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Tennis: Immer noch keine Entscheidungen

Von An Spannung mangelt es in der Hessenliga der Herren wahrlich nicht. Sowohl die Titel- als auch die Abstiegsfrage werden aber erst am kommenden Abschluss-Wochenende beantwortet. Zuvor steht bereits am Mittwoch der nächste Durchgang an.
Mit ihm kam der Erfolg zum SC SAFO: ATP-Spieler Srirambalaji Narayanaswamy gab beim 6:3 in Darmstadt sein diesjähriges Hessenliga-Debüt im Team der Frankfurter. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Mit ihm kam der Erfolg zum SC SAFO: ATP-Spieler Srirambalaji Narayanaswamy gab beim 6:3 in Darmstadt sein diesjähriges Hessenliga-Debüt im Team der Frankfurter.
Frankfurt. 

Der Hessenmeisterschaft am nächsten ist die einzige noch ungeschlagene Mannschaft, der FTC Palmengarten. Am Ziel sind die Frankfurter Tennis-Spieler aber noch lange nicht. Von den drei nur einmal bezwungenen Teams sind der TC Bad Vilbel und Eintracht Frankfurt nach der Anzahl der gewonnenen Matches nahe am Spitzenreiter, so dass sie im Falle einer Niederlage des FTC-Teams am letzten Spieltag in Bad Vilbel noch vorbeiziehen könnten.

Noch spannender ist der Abstiegskampf. Gefährdet sind die restlichen Teams auf den Plätzen fünf bis neun. Zittern müssen noch der TK Langen, Rot-Weiß Sprendlingen, der TC Steinbach, SAFO Frankfurt und der TEC Darmstadt. Allerdings kann es sein, dass anstatt zwei Teams nur ein Club absteigen muss. Setzt sich der Hessenmeister in den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest durch, ist der Vorletzte gerettet.

An der Spitze steuert der FTC Palmengarten unbeirrt dem Aufstieg entgegen. Beim TK Langen siegten die Frankfurter wie erwartet, allerdings mit 8:1 höher als gedacht. Das lag am Verletzungspech der Langener, bei denen der angeschlagene Argentinier Facuendo Mena eine Pause einlegen musste, um den Einsatz tags drauf beim aus Langener Sicht wichtigeren Spiel in Darmstadt nicht zu gefährden. Schmerzlich trifft Langen der Ausfall von Bostjan Osabnik. Der beste Punktesammler des Teams erlitt bei eigener 6:5-Führung gegen Calvin Müller einen Muskelfaserriss. Die Runde ist für ihn damit beendet.

Richtig spannend waren nur zwei Duelle. Zunächst sorgte der erst einmal bezwungene Oliver Tobisch für eine Überraschung, indem er den gut aufschlagenden Langener Kapitän Andreas Ainalides bezwang. Die Entscheidung fiel im dritten Satz, als dem mit 3:4 in Rückstand liegenden Tobisch das Break zur 5:4-Führung gelang. „Zum 6:5 habe ich gut aufgeschlagen, dann gewann ich das letzte Spiel zu Null“, freute sich Tobisch.

TK Langen schrammt äußerst knapp an einem Erfolg in ...

Beim 4:5 in der Landeshauptstadt sorgte der TK Langen für den „Krimi“ des Wochenendes. „Blau-Weiß Wiesbaden war klar favorisiert, hinzu kam die Abwesenheit von Bostjan Osabnik, da haben wir uns nichts

clearing

Den Ehrenpunkt für die Gastgeber holte der Chilene Guillermo Rivera-Aranguiz, der nach einem spannenden Match Franco Agamenone besiegte. Der Argentinier wirkte ein wenig ungeduldig, ging gegen den sehr gut returnierenden Rivera-Aranguiz zu risikoreich nach vorne und wurde häufig passiert.

Erster SAFO-Sieg

Der SC SAFO Frankfurt hoffte, erstmals mit dem Wimbledon-Teilnehmer Srirambalaji Narayanaswamy antreten zu können. Gegen Blau-Weiß Wiesbaden musste der Inder aber passen, da er parallel das Doppel-Finale in Braunschweig spielte. Dennoch hielten sich die Sachsenhäuser beim 3:6 tapfer. Das Schlüsselspiel war das gute Match zwischen Tom Pütz und Daniel Czepielewski. In der offenen und ausgeglichenen Partie gab schließlich die bessere Fitness des Wiesbadeners den Ausschlag. Eine starke Leistung zeigte bei seinem Sieg über Dean Jackson an Position sechs David Zimmermann.

Beim 6:3 in Darmstadt war es dann endlich so weit: „Bala“, wie der Inder genannt wird, gab seine diesjährige Premiere im SAFO-Team. Im Einzel merkte man dem auf der ATP-Tour nur noch Doppel spielenden Narayanaswamy die nicht immer perfekte Spieleinteilung an, doch aufgrund seiner Klasse reichte es für einen Sieg gegen Jan-Simon Vrbsky. Seine Anwesenheit ermöglichte allen, eine Position nach unten zu rutschen, was eine 4:2-Führung nach den Einzeln brachte. Die im Doppel starken Inder Narayanaswamy/Vinayak Kaza machten dann den ersten Saisonsieg für SAFO perfekt.

Harte Gegenwehr

Schwer kämpfen musste Eintracht Frankfurt , um den Neuling Rot-Weiß Sprendlingen mit 6:3 zu bezwingen. Die Gastgeber mussten die harte Gegenwehr des tschechischen Quartetts der Rot-Weißen brechen. An Position eins schlug der erst um 9 Uhr vom Turnier aus Bologna eingetroffene Sebastian Fanselow („Ich musste um 4 Uhr aufstehen“) härter, sein Gegner Marek Gengel spielte variabler. Nachdem der Tscheche vier Matchbälle abgewehrt hatte, folgte ein packender Tiebreak (2:0, 2:4, 4:6, 7:6, 7:7). Dann unterlief Gengel ein Doppelfehler, ehe Fanselow mit einem langen Ball in die Ecke die Partie dann beendete.

An Position zwei lieferten sich der Franzose Axel Michon und Tadeas Paroulek eine Schlacht über 210 Minuten. Im Entscheidungsdurchgang gab es ein Break-Festival. Michon führte 5:3, der Sprendlinger glich aus, doch am Ende war Michon bei den „Big Points“ mutiger. Für die Gäste punkteten Lukas Marsoun, der gut aufschlug und im dritten Durchgang aktiver als Jan-Sören Hain agierte sowie Martin Bezdicek, der Lukas Storck mit guten Winkelschlägen immer wieder vor Probleme stellte.

Tags drauf waren die Sprendlinger gegen den TC Bad Vilbel chancenlos. Gengel gewann zwar den ersten Satz, doch dann steigerte sich der Sandplatzspezialist Brasilianer Daniel Dutra Da Silva enorm und dominierte das Match. Siegchancen hatten lediglich Paroulek und Marsoun (hatte bei 3:0 zwei Breaks geschafft, verlor aber den ersten Satz noch), beide mussten im dritten Satz der Anstrengung am Vortag aber Tribut zollen. Bezdicek fand kein Rezept gegen den starken André Stenger, den souveränsten Sieg für Bad Vilbel landete Niklas Schell.

 

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