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Golf: In Topform präsentiert

Von Der Däne Rasmus Neergaard-Petersen gewann souverän die Internationale Amateur-Meisterschaften von Deutschland. Der Frankfurter Lukas Buller wird als Vierter bester Deutscher.
Schwieriger Schlag: Wenn Lukas Buller in Aktion ist, wird genau hingeschaut. Foto: STEBL Schwieriger Schlag: Wenn Lukas Buller in Aktion ist, wird genau hingeschaut.
Dreieich. 

Lukas Buller kam auf dem anspruchsvollen Parkland Course (6177 Meter lang, Par 72) auf Gut Neuhof in Dreieich nach vier Runden auf ein Endresultat von drei Schlägen unter Par (dem Platzstandard an Schlägen). Eine sehr starke Leistung des 18-Jährigen aus dem „Junior Team Germany“. Bereits zum Saisonauftakt hatte er auf seinem Heimatkurs in Niederrad einen beachtlichen zweiten Platz bei der Deutschen Lochspiel-Meisterschaft belegt, nun war er geteilt Drittbester in Neuhof.

Nach dem Kartenstechen (einer gesonderten Gewichtung der einzelnen Ergebnisse) durfte der Schweizer Loic Ettlin die Bronzemedaille bei der 79. Austragung der Internationalen Amateur-Meisterschaft von Deutschland in Empfang nehmen, während der Frankfurter ohne Edelmetall blieb. Mit Runden von 71, 71, 73 und 68 Schlägen zählte Buller zu den acht Golfern, die diese Meisterschaft unter Par beendeten. „Ich habe hier schon über zwei Jahre lang nicht gespielt. Nach der Proberunde am Mittwoch, in der nichts richtig funktionierte, hatte ich schon Zweifel, ob es für einen guten Score reichen würde. Hätte mir vor dem Turnier jemand gesagt, dass ich Vierter werde, hätte ich das sofort genommen.“

Lukas Euler wird auf der Suche nach seiner Form nicht fündig

Der als einer der Mitfavoriten gestartete Vorjahreszweite Lukas Euler vom Frankfurter Golf Club war am Finaltag auf Gut Neuhof nicht mehr dabei.

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Obwohl er die beiden ersten Runden einen Schlag unter Par beendete, war er mit dem Score eigentlich nicht zufrieden. Der Frankfurter freute sich zwar über viele gute Abschläge, sah aber auch, dass er noch viele Schläge hatte liegen lassen: „Auch im kurzen Spiel sind mir viele gute Schläge gelungen, aber ich muss ehrlich sagen, dass mehr drin gewesen wäre. Mein Spiel war viel besser als der Score.“ Genau umgekehrt verhielt es sich am Samstag: „Da habe ich nicht so gute Schläge gemacht, aber ganz gut den Score gerettet“, kommentierte er das erzielte Ergebnisse von 73 Schlägen.

Voll angegriffen

Richtig zufrieden war Buller mit seiner Schlussrunde. Vom Druck, als krasser Außenseiter in diesem erlesenen Feld auf dem Treppchen landen zu können, war nichts spürbar. Nach zwei Birdies (ein Schlag unter der Vorgabe für die Bahn) musste der 18-Jährige auf Bahn 11 sein erstes Bogey (ein Schlag über Par) hinnehmen, ließ sich davon aber nicht beeindrucken und knallte direkt danach vier Birdies in Serie auf den Platz. Der Abschlag auf der 17 landete in den Büschen, er konnte sich aber mit einem tollen Annäherungsschlag retten (Par). Dieses Resultat hätte ihm auf der Schlussbahn die Bronzemedaille gebracht. Aber der Schlag aufs Grün rutschte etwas ab, so dass Buller noch ein Bogey notieren musste. Da der am Ende schlaggleiche Loic Ettlin am Finaltag um einen Schlag besser war, wurde er mit dem Edelmetall honoriert, während Buller leer ausging. „Am Sonntag habe ich voll angegriffen. Es hat alles geklappt, wenn auch leider mit einem schlechten Ende. Ich bin dennoch überglücklich.“ Sehr geholfen hätten ihm die Tipps und die Aufmunterung seiner Caddies Ben Bradley und Daniel Tack – beides Kollegen aus dem Frankfurter Bundesliga-Team – sowie die Anfeuerung der zahlreich anwesenden Club-Mitglieder, die ihn auf der letzten Runde begleiteten und unterstützten.

Den Turniersieg holte sich Rasmus Neergaard-Petersen. Der Däne startete am ersten Tag, an dem die Fahnen ein wenig leichter gesteckt waren, mit 65 Schlägen auf Rang zwei hinter dem Schweizer Perry Cohen. Der aus San Diego stammende und in San Francisco studierende 22-Jährige erzielte sieben Birdies, einen Eagle (zwei Schläge unter Par) und nur einen Bogey. Seine 64 sind neuer Platzrekord.

Während der am Ende zweitplatzierte Cohen die Siegchance mit einer schwachen zweiten Runde verspielte, blieb Neergaard-Petersen mit Runden von 69, 73 und 68 konstant stark. „Der Platz fordert so einiges. Gerade bei der Trockenheit war es an den ersten Tagen sehr schwierig, überhaupt im Spiel zu bleiben. Die Minus 13 von Rasmus Neergaard-Petersen ist wirklich aller Ehren wert. Das ist ein ganz ausgezeichneter Spieler. So eine Leistung muss man erst mal zeigen, das war beeindruckend“, lobte Bundestrainer Ulli Eckhardt, der auch Lukas Buller eine starke Vorstellung attestierte: „Er hat eine tolle Leistung geboten.“

Für ein Highlight sorgte der ansonsten nicht aufgefallene Kölner Christian Hellwig, der am zweiten Tag ein Hole-in-one erzielte. Sein Abschlag auf der 207 Meter langen Bahn 11 landete direkt im Loch.

Der Platz ließ trotz der Dürre gute Resultate zu. „Die Abschläge waren gut, die Grüns sattgrün und sogar klasse, die Fairways zwar auf einigen Stellen ein wenig kahl, aber das war nicht dramatisch. Die Teilnehmer waren begeistert“, erklärte Clubmanager Gerd Petermann-Casanova.

Die beiden Lokalmatadoren vom Golf-Club Neuhof wussten den Umstand jedoch nicht zu nutzen. Sie schafften zwar den Cut, blieben aber beide unter ihren Möglichkeiten. Ludwig Schäfer spielte die zweite Runde „Eins unter“, die restlichen Runden von 74 und zweimal 79 ergaben aber 15 Schläge über Par und Rang 59. Noch drei Schläge mehr benötigte Paul Zwanzig, der damit vier Plätze hinter seinem Club-Kollegen landete. Der Frankfurter Tim Mayer quälte sich zwei Runden lang (jeweils 79 Schläge) und gab dann wegen Rückenschmerzen auf.

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