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19. Frankfurter Badmintonturnier: Gute Aussichten

Von Über 200 Spieler lockte das Badminton-Turnier des Frankfurter BC an, der momentan eine gute Entwicklung nimmt.
Der FBC-Vorsitzende Sebastian Kraft (vorne) ist auch noch selbst aktiv, Jugendtrainer Daniel Mittag sowieso. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Der FBC-Vorsitzende Sebastian Kraft (vorne) ist auch noch selbst aktiv, Jugendtrainer Daniel Mittag sowieso.
Frankfurt. 

Die große Sporthalle des Gymnasium Riedberg platzte beim 19. Frankfurter Badmintonturnier aus allen Nähten. „Mit 204 Teilnehmern sind wir fast schon an unsere Kapazitätsgrenze gestoßen“, sagt Sebastian Kraft, Vorsitzender des Veranstalters und Ausrichters Frankfurter BC. Was nicht heißen soll, das Turnier könnte nicht einmal doch noch größer werden. Dann müsste man es allerdings auf drei Tage ausdehnen. „Ob die Spieler die gesamten Pfingsttage opfern würden, müsste man herausfinden“, meint Kraft, der auch an die vielen freiwilligen Helfer denkt, ohne die die Durchführung nicht machbar wäre.

Schon so war fast die Hälfte der knapp 200 Mitglieder des fünftgrößten hessischen Badmintonvereines in das Geschehen involviert. Rund zwei Dutzend als Spieler, viele als Helfer, die zum Gelingen der zweitägigen Veranstaltung ihren Teil beitrugen.

Gespielt wurde in drei Konkurrenzen, wobei für jeden eine passende Spielgelegenheit vorhanden war: Die Gruppe 3 war den Hobby- und Bezirksligaspielern vorbehalten, die Gruppe II ist traditionell für Bezirksliga A und B sowie die Bezirksoberliga ausgeschrieben, und in der Gruppe 1 können sich Verbandsligaspieler mit Akteuren aus der Hessenliga, Oberliga, Regionalliga und Bundesliga messen. „Es gab immer wieder Bundesligaspieler, die mitgemacht haben. Das ist aber eher eine Seltenheit“, schildert Kraft.

Einer der Gründe sei sicher der Termin. Viele haben Familie und fahren über Pfingsten weg oder wollen die Feiertage mit der Familie verbringen. Und die jüngeren Aktiven sind froh, mal ein paar ruhige Tage zu haben. „Wir kommen seit Jahren und haben versucht, bei uns im Verein jemanden aus der Ersten oder Zweiten Mannschaft zum Mitmachen zu bewegen. Vergeblich“, erzählt Nicole Löhnerz, die beim Bundesligisten SV Fun-Ball Dortelweil in der Fünften Mannschaft aktiv ist. „Es gibt so viele internationale wie nationale Turniere, Ranglistenwettbewerbe, da fahren die Spitzenspieler nicht zu einer solchen Veranstaltung. Da müsste wohl ein viel größeres Preisgeld als Lockmittel dienen“, liefert sie noch eine persönliche Erklärung hinterher.

Sebastian Kraft ist stolz, dass der Club überhaupt Preisgelder anbieten kann. 2000 Euro seien mit Hilfe der lokalen Sponsoren aufgebracht worden. Doch Hand aufs Herz: 50 Euro für den Turniersieger, zehn für den Halbfinalisten sind für einen Bundesligaspieler wahrlich kein besonderer Anreiz.

Es geht aufwärts

Die Entwicklung seines Vereins stimmt den Vorsitzenden positiv. „Wir haben eine schlimme Zeit hinter uns. Jetzt geht es endlich aufwärts.“ Einige Jahre konnte der Frankfurter BC nur bedingt regelmäßiges Training anbieten. Mit nur einer Halle, in der trainiert werden kann, war vor allem die Zeit der Flüchtlinge in Frankfurt, die ja auch in Sporthallen untergebracht wurden, eine sehr schwierige. „Unsere Mitglieder waren es gewöhnt, zwei bis dreimal in der Woche trainieren zu können. Nachdem das nicht möglich war, sind viele ausgetreten.“

Heute blickt der Verein stolz auf fünf Aktiven- und drei Jugend-Teams, die am Montag und Mittwoch in der Franz-Böhm-Schule, am Freitag im Riedberg-Gymnasium und zusätzlich, nur die Jugend, am Dienstag in der Geschwister-Scholl-Schule üben können. Besonders die Jugendarbeit sei im Verein großgeschrieben. Mit Eigengewächs Andreas Elbe und Tobias Eberle stehen ihnen zwei Trainer zur Verfügung, vor einem Monat stieß noch der erfahrenste Clubspieler Daniel Mittag zum Trainerstab. „Die Jugendlichen sind unheimlich willig, nehmen begierig auf, wenn ich ihnen etwas vermittle“, so Mittag, der allein in den vergangenen zwei Wochen zehn neue Kinder in der Trainingsgruppe begrüßen konnte. „Das wachsende Riedberg-Viertel ist ein ideales Einzugsgebiet. Nun geht’s darum, das Interesse bei den Jugendlichen zu wecken und aufrechtzuerhalten.“

So wie bei Hannah Werner und Paula Westenberger. Die beiden 16-Jährigen haben beim hessischen Jugend-Ranglistenturnier Platz zwei im Doppel erreicht, erstmals standen Spieler des Vereins auf dem Treppchen.

„Die Leute im Verein sind sehr nett. Man fühlt sich hier wohl“, sagt Hannah. „Wir wollen uns verbessern, trainieren zweimal in der Woche im Verein, auch mit Erwachsenen, einmal zusätzlich in Maintal, wo das Bezirkstraining stattfindet“, ergänzt ihre Doppelpartnerin Paula. Der Sport habe laut Hannah für sie schon einen sehr hohen Stellenwert. „Aber nicht um jeden Preis. Auch der Spaßfaktor ist wichtig“, erklärt Hannah Werner. „Wir wollen besser werden. Wir würden den Verein aber nie verlassen, um höherklassig zu spielen.“

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