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Bowling: Hessen vorn

Von Die hessischen Bowler sind Deutscher Meister. Beim Titelkampf der Ländermannschaften in Frankfurt bezwang das Team Hessen im Finale die Herren-Auswahl aus Berlin mit 10:4.
Zeigte sich in starker Form: Karsten Aust trug seinen Teil zum Titelgewinn des Teams Hessen bei. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Zeigte sich in starker Form: Karsten Aust trug seinen Teil zum Titelgewinn des Teams Hessen bei.
Frankfurt. 

Bei den Damen schieden die als Favorit angetretenen Hessinnen bereits in der Vorrunde in Langen aus. Im Finale, das dann wie bei den Herren in Frankfurt in der Eschersheimer Bowling World ausgetragen wurde, setzte sich Berlin gegen Niedersachsen durch.

Beim Länderpokal treten jeweils Fünfer-Mannschaften an. In manchen Verbänden wird eine Landesmannschaft zusammengestellt, in anderen – so auch in Hessen – wird eine Pokal-Ausscheidung ausgetragen, die Sieger vertreten dann ihr Land beim nationalen Turnier. In diesem Jahr bildeten die Herren von Finale Kassel und die Damen des BV 77 Frankfurt die Hessenauswahl. „Bei den Herren war es der allererste Sieg von Hessen. Die einzige Meisterschaft gelang bis dahin den Damen des BV 77 Frankfurt vor drei Jahren“, erklärt Spielleiter Walter Werner aus Frankfurt.

Diesmal fehlten allerdings einige Stars. Grund war die am morgigen Freitag beginnende Weltmeisterschaft in Las Vegas. Da der Kasseler Jesper Agerbo in der Stadt der Glücksspieler für Dänemark an den Start geht, holten sich die Nordhessen als Verstärkung Carsten Aust vom Zweitligisten Blau-Gelb Frankfurt. Und der mehrmalige Deutsche Meister bewies einmal mehr seine Klasse. Obwohl er kaum Zeit zum Training findet, hatte er mit dem besten Schnitt aller Teilnehmer (232,50 Pins) einen wesentlichen Anteil am Weiterkommen des Teams Hessen. Am Ende war er mit einem Gesamtschnitt von 218,78 Pins fünftbester Bowler der Meisterschaft. Ihm ganz nahe kamen die Teamkollegen Oliver Morig (218,33) und der zweite Frankfurter im Aufgebot, der in der Bundesliga auch für Kassel spielende David Canady (215,33).

Der Modus bei der Ländermeisterschaft ist ein wenig anders als bei der Bundesliga. Gespielt wurde in zwei Gruppen, jeder gegen jeden. Pro Partie konnten 14 Punkte erzielt werden. Vier Zähler bekam die siegreiche Mannschaft, je zwei der jeweilige Gewinner in den fünf direkten Vergleichen der Spieler untereinander.

In der Vorrunde belegte Hessen mit 60 Punkten Rang zwei hinter Berlin. Höhepunkt war das Duell Hessen gegen Nordrhein-Westfalen. Die Lokalmatadoren gewannen vier der fünf Duelle, verloren aber insgesamt mit dem Rekordergebnis von 1118:1148 Pins, weil beim Gegner Christoph Susen mit dem allerersten Wurf neun Pins fällte, später keinen einzigen mehr stehen ließ und dadurch mit 290 Pins auf das beste Einzel-Resultat der Meisterschaft kam. Im Halbfinale bezwangen die Hessen Hamburg 8:6. Im Finale kam es zur Revanche gegen Berlin, in der Vorrunde noch mit 10:4 erfolgreich. Doch diesmal zeigten die Hessen, wer Herr im Hause ist. Am Ende stand es wieder 10:4, jetzt aber für die Lokalmatadoren, für die ferner noch Bodo Konieczny und Dirk Völkel spielten.

Der Favorit patzt

Bei den Damen galt der als Team Hessen mit den Routiniers Michaela Göbel-Janka, ihrer Zwillingsschwester Alexandra Filor und Martina Beckel sowie den Nachwuchsspielerinnen Claudia Sawicki, Jeannine Barth und Gina-Maria Merkel angetretene BV 77 Frankfurt als klarer Favorit.

Die 4:10-Niederlagen gegen Berlin und Württemberg, die am Ende dann vor den Hessinnen lagen, ließen die Träume vom Titelgewinn platzen. Der Grund war fehlende Konstanz. Barth (219,57/Zweite der Einzelwertung), Sawicki (214,43/4.) und Göbel-Janka (209,57/9.) spielten stark, Merkel (196,40) ordentlich, doch ausgerechnet die beiden erfahrensten Spielerinnen erreichten nicht ihre Bestform.

Im Finale besiegte das Team Berlin (Juliana Hardtke, Stefanie Schulz, Kathy Hauchwitz, Tanja Gäbler, Ariane Neumann) Niedersachsen mit 10:4.

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