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Golf: GC Neuhof macht den Klassenerhalt perfekt

Von Spannend gestaltete sich das Finale in der Zweiten Bundesliga Mitte der Golfspielerinnen. Vier der fünf Mannschaften waren vor dem letzten Spieltag noch gefährdet. Der GC Neuhof feierte den Klassenverbleib mit einem imponierenden Triumph in Wiesbaden-Delkenheim.
Schlag ein: Laura Fünfstück (links) und Linn Weber freuen sich mit Trainer Steve Morland über den Verbleib des GC Neuhof in Liga zwei. Schlag ein: Laura Fünfstück (links) und Linn Weber freuen sich mit Trainer Steve Morland über den Verbleib des GC Neuhof in Liga zwei.
Wiesbaden. 

Sie waren zwar mit ihrem besten Aufgebot nach Wiesbaden gekommen, doch die Golferinnen vom Hofgut Neuhof konnten hinsichtlich des Ligaerhalts keineswegs sicher sein. Schließlich lagen sie vor dem Spieltag mit dem GC Rheinhessen Wißberg und dem Marienburger GC aus Köln nach Punkten gleichauf, und selbst der an sich abgeschlagene GC Main-Taunus hatte noch die Hoffnung, dank der guten Kenntnis des Heimatplatzes mit einem Tagessieg zwei Teams noch überholen und somit dem Abstieg entgehen zu können. „Zum ersten Mal in der Saison sind wir in Bestbesetzung angetreten – es wurden sogar Flüge umgebucht, nur um an diesem wichtigen Tag dabei sein zu können“, sagte Neuhofs Spielführerin Silvia Schulz.

Beste Bedingungen

Die Bedingungen in Wiesbaden waren optimal. Kein Regen, kein übermäßiger Wind, die Fairways waren in einem sehr guten Zustand. Der Kurs in Delkenheim ist eine grüne Oase mitten im Rhein-Main-Gebiet. Dass dennoch nur einmal der Platzstandard (Par) von 72 Schlägen für die 18 Bahnen unterspielt und lediglich zweimal erreicht wurde, lag zum einen an den zahlreichen Wasserhindernissen, zum anderen an den langsamen Grüns. Fast alle Putts waren zu kurz, selbst die stärksten Spielerinnen hatten da so ihre Probleme.

Frankfurterinnen wollen im Aufstiegsduell ihre Erfahrung ...

Die einzigen, die sich in Wiesbaden einfach dem Genuss des Golfspiels hingeben konnten, waren die als Meister schon feststehenden Frankfurterinnen.

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Dies galt allerdings nicht für Linn Emily Weber. Die 23 Jahre alte US-College-Spielerin war erst unmittelbar vor dem Bundesliga-Durchgang von einem Sprachkurs in Costa Rica zurückgekehrt. Sechs Wochen lang hatte sie den Golfschläger nicht in der Hand gehabt. Dessen ungeachtet ging sie locker und motiviert auf ihre Runde. Dies machte sich bezahlt. Ihre Eisenschläge kamen sehr gut, die Wasserhindernisse konnten ihr nichts anhaben. Mit 71 Schlägen blieb sie als einzige Spielerin unter Par. Damit verbesserte sie ihr Handicap von Minus 0,2 auf Plus 0,2. Die Verbesserung des eigenen Handicaps auf Minus 3,5 gelang auch der erst 15 Jahre jungen Chiara Schumann, die eine 77 ins Clubhaus brachte. Als dritte im Bunde verbesserte auch Britta Schneider ihr Handicap, sie benötigte ebenso wie Marie Theres Liehs 78 Schläge. Noch besser beendete Nationalspielerin Laura Fünfstück die 18 Löcher (74), die am darauffolgenden Tag die Koffer packte, um in die USA zu fliegen, wo sie sich um die Tour-Karte auf der US-Profitour bewirbt.

Den Wunsch erfüllt

Nach den Einzeln war Neuhof mit 378 Schlägen (+18) schlaggleich mit dem gastgebenden GC Main-Taunus. Dahinter schienen der dritte Platz von Frankfurt, der vierte vom GC Rheinhessen aus St. Johann sowie der letzte Platz des wegen einiger Urlauber stark ersatzgeschwächten Marienburger GC aus Köln schienen bereits zementiert.

Mittlerweile drückten die Golferinnen aus St. Johann dem GC Neuhof die Daumen. Bei einem Sieg des GC Main-Taunus hätte sich dieser nämlich gerettet, auf Kosten des GC Rheinhessen. Doch schon bald zeichnete sich ab, dass an diesem Tag die Spielerinnen des GC Neuhof den vor dem ersten Abschlag geäußerten Wunsch ihrem Trainers Steve Morland („Tagessieg“) erfüllen würden.

Weber und Fünfstück bestätigten im Vierer den guten Eindruck aus den Einzeln. Mit 71 Schlägen waren sie der einzige Vierer unter Par. Und da Sabine Zipf/Schneider und Silvia Schulz/Liehs mit ihren 79er-Runden besser als das zweite Paar aus Wiesbaden waren, konnten sich die Spielerinnen aus Rheinhessen beruhigt auf das eigene Golf konzentrieren. Sie hätten nur noch absteigen können, wenn sie auf den letzten Bahnen ihren 30-Schläge-Vorsprung auf Köln eingebüßt hätten. Neben den Rheinländerinnen mussten schließlich noch die Akteurinnen des GC Main-Taunus trotz einer starken Leistung in den sauren Apfel beißen.

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