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Beachhandball: "Hier kann man auch mal was probieren"

Prächtiges Wetter, dazu eine angenehme Brise – das förderte die Spielfreude der Aktiven beim Beachcup Frankfurt an der „Playa de Nied“ hinter der Niddakampfbahn – an drei Tagen.
Sie gewann mit den Damen der TSG Eddersheim in Nied: Lena Thoß. Foto: Marcel Lorenz Sie gewann mit den Damen der TSG Eddersheim in Nied: Lena Thoß.
Nied. 

Schwerpunkt des Cups ist das Turnier im Beachhandball. Hier nahmen zwölf Frauen- und zehn Männer-Teams teil. Für diesen Cup hatten sich alle besondere Bezeichnungen zugelegt – wie zum Beispiel „Bembeltown“ (SG Nied) oder „Ballerdasdarein“ (TSG Eddersheim). „Die lustigen Namen sind bei uns Programm“, betonte Judith Grommes.

Das Frauen- und Männer-Beachhandball-Turnier stand im Zeichen der TSG Eddersheim. Die Frauen gewannen als „Eddschmer City Girls“ das Finale gegen „Lascho Karacho“ (TSG Oberursel) mit 2:0 (13:11/16:14). Damit gelang ihnen die Revanche für die letztjährige Finalniederlage. Die Männer von „Ballerdasdarein“ behaupteten sich gegen „Bembeltown“ mit 9:8 und 15:11.

Auf dem Spielfeld, das nicht ganz der Regelgröße – 27 Meter lang, 12 Meter breit – entsprach, gab es in zwölf Stunden eine Reihe von gutklassigen Spielen. In 108 Partien zeigten die gelernten Handballer und Handballerinnen – es waren Teams von Bezirksebene bis zur 3. Liga vertreten – , dass sie auch mit dem etwas kleineren Ball umgehen können. Die Spielphilosophie – schnelles, genaues Passspiel – hatten viele Teams nach kurzer Eingewöhnungszeit verinnerlicht.

Den Reiz erhält das Spiel durch eine doppelte Wertung bei Toren durch „Kempa-Trick“, Spin-Shot (Sprungwurf mit Drehung um die eigene Achse) und Treffer der Torleute. Dafür gab es bei den Teams, die am Ende vorne landeten, fast immer Spezialisten. Mit zunehmender Spieldauer nahmen diese Aktionen zu, natürlich sehr zur Freude der Zuschauer. Über alle drei Tage waren es nach Angaben von Judith Grommes etwa 800 Zuschauer.

Das Siegen stand nicht im Vordergrund. Spaß zu haben war das Motto für die etwa 700 Teilnehmer des Beachcups. „Das halten wir seit über 20 Jahren so und sind damit gut gefahren“, betonte Grommes. „Das war auch der Grund, weshalb wir unsere Abschlussfahrt nach Nied gemacht haben. Sportlich war uns klar, dass wir hier nichts holen“, meinte Judith Bichmann vom TV Westfalia Mende-Sauerland. Ihr Team aus dem Großraum Dortmund hatte somit die weiteste Anreise und feierte zugleich beim Beachcup Premiere. „Viele Mannschaften kommen schon seit Jahren. Auch eine Stärke unserer Veranstaltung“, sagte Grommes.

Neben der guten Stimmung, für die bei den Spielen die DJs sorgten, reizt Kai Schmeckthal (20), der beim TV Altenhaßlau in der A-Klasse spielt und seit 16 Jahren aktiver Handballer ist, das besondere Feeling. „Beim Beachhandball kann man auch mal was probieren. Wenn das schiefgeht, ist das egal. Ein Sieg ist nur ein Bonus.“

Im Beach-Soccer war Seriensieger „Frau Rauscher“ aus Dauborn nicht zu stoppen. Im Finale gab es einen 5:1 Erfolg über „AG Barcadi“. Für Dauborn war es bereits der achte Sieg. Das Flutlicht-Handball-Rasenturnier (Mixed) gewann bei den Frauen die SG Nied, bei den Männern HSG Stockstadt/Mainaschaff.

„Wir sind mit dem diesjährigen Turnierverlauf absolut zufrieden. Sportlich und organisatorisch ist es gut gelaufen, es gab zudem keine Verletzungen. Die Idee, auch für C-, D- und E- Jugendliche der Mädchen und Jungen Beachhandball anzubieten, wurde hervorragend angenommen“, zog Judith Grommes eine positive Bilanz.

(rmü)

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