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Aufstiegsjubel: HSG Goldstein/Schwanheim ist erfolgreich ohne Superstar

Der Jubel nach Spielende war riesig und gleichzeitig der Auftakt einer ausgelassenen und ausgedehnten Feier. „Das eine oder andere Bier haben wir getrunken“, ließ Spieler Heiko Stade nach einer langen Nacht mit einem Augenzwinkern durchblicken.
Da kommt Freude auf: Mannschaft, Trainer, Betreuer und Fans der HSG Goldstein/Schwanheim feiern in Idstein den Aufstieg. Foto: Marcel Lorenz Da kommt Freude auf: Mannschaft, Trainer, Betreuer und Fans der HSG Goldstein/Schwanheim feiern in Idstein den Aufstieg.
Frankfurt. 

Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Landesliga 2013 ist den Handballern der HSG Goldstein/Schwanheim mit dem Sieg beim TV Idstein am Samstag nun im fünften Anlauf in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt die Meisterschaft und die damit verbundene langersehnte Rückkehr in die Landesliga Mitte geglückt (wir berichteten).

Als Grund für den Aufstieg sieht der Goldsteiner Routinier Heiko Stade „die Ausgeglichenheit des Kaders. Wir haben keinen Superstar. Das sieht man auch im Hinblick auf die Torschützenliste. Bei uns stimmt einfach die Harmonie“. Daher glaubt Stade auch an eine realistische Chance auf den Klassenerhalt in der Landesliga: „Das Team bleibt zusammen, der Trainer bleibt auch, wir können durchaus konkurrenzfähig sein.“

28:23 hieß es am Ende des alles entscheidenden letzten Punktspiels in Idstein, bei dem sich die Frankfurter allerdings 50 Minuten lang schwer taten, ehe sie noch mal alles auf eine Karte setzten. „Wir sind schon zwei Mal auf der Zielgeraden gescheitert. Vor drei Jahren waren wir das letzte Mal sehr knapp dran und haben dann drei der letzten vier Spiele verloren“, erinnert sich Stade. Die Meisterschaft war damals futsch und die dramatischen Aufstiegsspiele gegen Langgöns wurden nach zwei Unentschieden erst im Siebenmeter-Werfen verloren. „Das ging natürlich nicht spurlos an uns vorbei“, sagt Stade.

Nicht noch ein Trauma

Damals wie heute hatte die HSG die Liga lange Zeit souverän angeführt. Für das „gebrannte Kind“ durfte sich dieses Trauma nicht wiederholen. Trainer Abdel Bel Hassani hatte bewusst sein Engagement in Goldstein bereits vorzeitig und unabhängig von der Ligazugehörigkeit verlängert.

Nach einer perfekten Hinrunde ohne jeden Punktverlust setzte es erst im Februar im 14. Saisonspiel die erste Niederlage. Allerdings eine deftige, ausgerechnet bei der abstiegsbedrohten HSG Neuenhain/Altenhain. Drei weitere folgten, darunter eine schwerwiegende bei Verfolger TG Schierstein, der unerwartet Morgenluft schnupperte. Den direkten Vergleich jedoch hatten die Frankfurter gewonnen. „Dadurch haben wir alles selbst in der Hand. Der Direktvergleich könnte noch Gold wert sein“, prophezeite seinerzeit Stades Teamkollege Johannes Hohmann – und sollte recht behalten. Punktgleich mit den Wiesbadenern, die erwartungsgemäß beim bereits abgestiegenen Tabellenletzten TuS Dotzheim II keine Mühe hatten, ging es ins letzte Spiel. Ein Sieg in Idstein musste also her, und er wurde geholt.

Der Jubel war groß. „Wir haben noch lange in Idstein gefeiert. Mit den Idsteinern haben wir uns schon immer gut verstanden“, erklärt Stade. Doch damit nicht genug: „Danach sind wir zu einem Vorstandsmitglied gefahren und haben im Garten weitergefeiert. Im Anschluss ging es noch bis tief in die Nacht in die Innenstadt.“ Also wohl bis zum frühen Morgen . . .

Am Tag danach war jedenfalls beim neuen Bezirksoberliga-Meister lange Zeit keiner für einen „Lagebericht“ zu erreichen.

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