefehlt hatte. Denn nach einer schwierigen Winter-Vorbereitung bestimmten die Hausherren zwar von Beginn an das Geschehen, konnten sich aber im Strafraum der robusten Gäste nur schwer in Szene setzen. Dies hätte sich auch beinahe nach 20 Minuten gerächt, als Moritz und Spielertrainer Mehr zweimal binnen weniger Sekunden beinahe für die Überraschung sorgten, jedoch knapp scheiterten. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich allerdings die Leichtigkeit der spielerisch besseren Mannschaft als entscheidender Faktor, denn nach und nach rissen die agilen Bouchen, Grigorian und Bianco vermehrt Lücken in die Waldbrunner Hintermannschaft. So auch beim vorentscheidenden 2:0 durch Köksal, welches Bianco mit einem diagonalen Pass auf Grigorian einleitete, der zielgerecht flankte und mit Köksal einen dankbaren Abnehmer fand (61.). „Wir haben eine Mannschaft gesehen, die Einstellung war genau richtig“, freute sich Strauch.

SG Kinzenbach – Viktoria Kelsterbach 2:0 (0:0). – Die Mannschaft von Trainer Ralf Horst kann das Thema Abstieg noch nicht abhaken. „Das ist sehr ärgerlich, weil wir die ganze Woche über das, was uns bei diesem Gegner erwartet, gesprochen haben“, meinte der Gästecoach: „Wir waren zu lethargisch und haben den Gegner so am Leben gehalten.“ Die Gäste erwischten einen guten Start, die Überlegenheit hielt aber nicht lange. „Der Gegner hat uns mit Nickeligkeiten aus dem Rhythmus gebracht. Das Spiel war immer wieder unterbrochen und wir haben schon vor der Pause den Faden verloren“, haderte Horst. Nach der Pause hatte sein Team seine beste Chance, aber Ufuk Yildirim kratzte den Ball von der Linie. Danach beruhigte sich die Partie wieder und Horst hatte sich schon mit dem 0:0 abgefunden: „Wir wollten nicht so richtig und der Gegner konnte nicht.“ In der 74. Minute konnte Patrick Werner doch: Einen langen Ball nahm der Angreifer an und spitzelte ihn aus 16 Metern flach zum 1:0 ins Eck. Kelsterbachs Said Naimi sah dann in der Nachspielzeit „Gelb-Rot“ wegen Meckerns, Ahmet Marankoz legte Sekunden später das 2:0 für die Gastgeber nach.

(rku,sst,awo)

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